Zum 20. Mal veranstaltet der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V. sein Charity-Dinner zugunsten der Spendenkampagne „Raum der Namen“.
Am 2. November 2026 um 18 Uhr kommen dafür Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft im Hotel Adlon Kempinski Berlin zusammen. Festrednerin des Jubiläumsabends ist Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags. Seit zwei Jahrzehnten verbindet der Förderkreis das Dinner mit einem klaren gesellschaftlichen Anliegen: ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus und für Toleranz, Respekt und die Rechte aller Menschen zu setzen.
Das Jubiläum steht unter dem Motto „Nie aufhören anzufangen! Ein Zeichen setzen gegen Rechts!“. Mit den Erlösen der vergangenen Benefizdinner konnten bereits rund 14.000 Hör-Biografien ermordeter jüdischer Kinder, Frauen und Männer recherchiert, eingesprochen und in den „Raum der Namen“ aufgenommen werden. Im „Raum der Namen“ werden ihre individuellen Lebensgeschichten hörbar und die Erinnerung an die Ermordeten bewahrt.
In diesem Jahr richtet der Förderkreis den Blick besonders auf die Pogrome des Sommers 1941 in Lemberg, Kaunas, Jedwabne und Jassy. Tausende Jüdinnen und Juden wurden dort Opfer antisemitischer Gewalt. Viele ihrer Namen und Biografien sind bis heute kaum bekannt. Die Einnahmen und Spenden des Abends sollen dazu beitragen, weitere Lebensgeschichten zu recherchieren, zu bewahren und im „Raum der Namen“ hörbar zu machen.
20 Jahre Charity-Dinner – Erinnerungsarbeit und Zivilcourage
Zu den Fest- und Tischrednerinnen und -rednern der vergangenen zwei Jahrzehnte gehörten hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, darunter Angela Merkel, Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble, Jean-Claude Juncker und Jens Weidmann.
Ein fester Bestandteil des Charity-Dinners ist außerdem der „Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus“, den der Förderkreis gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin verleiht. Der Preis wurde 2010 erstmals vergeben. Seither wurden Einzelpersonen, Bürgerinitiativen und Organisationen geehrt, die sich mit besonderem Mut und Engagement gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus und für demokratische Werte einsetzen.
Zu den Ausgezeichneten der vergangenen Jahre zählen unter anderem die Lausitzer Rundschau, der Verein Chemnitzer Bürgerfest e. V. und die Berliner Bürgerinitiative Hufeisern gegen Rechts. 2025 wurden die Bürgermeisterin von Spremberg/Grodk, Christine Herntier, sowie die Initiativen „Unteilbar Spremberg“ und „AG Spurensuche“ ausgezeichnet.
Auch 2026 wird der mit 2.000 Euro dotierte Preis im Rahmen des Jubiläumsdinners verliehen. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Unterstützt wird die Spendenkampagne „Raum der Namen“ auch in diesem Jahr von prominenten Botschafterinnen und Botschaftern, darunter Anne Will, Iris Berben, Mo Asumang, Prof. Dr. Peter Raue und Ulli Zelle. Am Empfang des Jubiläumsabends nimmt zudem Julia Klöckner, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, teil.
Das 20. Charity-Dinner steht damit nicht nur für zwei Jahrzehnte kontinuierlicher Erinnerungsarbeit, sondern auch für den Anspruch, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsradikalismus weiterhin entschieden entgegenzutreten.











