Regierungschefin Brigitte Haas und Innenminister Hubert Büchel haben am heutigen Montag, 8. Juni 2026, die neue Strategie der Regierung für eine integrierte Sicherheitspolitik vorgestellt. Angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa setzt Liechtenstein auf einen umfassenden Ansatz, der Staat, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermassen einbezieht. Die Strategie definiert fünf Handlungsfelder, 13 strategische Ziele und 34 konkrete Massnahmen.
Sicherheitslage in Europa im Wandel
Die sicherheitspolitische Situation in Europa hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, globale Machtverschiebungen, Veränderungen in den transatlantischen Beziehungen sowie Konflikte im Nahen Osten mit Auswirkungen auf Europa stellen die bisherige Friedens- und Sicherheitsordnung vor grosse Herausforderungen.
Gleichzeitig nehmen die Risiken zu: Bedrohungen werden vielfältiger, schwerer vorhersehbar und können grössere Schäden verursachen. Viele europäische Staaten investieren deshalb verstärkt in ihre Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit.
Sicherheit als gemeinsame Aufgabe
Mit der integrierten Sicherheitspolitik verfolgt Liechtenstein das Ziel, die Sicherheit des Landes langfristig zu gewährleisten und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Werte sowie das Vertrauen in die Institutionen zu stärken. Ebenso sollen die wirtschaftliche und soziale Stabilität gesichert werden.
Die Regierung betont, dass Sicherheit nicht allein Aufgabe des Staates ist. Auch Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung sollen aktiv eingebunden werden. Grundlage der Strategie sind Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Nachhaltigkeit, Verantwortung, Resilienz und Innovation.
Fünf Handlungsfelder und konkrete Massnahmen
Die Strategie umfasst fünf zentrale Handlungsfelder mit insgesamt 13 strategischen Zielen und 34 Massnahmen. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der Krisenorganisation, die bessere Vorbereitung auf Krisenlagen, der Schutz kritischer Infrastrukturen, die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit sowie die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Eigenverantwortung im Krisenfall
Ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstrategie ist die persönliche Vorsorge. Die Regierung weist darauf hin, dass Notlagen und Katastrophen oft unerwartet eintreten. Umso wichtiger sei es, sich im Voraus mit Notfalltreffpunkten, Notrufnummern und einem persönlichen Notfallplan auseinanderzusetzen.
Auch ein Notvorrat für mehrere Tage könne dazu beitragen, die eigene Versorgung im Krisenfall sicherzustellen.
Weitere Informationen zur Sicherheitsstrategie und zur persönlichen Vorsorge sind auf den Internetseiten gemeinsam-sicher.li und notfalltreffpunkt.li verfügbar.












