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Elvana & Nic Cage Against The Machine: Wahnsinn, Witz und volle Eskalation im Conrad Sohm

von BAKI
18. April 2026
in gsi.musik, Kultur
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Elvana rockten zum dritten Mal den Prachtclub Conrad Sohm in Dornbirn. Fotos: Bandi Koeck

Elvana rockten zum dritten Mal den Prachtclub Conrad Sohm in Dornbirn. Fotos: Bandi Koeck

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Das Conrad Sohm wurde am gestrigen Abend einmal mehr zum Epizentrum eines musikalischen Ausnahmezustands. Zum dritten Mal gastierten die US-Rocker Elvana in Dornbirn – und lieferten eine Show ab, die in Sachen Energie, Absurdität und Publikumsnähe neue Maßstäbe setzte.

Ein Auftakt, der bereits alles sprengte

Den Abend eröffnete die ebenso schräge wie geniale Vorband Nic Cage Against The Machine. Schon ihr Konzept ließ aufhorchen: Jedes Bandmitglied verkörperte eine andere Rolle aus dem Kosmos von Nicolas Cage. Frontmann und Sänger präsentierte sich zunächst im Priestergewand, bevor er sich im Laufe der Performance bis auf eine schneeweiße Unterhose und ein Tiger-T-Shirt entkleidete – eine Inszenierung, die irgendwo zwischen Theater, Parodie und Rock-Exzess angesiedelt war.

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Musikalisch wie visuell jagte ein Highlight das nächste: Die legendäre „Bees, bees!“-Szene wurde mit voller Hingabe zelebriert, ebenso fanden Anspielungen auf „Matrix“ ihren Weg in die Performance. Songs wie „Bulls on Parade“ (mit einem Augenzwinkern als „We are Nic Fuckin“) oder „Bombtrack“ (Tony Hawks) wurden mit humorvollen Zwischentönen und beeindruckender Bühnenpräsenz dargeboten. Auch „Guerrilla Radio“, „Bullet in the Head (Short)“, „Wake Up“ und „Killing in the Name“ gehörten zum Set – letzterer als furioser Abschluss eines ohnehin denkwürdigen Auftritts. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt längst auf Betriebstemperatur.

Elvana: Wahnsinn ab der ersten Minute

Pünktlich um 21:00 Uhr betraten Elvana die Bühne – und von der ersten Sekunde an gab es kein Halten mehr. Die Mischung aus Elvis Presley-Attitüde und Nirvana-Sound funktionierte erneut perfekt und entfaltete live eine geradezu magnetische Wirkung.

Die leicht veränderte Setlist im Vergleich zu den Auftritten im Winter 2024 und 2025 sorgte für zusätzliche Spannung. Klassiker wie „Territorial Pissings“, „In Bloom“, „Come As You Are“ und „All Fucked Up“ wurden mit Elvis-typischem Hüftschwung und unverkennbarer Stimme neu interpretiert. Besonders kreative Mashups wie „Scentless Hound Dog“ oder „Polly / Always on My Mind“ zeigten eindrucksvoll, wie nahtlos sich zwei scheinbar gegensätzliche musikalische Welten verbinden lassen.

Auch tiefere Cuts und Überraschungen fehlten nicht: „Rape Me Tender“, „A Little Less Teen Spirit“ oder „Heartbreak – Lithium“ sorgten für begeisterte Reaktionen. Mit „Breed“ und „Drain You / Suspicious“ wurden zudem Songs präsentiert, die durch ihre spezielle Interpretation live noch einmal eine ganz eigene Dynamik entwickelten. Der Abschluss mit „Viva Las Vegas“ setzte schließlich einen ironisch-glamourösen Schlusspunkt.

Frontmann als Naturgewalt

Der Frontmann von Elvana erwies sich einmal mehr als absolute „Rampensau“. Immer wieder suchte er die Nähe zum Publikum, stürzte sich in die Menge und schuf Momente, in denen Bühne und Zuschauerraum vollständig miteinander verschmolzen. Sein Gespür für Timing, Interaktion und Dramaturgie machte den Auftritt zu einem durchgehend intensiven Erlebnis.

Publikum zwischen Ekstase und Staunen

Auffällig war die Mischung im Publikum: Viele Besucher waren bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei und wussten genau, was sie erwartete – und wurden dennoch überrascht. Gleichzeitig gab es zahlreiche „Firsttimers“, die sich innerhalb kürzester Zeit von der einzigartigen Atmosphäre mitreißen ließen. Von der ersten bis zur letzten Minute herrschte Ausnahmezustand.

Fazit

90 Minuten lang boten Elvana eine Show, die irgendwo zwischen Tribute, Parodie und eigenständigem Kunstwerk angesiedelt ist – und genau darin liegt ihre Stärke. In Kombination mit der völlig durchgedrehten Performance von Nic Cage Against The Machine entstand ein Konzertabend, der in Erinnerung bleibt.

Wer dabei war, wird diesen Abend nicht vergessen. Und wer ihn verpasst hat, dürfte spätestens jetzt wissen, dass ein weiteres Gastspiel Pflicht ist.

Tags: DornbirnDötgsiKonzertMusik
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