Paris-amKumma: Leben nach den Klimazielen

Paris-amKumma: Leben nach den Klimazielen
 

Wie gestaltet sich der Alltag, wenn man versucht, nach den Pariser Klimaziele zu leben? Dieser spannenden Frage gehen zwölf Haushalte aus der Region beim Projekt „Paris-amKumma: Leben nach den Klimazielen“ im Selbstversuch auf den Grund.

Die Region amKumma war im Sommer auf der Suche nach zwölf Haushalten, die bei einem spannenden Praxistest mitmachen und im Oktober vier Wochen lang nach den Pariser Klimazielen leben. Am Donnerstag fand die Auftaktveranstaltung im J.-J.-Ender-Saal statt.

Im Vorfeld wurde die CO2 Emissionen der Teilnehmer erhoben: Jahresverbrauche an Strom, gefahrene Kilometer sowie typische Alltagsabläufe aller Familienmitglieder. Vergangene Woche wurde den Testhaushalten die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt, damit sie die nächsten vier Wochen nach den Pariser Klimazielen leben können. Dazu gehören Elektro-Testautos (u.a. vom Autohaus Malin), Vor-Ort-Energieberatungen durch das Energieinstitut Vorarlberg oder ein Gemüsekisten-Abo vom Gemüsebauer Meusburger aus Koblach. Zudem werden die Teilnehmer mit diversen Zweirädern, vom EFO-Elektroroller aus Koblach über Falträder von Integra bis zum Lastenrad vom Fahrrad Wäger, bei der Einhaltung der Klimaziele unterstützt. In den nächsten Wochen finden Sie im Blättle hilfreiche Tipps, wie auch Sie klimafreundlicher leben können.

Das Ziel lautet dann: Ein guter Tag hat 100 Punkte. Das heißt: Es sind ungefähr 6,8 kg an CO2-Emissionen, die jeder Mensch durch all seine täglichen Handlungen ausstoßen darf, ohne das Klima aus dem Gleichgewicht zu bringen. Diese 6,8 kg werden gleichgesetzt mit 100 Punkten. Für alles, was den ganzen Tag getan, gegessen und konsumiert wird, gibt es Punkte. Ein Achtel Wein hat zum Beispiel einen Punkt. Ein Waschgang hat 15 Punkte.

Der globale Treibhausgas-Ausstoß muss bis 2050 auf null reduziert werden. Nur so gelingt es, die Temperaturerhöhung unserer Erde auf maximal 2 Grad – besser noch 1,5 Grad zu begrenzen. Gelingt dies nicht, sind unsere Lebensgrundlagen in Gefahr. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es großer wie auch kleiner Änderungen in unseren Alltagsgewohnheiten, aber auch entsprechende Rahmenbedingungen und Angebote. Wie und ob das in der Region amKumma schon heute möglich ist, soll der vierwöchige Praxistest zeigen.

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