10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start gsi.service gsi.film

Macht, Sex und Attentate: Die neue „Sisi“ scheidet die Geister

von BAKI
31. Dezember 2021
in gsi.film
A A
© RTL/Lukas Palha

© RTL/Lukas Palha

Share on FacebookShare on Twitter

Die Marischka-Trilogie aus den 50er Jahren mit Romy Schneider in der Rolle der Kaiserin Elisabeth (genannt „Sisi“) und Karlheinz Böhm als Kaiser Franz-Josef kann durchaus als Kitsch-Klassiker bezeichnet werden und gehört für viele Österreicher wie andere Schnulzen mit Peter Alexander, „The Sound of Music“ zum hiesigen Kulturgut. Nun hat Regisseur Sven Bohse sich an einer umstrittenen Neuverfilmung gewagt, in der die Welschschweizerin Dominique Devenport und der Deutsche Jannik Schümann überzeugen.

Von Bandi Koeck

WERBUNG

In der RTL/RTL Plus und ORF-Co-Produktion geht es von der ersten bis zur letzten Minute gleich voll zur Sache. Das schnulzige „Sisi-Franzl“ mitsamt dem Schönbrunn-Kitsch ist ausgeblendet. Gleich zu Beginn sieht man die junge und nicht aufgeklärte Elisabeth im Bett liegend masturbieren. Sie entwendet Kamasutra-Karten von ihrem Vater und träumt vom ersten Mal. Im ersten Teil der sechsteiligen TV-Produktion stattet der Kaiser aus Wien mitsamt Erzherzogin Sophie der bayrischen Prinzessin und ihrer Familie (Erzherzog Max und Gattin Ludovika) einen Besuch ab – und begibt sich nur kurze Zeit nach angetretener Rückreise ins Bordell. Sisi lauert ihm auf und bezahlt die Prostituierte, sie in die Geheimnisse der Verführung einzuweihen. So etwas wäre in den 50er Jahren undenklich gewesen und der staatlichen Zensur zum Opfer gefallen. Dort sind alle lieb und fromm und der Kaiser kein ständiger Fremdgeher und Hitzkopf.

Karlheinz Böhm und Romy Schneider in der Verfilmung der 50er Jahre
Dominique Devenport und Jannik Schümann in der Neuverfilmung von 2021

Betrachtet man nun die Geschichtsschreibung, so weiß man heute vieles, das auch in der gerade gestern ausgestrahlten ersten Staffel (zweite Staffel ist bereits geplant!) auf RTL und ORF vorgekommen ist: Sisi war bisexuell, Franz-Josef seiner Mutter hörig, arrogant und größenwahnsinnig (wäre seine Gattin nicht zuvor von einem Attentäter am Genfer See ermordet worden, so hätte sie ihn vielleicht auch vor der wahnsinnigen Entscheidung der Kriegserklärung an Serbien – und indirekt Russland – und dem Beginn des Ersten Weltkriegs und Massenmorden abhalten können). Auch wenn die Kritiken an der neuen Produktion sehr negativ ausfallen, so sind sich alle einig, dass die neue Sisi zeitgemäßer und selbstbestimmter ist: Sie ist eine starke Frau, die weiß, was sie will, die sich nicht im goldenen Käfig in Schönbrunn einsperren lassen will, die nicht will, dass ihr Gemahl ihr die kalte Schulter zeigt und sich mit seiner Mätresse auf Schloss Laxenberg vergnügt, an der Front kämpft und das Leben seines Volkes und sein eigenes aufs Spiel setzt.

Sisi gelingt es, den geplanten Aufstand in Ungarn mit einem Friedensvertrag beizulegen und selbst als Napoleon die norditalienischen Gebiete für sich beansprucht und dass Österreich alle Schulden für den Krieg übernimmt, kann sie einlenken. Es ist wie so oft, dass starke Frauen die Geschicke der Geschichte lenken und im Hintergrund die Politik betreiben, die ihre Gemahle dann machomäßig auf der Landkarte austragen.

Fazit:

Eine äußerst gelungene und ansprechende Neuverfilmung, denn es war längst an der Zeit, dass dieser Stoff endlich cineastisch überarbeitet wird und wir uns von den Märchenbildern der 50er lösen. Natürlich ist es für so manche harter Tobak – gerade für nostalgische Sisi/Romy Schneider-Fans wohl ein No-Go. Es ist weniger eine Einladung zum Träumen denn eine Realitätswatsche, bei dem sich keiner ein Blatt vor den Mund nimmt und es sehr menschelt. Kurzum: Viel Sex, Macht, Intrigen und Attentate. Es wird endlich gezeigt, wie es damals im ach so sauberen Österreich-Ungarn war, nämlich gar nicht fromm, sondern brutal, blutig und ambivalent. Und ja, wer „Bridgerton“ auf Netflix gesehen hat, der weiß, warum, denn „Sex sells – always“. Schön, dass es eine Fortsetzung gibt, denn die lange Geschichte der Habsburger hat noch einige spannende Geschichten, die verfilmt gehören!

Tags: DeutschlandKinoÖsterreichSchweizWien
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Karate macht Menschen mit Down Syndrom sportlicher, interaktiver und selbständiger

nächster Artikel

Geistes-Würfel-Blitz – Ein Spiel bei dem man um die Ecke denkt

weitere interessante Artikel

Jaafar Jackson, der leibliche Neffe von Michael Jackson, spielt seinen weltberühmten Onkel. Credits: Glen Wilson/Lionsgate
gsi.film

„MICHAEL“ – Zwischen Genie und Kindheitstrauma: Der lange Weg des Michael Jackson zum King of Pop

26. April 2026
(v.l) Schauspielerin Franziska Machens, Hauptdarsteller und Produzent Philippe Reinhardt, Hauptdarstellerin Aliyah Acar und Regisseur Erkan Acar (Bildcredit: Aline Gerber)
gsi.film

Zwischen Schulstress und Geisterwelt: „Ghost Bastard“ startet bundesweit im Kino

8. April 2026
Auch Yoshi hat es in den zweiten Mario-Film geschafft. (Bild: Nintendo, Illumination)
gsi.film

Kinoempfehlung des Monats: Super Mario Galaxy: Ein funkelndes Abenteuer, das die Sterne erobert

7. April 2026
Alpinale auf Tour 2026. Foto: Alpinale/Lara Smith
gsi.film

ALPINALE auf Tour: Exklusive Filmauswahl aus dem Festivaljubiläumsjahr kommt in eure Nähe

31. Januar 2026
nächster Artikel

Geistes-Würfel-Blitz - Ein Spiel bei dem man um die Ecke denkt

Heute beliebt

  • Im Schwimmbad Felsenau gibt es neu Affen auf Palmen. Foto: Gsi.News

    Schwimmbad Felsenau eröffnet mit zoologischen Neuerungen

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Klein, aber oho: CONNYLAND – der Familienfreizeitpark in Lipperswil

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Nackt, ehrlich, ungewöhnlich – Antje Mönning liest entblößt und entblößt zugleich

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Für echte Kerle, die Eier haben: Nuffinz, die etwas andere Kleidung

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • „Zurück in die Heimat: Bronzezeitliche Schätze von Altenstadt jetzt vor Ort“

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Fußball – der ANDERE Blick! –  BW Linz : SCR Altach 3:0 – “Der Hut fängt an zu brennen”

von GEEN
25. April 2026
0

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach : Tirol 0:0 – Keine  Nichtabstiegsparty im Schnabelholz!

von GEEN
22. April 2026
0

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach : Tirol 2:2 Nichtabstiegsparty auf Dienstag verschoben!

von GEEN
21. April 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: „und ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode“?

von ALWI
17. April 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist