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Naflahus als Ort der Begegnung und Vielfalt gewinnt 5. Vorarlberger Integrationspreis

von Red
31. Mai 2021
in Politik
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„Gemeinsam Vorarlberg“: Unter diesem Motto ist im Rahmen des fünften Vorarlberger Integrationspreises nach Projekten und Initiativen gesucht worden, die einen kooperativen, menschenrechtsbasierten Ansatz verfolgen, gegen Diskriminierung vorgehen, gesellschaftliche Teilhabe fördern und den Zusammenhalt stärken. Die Stadt Feldkirch freut sich, mit dem Projekt „Naflahus – ein Ort der Begegnung und der Vielfalt“, Siegerin in der Kategorie A (Gemeinde, Städte und Regionen) geworden zu sein.

Vorarlberg war das erste Bundesland, das im Jahr 2011 einen Integrationspreis ausgeschrieben hat. Seitdem wird der Preis in regelmäßigen Abständen vergeben.

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Ein Ort der Begegnung

Das Naflahus wurde im Jahr 2016 von der Stadt Feldkirch als Ort der Begegnung für einheimische und zugewanderte Personen ins Leben gerufen. Durch zahlreiche niederschwellige soziale Integrationsprojekte – begleitet von ehrenamtlich engagierten Menschen – bezeichnet es ebenso einen Ort der Vielfalt. Der Fokus des Wirkens liegt in den Begegnungen, in der Stärkung von Kompetenzen sowie in der Verbesserung der wechselseitigen Akzeptanz von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. „Begegnungen zwischen Menschen“, so die Integrationsstadträtin Laura Fetz, „fördert das Wichtigste für unsere Gesellschaft: Das Zemmaheba! Glückwunsch an Claudia Marte und ihr ehrenamtliches Team für ihr großes Engagement.“

Vielseitige Angebote

Vielseitige Angebote im Naflahus wie z.B. das Montagscafé, die Näh- oder Fahrradwerkstatt, etc. ermöglichen Begegnungen, soziale Kontakte und Austausch unterschiedlichster Gruppen und fördern somit die Teilhabe an der Gesellschaft. Aufgrund der langfristig angelegten Struktur des Naflahus ist es zu einem beliebten Begegnungsort herangewachsen. Hier können Menschen ohne oder mit geringen sozialen Netzwerken Kontakte zu Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aufbauen, welche die Basis für spätere Freundschaften bilden. Einheimische Personen erhalten durch das Naflahus eine konkrete Möglichkeit, zugewanderte Menschen kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und Barrieren zu überwinden. Dies wiederum wirkt der Diskriminierung entgegen, führt zu einem respektvolleren Umgang der Menschen miteinander und stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft als Ganzes.

Darüber hinaus konnten im Rahmen der Projekte und Initiativen, die im Naflahus stattfinden, wertvolle Kooperationen mit Systempartnern eingegangen werden. So entstand im Jahr 2018 das Projekt Begegnungsbrunch, welches gemeinsam mit dem Vorarlberger Kinderdorf durchgeführt werden konnte. Weitere Kooperationen bestehen mit dem Katholischen Bildungswerk (Purzelbaumgruppe), der Caritas Vorarlberg (Frauencafé), der Regio Vorderland (Vernetzungstreffen) sowie zwei Feldkircher Vereinen, welche von Personen mit Migrationshintergrund getragen werden. Die Grundlage der Tätigkeiten des Naflahus, stellt jedoch die Kooperation der Stadt Feldkirch mit über 40 ehrenamtlich engagierten Personen mit und ohne Migrationshintergrund dar. Für Bürgermeister Wolfgang Matt ist klar: „Integration ist ein langfristiger und facettenreicher Prozess, bei dem sowohl Zugewanderte als auch die Mehrheitsgesellschaft ihren aktiven Beitrag leisten, um den Zusammenhalt im Land auch in Zukunft zu erhalten und zu stärken. Dabei ist das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte entscheidend.“

Das ehrenamtliche Engagement dieser Menschen macht das Naflahus zu dem was es ist – einem Ort der Begegnung und der Vielfalt. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Weitere Siegerprojekte

Neben dem Naflahus wurde auch noch weiteren Projekten mit einem direkten Feldkirch Bezug der Integrationspreis verliehen. Folgend die Kategorien und prämierten Einreichungen:

  • Städte/Gemeinden/Regionen: Amt der Stadt Feldkirch mit dem Projekt „Naflahus – ein Ort der Begegnung und der Vielfalt“
  • Institutionen: walktanztheater.com mit der Initiative „Interkulturelle Theaterprojekte“
  • Einzelpersonen: Dragana Balinović & Julia Beck mit dem Projekt „connecthumans“
Tags: Feldkirch
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