3 Days to kill

3 Days to kill
 

Von Thomas Bertram

Kevin Costner macht den John Wayne, oder zumindest so ähnlich. John Waynes letzter Film „Der Scharfschütze“ erzählt die Geschichte eines todkranken Revolverhelden, der noch ein großes letztes Gefecht haben will, um in den Stiefeln und nicht am Krebs zu sterben. Und in diesem Film ist Kevin Costner ein CIA-Agent, der nur noch kurze Zeit zu leben hat und für einen letzten mörderischen Auftrag rekrutiert wird, geködert wird er mit der Hoffnung auf ein experimentelles Medikament. Na gut, ist jetzt nicht ganz John Wayne, aber dicht dran. Beide sind jedenfalls nicht mehr edel sondern gehen bedenkenlos über Leichen.

In diesem Film allerdings hat Ethan (Kevin Costner) zu seinem (Un-?)Glück seine pubertierende Tochter (Hailee Steinfeld als Zoe) am Hacken, die seinen Plan ein ums andere Mal über den Haufen wirft. Dadurch springt der Film zwischen knallharter Action und lustigen, verwirrenden, rührenden und skurrilen Momenten hin und her. Sehr kurzweilig, allerdings absolut unglaubwürdig. Doch es ist ein Film und „Der Scharfschütze“ war ja auch nicht realistisch. Zudem erinnert er ein wenig an den anderen Spätfilm von John Wayne: „Der Marschall“. Hier ist ebenfalls ein forderndes junges Mädchen am Start.

In diesem Film darf Kevin Costner alle Facetten seines schauspielerischen Könnens zeigen knallhart, verletzlich, fürsorglich, besorgt, unerbittlich und weich. Das macht er gut. Dass es am Ende sehr zuckersüß wird, ist schade.

Irritiert bin ich von der FSK 12, denn es wird immer wieder wild herumgeballert, Leichen und Blut ohne Ende, da wäre eine FSK 16 angebrachter. Man muss diesen Film nicht gesehen haben, aber Zeitverschwendung ist er auch nicht.

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