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Grünspan und Fugengrün: Der Umgang hat sich geändert

von JOSP
24. Mai 2022
in Gsiberg
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In der Vergangenheit war es eine Kernaufgabe des Stadtbauhofes, aufkommenden Grünwuchs (Gras, Moos, Rosettenpflanzen etc.) aus den Fugen der Pflasterung der historischen Altstadt zu entfernen, um ein einwandfreies Ortsbild zu gewährleisten. Mit zunehmender Sensibilisierung in Hinblick auf die Themen Klimaschutz, Klimawandelanpassung sowie Erhalt der Biodiversität ist eine geänderte Haltung gegenüber dieser natürlichen Entwicklung angebracht.

Die Fugenvegetation begünstigt die Aufnahme von Feuchtigkeit und trägt damit dazu bei, das oberflächliche Abfließen von Niederschlagswasser zu verringern. Sie hat einen positiven Einfluss auf das Mikroklima (Verdunstungskühle) und kann sogar Lebensraum für gefährdete Insekten bieten. Und aus bautechnischer Sicht lässt sich festhalten, dass mit der Durchwurzelung des Fugenraums eine höhere Festigkeit der Pflasterung einhergeht. Zudem ist der Wartungsaufwand geringer, weil durch das Entfallen der mechanischen Reinigung (das heißt Saugen und Kehren) kein Abtrag von Fugensand erfolgt. Damit wird verhindert, dass zwischen den Fugen Abfallreste verbleiben.

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Die Art des Fugenbewuchses ist davon abhängig, ob eine Pflasterung begangen oder befahren wird und mit welcher Intensität dies erfolgt. Daraus ergibt sich ein unterschiedliches Fugenbild (wenig Bewuchs in befahrenen oder stark begangenen Bereichen, stärkerer Bewuchs auf Randflächen und entlang von Gebäuden).

Der Stadtbauhof wird weiterhin dafür Sorge tragen, dass Verkehrsflächen im Eingangsbereich von Repräsentationsbauten frei von Aufwuchs sind. Im weiteren Straßenverlauf sollen hingegen nur noch die höher aufkommenden Pflanzen oberflächlich entfernt werden. Die niedrigwüchsige Vegetation wird belassen. Die Stadt Feldkirch wird künftig das Belassen der natürlichen Fugenvegetation aus den genannten Gründen explizit unterstützen.

Tags: FeldkirchNaturPolitikUmwelt
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