Unter dem Titel „FREIHEIT KEIN GEWÖHNLICH DING“ eröffnet die Stadt Feldkirch am 19. Mai 2026, 19 Uhr, eine Ausstellung von Christine Katscher. Die Künstlerin rückt jene wegweisende Urkunde von 1376 in den Fokus, die den Feldkirchern einst frühe Mitbestimmungsrechte sicherte.
Der Freiheitsbrief der Stadt Feldkirch gilt als „Magna Charta“ der lokalen Bürgerrechte. Graf Rudolf V. garantierte damit der Bürgerschaft bereits im 14. Jahrhundert zentrale Privilegien wie die freie Wohnortwahl und Mitspracherechte bei der Einsetzung des Stadtammanns. Für die damalige Zeit war dies ein einzigartiges Dokument. 650 Jahre später dient der originale Freiheitsbrief als Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Freiheit.
Vom Schriftstück zum Kunstwerk
Die bildende Künstlerin Christine Katscher greift Wortverbindungen aus dem Freiheitsbrief heraus und verwandelt sie mit Risografie in zeitgenössische Druckgrafiken. Die Wahl der Druckgrafik erinnert bewusst an die Revolutionierung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1450. Bürgermeister Manfred Rädler betont: „Der Freiheitsbrief markiert den Beginn unserer kommunalen Selbstbestimmung. Dass dieses historische Dokument nun durch Christine Katscher neu interpretiert wird, zeigt die zeitlose Relevanz des Themas.“
Freiheit bedeutet Mitgestaltung
Die Ausstellung begreift Freiheit dabei nicht als bloßen Zustand, sondern als aktiven dynamischen Prozess, der eben „kein gewöhnlich Ding“ ist, sondern immer wieder neu ausgehandelt und verteidigt werden muss. Praktisch erlebbar wird dieses Thema durch begleitende Workshops in Kooperation mit dem Druckwerk Lustenau.
Die Ausstellung ist vom 20. Mai bis zum 15. September 2026 im Palais Liechtenstein zu sehen. Die Eröffnung findet am 19. Mai um 19 Uhr statt. Detaillierte Informationen zum Begleitprogramm sind auf www.feldkirch.at/palais veröffentlicht.
Ausstellung im Palais Liechtenstein
- Titel: FREIHEIT KEIN GEWÖHNLICH DING
- Eröffnung: 19. Mai 2026, 19 Uhr
- Dauer: 20. Mai bis 15. September 2026
- Ort: Palais Liechtenstein, Schlossergasse 8, 6800 Feldkirch
Zur Künstlerin
Christine Katscher studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie an der École des Beaux-Arts in Nantes, Frankreich. Nach einem Arbeitsaufenthalt in Schottland zog sie nach Vorarlberg, wo sie das Druckwerk Lustenau aufbaute und leitete. In ihrer Arbeit schafft sie künstlerische Werke mit den Mitteln der Zeichnung und Druckgrafik. Seit 2019 ist sie als Dozentin im Fachbereich Grafik für Bildnerische Erziehung an der Universität Mozarteum am Standort Innsbruck tätig.












