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Empathie-Report 2026: Eine starke Gesellschaft braucht mehr Empathie in Schulen

von TAY
5. September 2026
in Welt
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Symbolbild: Gsi.News

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Zu Beginn des neuen Schuljahres zeigt der Empathie-Report der Zurich Versicherung: Die Menschen in Deutschland wünschen sich mehr Empathie an Schulen. Neun von zehn Befragten sind der Ansicht, dass Empathie stärker als gesellschaftliche Schlüsselkompetenz in Schulen gefördert werden sollte. Während die große Mehrheit der Befragten (83 Prozent) einen Rückgang empathischen Verhaltens in der Gesellschaft wahrnimmt, verbinden viele mit mehr Empathie gerade im Schulalltag konkrete Verbesserungen für das gesellschaftliche Miteinander. Sie sehen die Vermittlung dieser sozialen Kompetenz als zentrale Bildungs- und Gesellschaftsaufgabe.

„Wenn 83 Prozent der Menschen einen Rückgang von Empathie wahrnehmen, ist das ein deutliches Warnsignal für unsere Gesellschaft. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse einen wichtigen Lösungsansatz, denn Empathie wird nicht als individuelle Charaktereigenschaft verstanden, sondern als gesellschaftliche Kompetenz. Empathie kann gelernt werden. Schulen und Lehrkräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle, weil sie junge Menschen täglich begleiten und prägen. Wer Kindern und Jugendlichen vermittelt, zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und andere Perspektiven zu verstehen, investiert nicht nur in deren persönliche Entwicklung, sondern auch in den gesellschaftlichen Zusammenhalt von morgen“, sagt Bernd O. Engelien, Leiter Politik und Unternehmenskommunikation der Zurich Gruppe Deutschland und Vorstand der Zurich Kinder- und Jugendstiftung.

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Schulen als Schlüsselorte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

72 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Empathie erlernbar ist. Empathie-Förderung beginnt dabei für ein Drittel der Menschen vor allem ganzheitlich integriert in mehrere Fächer; 20 Prozent sehen Empathie als vermittelbar über die Lehrkräfte und 18 Prozent fordern sogar ein eigenes Empathie-Schulfach.

Trotz der hohen Erwartungen an Schulen macht die Studie deutlich, dass die Vermittlung von Empathie als soziale Kompetenz vor allem aber eine Erziehungsaufgabe ist: Die Deutschen sehen hier vor allem Eltern (55 Prozent) in der Verantwortung.

Empathie-Förderung stärkt gesellschaftliche Verantwortung

Gleichzeitig stehen viele Schulen vor immensen Herausforderungen: Zwei Drittel der Deutschen nehmen dort zu viel Mobbing, Ausgrenzung und respektlosen Umgang wahr. Knapp die Hälfte (45 Prozent) gibt an, dass es zu viel körperliche Gewalt auf den Schulhöfen gibt. Durch eine stärkere Empathie-Förderung an Schulen erwarten 74 Prozent langfristig einen respektvolleren Umgang miteinander und 68 Prozent sind der Überzeugung, dass Mobbing und Ausgrenzung auf deutschen Schulhöfen zurückgehen würden. Für jede und jeden Zweiten ist klar: Mehr Empathie an Schulen stärkt langfristig die gesellschaftliche Verantwortung.

Relevanz für aktuelle Bildungsdebatten

Der Empathie-Report erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem bundesweit über neue Unterrichtsinhalte diskutiert wird – von Demokratiebildung über Medienkompetenz bis hin zu Vorschlägen, dass Krisenvorsorge oder Zivilschutz stärker in Lehrplänen verankert werden sollen.

Der Report ergänzt diese Debatte nun um eine gesellschaftliche Perspektive. Denn acht von zehn Menschen sehen in Empathie eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen in Krisensituationen solidarisch handeln und Verantwortung füreinander übernehmen. Sie wird sogar als wichtigster Einzelfaktor für solidarisches Handeln in Krisensituationen bewertet. Damit wird Empathie als zentrale Zukunfts- und Resilienzkompetenz wahrgenommen.

„Die Ergebnisse des Empathie-Reports legen nahe, dass gesellschaftliche Resilienz und Krisenfestigkeit nicht allein durch Wissen über Notlagen entstehen. Ebenso wichtig sind soziale Kompetenzen wie Empathie, Rücksichtnahme, Verantwortung und Solidarität – Fähigkeiten, die Menschen dazu befähigen, in Krisen füreinander einzustehen“, so Bernd O. Engelien.

Factbox:

  • 90 Prozent der Befragten fordern laut Empathie-Report der Zurich Versicherung, Empathie stärker als gesellschaftliche Schlüsselkompetenz in Schulen zu fördern
  • Die Mehrheit sieht Schulen als wichtigen Ort, um Empathie, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken
  • 72 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Empathie erlernbar ist und erwarten, dass mehr Empathie-Förderung an Schulen zu einem respektvolleren Miteinander führt
  • Empathie wird von den Befragten als wichtiger Faktor für gesellschaftliche Resilienz, Zusammenhalt und Krisenfestigkeit bewertet

Methodik

Civey hat für die Zurich Gruppe Deutschland vom 08.07. bis 12.07.2026 insgesamt 2.500 Personen ab 18 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind für die befragte Zielgruppe durch Quotierung unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis repräsentativ für Alter, Geschlecht und Bundesland. Civey erhebt Daten mit eigener Technologie unter verifizierten Teilnehmenden.

Tags: BildungDeutschlandJugendlicheSchule
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