Homeschooling und Quarantäne: Tipps für Eltern und Schüler

Homeschooling und Quarantäne: Tipps für Eltern und Schüler
© Bandi Koeck 

In Zeiten wie diesen kann es herausfordernd sein, ein gewohntes Familienleben zu führen. Besonders Familien mit Kindern, die unterschiedliche Schulstufen besuchen, sind hier besonders gefordert. Es darf nicht vergessen werden, dass in jeder Situation auch eine Chance steckt, Gespräche aufzunehmen und den Alltag mit Homeschooling, Quarantäne und/oder Isolation so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir möchten ein paar Tipps und Anregungen zur Unterstützung geben.

Wie unterstütze ich mein Kind in häuslicher Quarantäne?

Sowohl home schooling wie auch Isolation und Quarantäne sind als Schutzmassnahmen gedacht. Sie können aber auch eine Belastung sein, gerade wenn im Haushalt auch Kinder leben, die nicht mehr in den Kindergarten oder zur Schule gehen können oder von anderen im Haushalt lebenden Personen möglichst separiert werden sollen.

  • Erklären Sie Ihrem Kind in altersgerechten Worten die aktuelle Situation und erläutern Sie, warum gewisse Massnahmen durchgeführt werden müssen.
  • Versuchen Sie auch zu erklären, warum Besuche von Freunden, Grosseltern oder anderen Bezugspersonen aktuell nicht möglich sind. Ermöglichen Sie Ihrem Kind den Austausch mit diesen Bezugspersonen (z.B. über Telefon, Internet und soziale Medien). Wenn Sie die Möglichkeit haben, Videotelefonie (per WhatsApp, Zoom, Teams etc.) zu nutzen, kann dies das Gefühl von Kontakt und Gemeinschaft stärken.
  • Schaffen Sie eine Tagesstruktur, gerade, weil die Routinen des Kindergarten- oder Schulbesuchs aktuell wegfallen. Planen Sie z.B. feste Essenszeiten, Zeiten zum Lernen oder Spielen. Beziehen Sie Ihr Kind in die Planungen ein. Auch feste Zeiten, sich über die aktuelle Situation zu informieren, können dazugehören.
  • Gehen Sie auf Essenswünsche ein. Bitten Sie Nachbarn und Freunde, für Sie Besorgungen zu machen.
  • Kinder haben ein anderes Zeiterleben als Erwachsene. Malen Sie z. B. einen Kalender und streichen Sie – ähnlich einem Adventskalender – jeden Tag der Quarantäne ab, sodass die Zeitspanne für Ihr Kind greifbarer wird.
  • Auch wenn es keinen adäquaten Ersatz für den Spielplatz oder das Spielen im Freien gibt: Ermöglichen Sie Ihrem Kind Bewegung. Durch Bewegung können Anspannung und Stress abgebaut werden. Auf begrenztem Raum können Zimmertrampoline, Gummitwist oder Springseile helfen sowie aus Decken kleine Hütten oder Höhlen errichtet werden, die ein Gefühl der Nähe und Geborgenheit geben können.
  • Probieren Sie Entspannungsübungen mit Ihrem Kind aus. Anregungen und Hinweise auch speziell für Kinder lassen sich im Internet recherchieren.
  • Bieten Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich auch mental zu betätigen, z. B. durch Lesen, Schreiben oder Knobelaufgaben wie Sudoku, Rätsel etc.
  • Auch wenn Sie den körperlichen Kontakt mit Ihrem Kind nur bedingt einschränken können: Erläutern Sie ihm, warum Sie diesen reduzieren und wozu dies dient.
  • Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung: Dies kann sich auch auf Ihr Kind übertragen und vermittelt Zuversicht und Sicherheit.

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