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Land Rise gestaltete Grünraum für die Feldkircher Wohnanlage „im Bergäcker“

von TAY
20. Mai 2024
in gsi.wohnen, Gsiberger
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Die Wohnanlage „im Bergäcker“ in Feldkirch-Nofels gewinnt durch ihre offene Außenraumgestaltung an Wohnqualität und macht den Weg frei für Nachbarschaften. Foto: Petra Rainer

Die Wohnanlage „im Bergäcker“ in Feldkirch-Nofels gewinnt durch ihre offene Außenraumgestaltung an Wohnqualität und macht den Weg frei für Nachbarschaften. Foto: Petra Rainer

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Das Landschaftsarchitekturbüro Land Rise aus Egg erhielt für die Außenraumgestaltung der Wohnanlage „im Bergäcker“ in Feldkirch-Nofels den internationalen BIG SEE Architecture Award. Mit einer nutzungsoffenen Gestaltung der Freifläche wurde ein Raum für Begegnung, Kommunikation und Rückzug geschaffen, dem ein nachhaltiges und verkehrsfreies Konzept zugrunde liegt. Der Preis verdeutlicht zudem, wie wichtig professionelle Landschaftsarchitektur im Streben nach einer klimafitten Zukunft ist.

Am 16. Mai wurde beim BIG Architecture Festival in Ljubljana der BIG SEE Architecture Award an internationale Architekt:innen verliehen. Zu den Preisträger:innen gehört die Landschaftsarchitektin Maria-Anna Schneider-Moosbrugger, Inhaberin des Bregenzerwälder Büros Land Rise. Der Architekturpreis ist für sie etwas Besonderes: „Wir beobachten schon seit Jahren, dass die Bedeutung der Landschaftsarchitektur zunimmt. Sie wird glücklicherweise mehr und mehr als ein Werkzeug verstanden, das der Klimaerwärmung nachweislich entgegenwirkt.“

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Die Wohnanlage „im Bergäcker“ in Feldkirch-Nofels gewinnt durch ihre offene Außenraumgestaltung an Wohnqualität und macht den Weg frei für Nachbarschaften. Foto: Petra Rainer

Die Wohnanlage „im Bergäcker“
Die internationale Jury zeichnete die Außenraumgestaltung der idyllisch gelegenen Wohnanlage „im Bergäcker“ in Feldkirch-Nofels des Bauträgers Swietelsky aus. Neben der Gestaltung der Terrassen und Privatgärten ist das Herzstück des von Bernardo Bader geplanten Wohnkomplexes der Quartiershof, der von vier Gebäuden gefasst wird. Diese autofreie Zone bildet durch seine nutzungsoffene Platzgestaltung einen zentralen Treffpunkt und Wohlfühlort für alle Bewohner:innen.

 „Ausschlaggebend war unter anderem die erstklassige Verwendung der Pflanzen, wodurch eine besondere Atmosphäre in der Anlage entsteht. Freiräume und Plätze werden vorbildlich für das Wassermanagement im Sinne von Infiltration, Speicherung und Transpiration genutzt. Das Potenzial zur Sozialisation auf dem zentralen Platz hat Land Rise freiraumplanerisch bemerkenswert übersetzt“, lautet die Begründung der BIG SEE Jury. „Nachhaltigkeit in Außenräumen wie Parks und Gärten wird meist mit Wildwuchs gleichgesetzt. Dabei ist ein ästhetischer Anspruch ebenso wichtig“, so Maria-Anna Schneider-Moosbrugger zu diesem Projekt.

 Zukunftstaugliche Begrünungskonzepte
Die offenen Flächen wurden nicht versiegelt, sondern in hellem, grobkörnigem Jurakalk ausgeführt. Dadurch sickert Regenwasser ab und Sonnenlicht wird reflektiert. Solitärbäume, mehrstämmige Gehölze, Stauden und Sträucher in Grün- und Rottönen säumen Wege und Flächen, die farbenfroh durch die Jahreszeiten begleiten und zum Verweilen einladen. „Ich halte es für essenziell, die Landschaftsplanung von Anfang an in ein Bauprojekt einzubinden, um auch das Umfeld und die Nutzung bei der Grünraumgestaltung bestmöglich zu berücksichtigen. So können wir auf die Anforderungen besser eingehen und dafür sorgen, dass die Gestaltung längerfristig Bestand hat“, ist Maria-Anna Schneider-Moosbrugger überzeugt. Unbekannte Variablen blieben dennoch. „Die künftige Nutzung, die Natur und die Pflege tragen das Ihre dazu bei – ein spannender Prozess“, erzählt die Landschaftsarchitektin.

Aktuell arbeitet ihr Büro Land Rise unter anderem an Grün- und Freiraumkonzepten für den neuen Bahnhof in Hard, die Volksschule Andelsbuch, die Begegnungszone in Nenzing, das Betriebsgebiet Glatz in Krumbach und das Blum Werk 7 in Dornbirn. Zudem entstehen räumliche Entwicklungskonzepte für die Region Leiblachtal Pfänderrücken und ein Pilotprojekt zu Klima, Raum und Nutzung am Lecknersee im Naturpark Nagelfluhkette. Räumliche Entwicklungspläne sowie Spiel- und Freiraumkonzepte gehören neben der Planung von Außenräumen und Revitalisierung vorhandener Anlagen zu den Schwerpunkten der Landschaftsarchitektin und ihres Teams.

Die Landschaftsarchitektin Maria-Anna Schneider-Moosbrugger erhält für das Projekt „im Bergäcker“ den internationalen BIG SEE Architecture Award. Foto: Petra Rainer

Über Land Rise
Maria-Anna Schneider-Moosbrugger (Bild oben) gründete 2002 das Landschaftsarchitektur- und Raumplanungsbüro Land Rise mit der Vision, zukunftstaugliche Außenräume zu schaffen, die Begegnungen, Sozialisierung und gemeinschaftliches Engagement fördern – und Menschen emotional ansprechen. Lebensraumqualität für Menschen und Mitwelt, eine ökologisch verträgliche Herangehensweise und ein ästhetischer Anspruch gehören zu den Hauptanliegen. Das Team besteht derzeit aus drei Landschaftsarchitektinnen und einer Raumplanerin. Mit Sitz in Egg im Bregenzerwald setzt das Unternehmen Projekte unterschiedlicher Größenordnung in ganz Vorarlberg um.

Tags: ArchitekturBauenEggNofelsTrends
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