10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start Meinung gsi.kolumne

Pseudoinformation

von Red
10. Juni 2020
in gsi.kolumne, Österreich, Politik
A A
Share on FacebookShare on Twitter

Von Dr. Albert Wittwer

Wenn der Ibiza-Scriptschreiber-Hauptdarsteller wieder alle Titelseiten besetzt. Statt die Untersuchungshaftzelle.

WERBUNG

Ein Gutteil der Krise, in der sich unsere Demokratie nach Darstellung der Politologen befindet, ist durchaus auf die Gepflogenheit auch von Qualitätsmedien zurückzuführen, politische Pseudoinformation zu verbreiten. Wohlgemerkt: Nicht Falschnachrichten, neudeutsch Fake-News, auch nicht „alternative Fakten“, sondern Kaffeesud. Wer die Berichte der letzten fünf Jahre über MeinlBank/Buwog/Hypo-Alpe-Halldordria usw. nicht lückenlos memorieren kann, hat keine Ahnung, wovon der vermeintlich tagesaktuelle Artikel handelt. Es gibt Qualitätsmedien, die eine fixe Kolumne für den amtierenden US-President einrichten.

Warum schreibe ich „für“? Weil es ihm dienlich ist, auch seinen kleineren Verwandten im Geiste nützt. Das schlimmste für einen Politiker ist es, nicht bemerkt zu werden. Besser ein Verriß als unbeachtet. Ist er nicht dreimal wöchentlich in den Medien, hält er sich für tot. Sie entschuldigen wieder die männliche Form. Die Damen müssen sich noch sehr anstrengen? Nein, sie brauchen es nicht, die bewundernswerten Regierungschefinnen in Deutschland, Neu Seeland, Island, Estland, Dänemark und anderswo. Sie schaffen es ohne Klamauk, ohne klerikale Inszenierung! Es ist also möglich.

Der Staatliche Rundfunkt leidet in den Hauptnachrichten sowieso an Übermoderation: „Wie ist denn die Stimmung in London/Brüssel/Rom/Berlin/der EU“ bildet für mich eine qualifizierte Einladung, den Sender zu wechseln. Denn die Einladung an die residierende Korrespondentin vor dem Weißen Haus oder dem Buckingham-Palast vor laufender Kamera zu salbadern, ist zu verlockend. Die Queen ist „not amused“. Man denke!

Warum tun die das? Weil man es verkaufen kann, weil es gelesen wird, weil es unsere Vorurteile behaglich bestätigt? Aber wir möchten doch in Wahrheit echte Information, wirkliche Hintergründe. Brauchen wir die Politiker, um uns zu unterhalten?

Sie tun es, weil es bequem ist. Anstrengungsloser, recherchefreier Content. Die Auslandskorrespondenten könnten genausogut von Wien aus einige – sagen wir – englische oder amerikanische Texte im Internet lesen oder hören, um das zu produzieren. Wäre aber für sie weniger lustig. Davon gibt es Ausnahmen, etwa Carola Schneider aus Moskau, Christian Wehrschütz aus Kiew. Eines der schlimmsten Schicksale muß es sein, als politischer Tagesjournalist sein Brot zu verdienen, während gefühlt hundertfünfzig Kollegen das „Wording“ für die Pressekonferenzen des Kanzlers eines Kleinstaates  inszenieren. Immer noch ein Renner: Persönliche Entfaltung dank neurolinguistischer Programmierung.

Warum ist Pseudoinformation für die Demokratie gefährlich? Unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt. Wie wir darauf angewiesen sind, die Daten auf den Lebensmittelpackungen nicht lesen zu müssen,  sind wir als Demokraten darauf angewiesen, daß die Redaktionen einen guten Job machen.

Die Oligarchennichte auf Ibiza war falsch. Echt, von niemand suggeriert und offenbar straflos war der Versuch, zack, zack, zack,  die nach Auflage bedeutendste österreichische Tageszeitung unter  direkten, persönlichen politischen Einfluß zu bringen. Wer hätte bezahlt? Wir alle,  mit zusätzlichen Pseudoinformationen abgespeist, unsere Republik durch die Verscherbelung unserer öffentlichen Wasserversorgung  und getürkte Bauaufträge.

teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Austrian Airlines Rettung – ein schlechter Deal

nächster Artikel

Messbare Erfolge sichtbar machen

weitere interessante Artikel

Stephan Agnolazza (Liechtenstein Finance), Johannes Hahn, Präsident der Österreichischen Nationalbank, Eva Komarek von
Liechtenstein

Regierungsrat Hubert Büchel zu wirtschaftspolitischen Gesprächen in Wien

11. September 2026
Dr. Albert Wittwer
gsi.kolumne

Alberts Notion: Die KI und das moralische Dilemma

9. September 2026
Fotocredit: Vorarlberger Landtag
Politik

Dänischer Botschafter zu Arbeitsgespräch in Vorarlberg

3. September 2026
v.l.n.r. Frau Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung; Frau Yuriko Backes, Ministerin für Gleichstellung und Diversität; Emanuel Schädler, Minister für Gesellschaft und Justiz; Frau Elisabeth Baume-Schneider, Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern; Frau Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bild: IKR/Roland Korner
Liechtenstein

Liechtenstein empfängt Gleichstellungsquintett zu Gesprächen über die Auswirkungen von KI und soziale Medien

2. September 2026
nächster Artikel

Messbare Erfolge sichtbar machen

Kommentare 1

  1. Thomas Bertram says:
    6 Jahren her

    Du hast so was von recht! Und wir alle machen uns mitschuldig. Vor vielen Jahren, als das Privatfernsehen in Deutschland erst aus dem Ei kroch, gab es da diesen Witz: Woran erkennt man den wahren Intellektuellen? Antwort: Er schaut die Tagesschau nur im Dritten Programm.
    In diesem Sinne: Umschalten!

Heute beliebt

  • Rainhard Fendrich und Band live auf der Seebühne Bregenz. Foto: Bandi Koeck

    Reinhard Fendrich in Bregenz: Zwei Stunden Wiener Lebensgefühl unter freiem Himmel

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Baustart für Neubauprojekt Kapfturm in Feldkirch

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Dornbirner Herbstmesse startet mit neuen Themenwelten und sechs Euro Eintritt

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Nackt, ehrlich, ungewöhnlich – Antje Mönning liest entblößt und entblößt zugleich

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Podcast „Traut euch Kinder!“: Wie prägen belastende Kindheitserfahrungen?

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Die KI und das moralische Dilemma

von ALWI
9. September 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Island, Nation der Walfänger

von ALWI
1. September 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Honorare in der Justiz

von ALWI
23. August 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Arbeit als Berufung – „Bescheidenheit schafft Gelingen“

von ALWI
16. August 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist