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Die Stadt der Holzmenschen: Wenn das Reichenfeld zum Spielplatz wird

von BK
3. September 2026
in döt.gsi, Kultur
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Der Franzose Laurent Foucaut bereichert das Reichenfeld mit seinen süßen Holzfiguren. Foto: Bandi Koeck

Der Franzose Laurent Foucaut bereichert das Reichenfeld mit seinen süßen Holzfiguren. Foto: Bandi Koeck

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Eine interaktive Installation von Laurent Foucaut aus Frankreich beim 38. Luaga & Losna Theaterfestival für ein junges Publikum

Wer das Reichenfeld in diesen Tagen betritt, kann einer ungewöhnlichen Stadt begegnen. Sie besteht nicht aus Beton, Glas und Asphalt, sondern aus Holz – und ihre Bewohner sind kleine Holzmenschen. Mit „Die Stadt der Holzmenschen“ bringt der französische Künstler Laurent Foucaut eine interaktive Installation nach Feldkirch, die junge Besucher nicht einfach betrachten, sondern selbst entdecken und verändern können.

Die Arbeit ist Teil des 38. Luaga & Losna Theaterfestivals für ein junges Publikum. Dabei erweitert Foucaut den klassischen Theaterbegriff: Es gibt keine Bühne im herkömmlichen Sinn und kein Publikum, das still auf seinen Plätzen sitzt. Stattdessen entsteht ein offener Spiel- und Erfahrungsraum, in dem die Kinder selbst zu Akteuren werden.

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Laurent Foucaut aus Frankreich in Feldkirch. Foto: Bandi Koeck/Gsi.News

Das Material Holz steht dabei im Mittelpunkt. Es wirkt vertraut, natürlich und unmittelbar. Die einzelnen Elemente der Installation laden dazu ein, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu entdecken und eigene Geschichten entstehen zu lassen. Aus der Begegnung mit den Holzfiguren und den Bestandteilen ihrer Stadt entwickelt sich ein Spiel, dessen Verlauf nicht vollständig vorgegeben ist.

Gerade darin liegt der Reiz der Installation. Kinder können ausprobieren, kombinieren, verändern und eigene Szenarien entwickeln. Die „Stadt“ wird damit nicht nur zu einem Ausstellungsobjekt, sondern zu einem Ort der Begegnung und der Fantasie. Jeder Besucher kann seinen eigenen Zugang finden.

Foucauts Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von bildender Kunst, Theater und partizipativer Kulturvermittlung. Die Installation verlangt keine besonderen Vorkenntnisse und erklärt sich weitgehend über das eigene Tun. Das macht sie insbesondere für ein junges Publikum interessant: Nicht die Interpretation eines fertigen Kunstwerks steht im Vordergrund, sondern die unmittelbare Erfahrung.

Auch der Ort spielt eine wesentliche Rolle. Im Reichenfeld trifft die künstlerische Installation auf einen öffentlichen und offenen Raum. Dadurch wird das Festivalgeschehen aus den klassischen Theater- und Veranstaltungsräumen hinausgetragen. Wer vorbeikommt, kann stehen bleiben, beobachten und schließlich selbst Teil des Geschehens werden.

„Die Stadt der Ho

lzmenschen“ zeigt damit beispielhaft, wofür Luaga & Losna seit vielen Jahren steht: Theater und Kunst für ein junges Publikum müssen nicht zwangsläufig auf einer Bühne stattfinden. Sie können auch dort entstehen, wo Kinder selbst handeln, entdecken und ihre eigene Vorstellungskraft einsetzen.

Laurent Foucaut schafft mit seiner Installation einen kleinen Gegenentwurf zur durchorganisierten Welt: eine Stadt, deren Bedeutung erst durch ihre Besucher entsteht. Im Reichenfeld wird sie zum temporären Lebensraum aus Holz – und zu einem Ort, an dem aus wenigen einfachen Elementen immer wieder neue Geschichten entstehen.

Tags: FeldkirchFreizeitKinderKulturKunst
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