Heimatkundeverein Altenstadt: „Üsr Altastadt“ Nr. 18 liegt auf

Heimatkundeverein Altenstadt: „Üsr Altastadt“ Nr. 18 liegt auf
 

Jeweils gegen Jahresende veröffentlicht der Heimatkundeverein als Jahresgabe für seine Mitglieder eine Broschüre mit heimatkundlichem Allerlei. Schriftleiter ist seit Jahren Werner Schatzmann, Obmann des Vereins und gleichzeitig auch Verfasser von Beiträgen. Für das Layout hat sein Sohn David die Verantwortung übernommen.

Das Heft liefert auch heuer interessante Informationen aus Vergangenheit und Gegenwart. Wer weiß schon, dass Altenstädter Bauern einst Alprechte hinter dem Galinakopf in Liechtenstein (s. Bild unten) besaßen. Christoph Volaucnik, Archivar der Stadt Feldkirch, war zufällig auf einen diesbezüglichen Akt gestoßen und forschte daraufhin gründlich weiter und übergab dann seine Forschungsergebnisse in einem zusammenfassenden Bericht dem Heimatkundeverein.

Alpe Guschgfiel

Ein Beitrag von Gerhard Walser befasst sich mit dem ältesten Bildstock von Feldkirch. Er stand bis 2017 auf dem Ardetzenberg auf Altenstädter Grund nahe der Grenze zu Levis. Der steinerne Bildstock mit der Jahreszahl 1764 wurde bei einem Sturm von einer umstürzenden Buche in mehrere Teile zersprengt (Abb. unten). Dank initiativer Personen und edler Spender konnte der Bildstock repariert werden und hat jetzt am Kirchplatz in Levis einen würdigen Standort.

In der Nachkriegszeit hatte Altenstadt durch etliche Winter einen eigenen Eislaufplatz, der von eislaufbegeisterten Idealisten errichtet und betreut wurde. Er befand sich auf dem Areal des heutigen Parkplatzes gegenüber dem Kloster. Ältere Altenstädter können sich noch erinnern, wie Kinder und Erwachsene sich auf dem Eis tummelten.

In jedem Heft wird jeweils eine Altenstädter Persönlichkeit gewürdigt. Diesmal ist es der Künstler Thomas Payr (Bild unten). Werner Schatzmann, ehemals Nachbar des heutigen Künstlers, beschreibt in seinem Beitrag die wechselvolle Berufslaufbahn des Malers und versucht am Beispiel einiger Bilder seine eigenständige Malweise zu deuten.

Altenstadt, ehemals ein Dorf dessen Bevölkerung vorwiegend von der Landwirtschaft und vom Handwerk lebte, wird immer mehr zur Vorstadtsiedung, geprägt durch Geschäfte und Wohnanlagen. Jüngstes Beispiel dafür ist die in der Broschüre erläuterte Grundzusammenlegung „Rebbünten“, einem Areal nahe des Ardetzenberges.

Ein Klassenfoto der Volkschule Altenstadt mit lachenden Mädchen der 1. Klasse des Schuljahrs 1964/65 mit ihrer Lehrerin Anni Kleiner wird bei manchen Frauen nostalgische Erinnerungen wecken. Die reichhaltig illustrierte, 40 Seiten umfassende Broschüre ist in den beiden Geldinstituten des Ortes sowie in der öffentlichen Bücherei um 3 Euro erhältlich.