Wer Serkan Akman begegnet, trifft keinen kühlen Paragraphenreiter, sondern einen wachen, zugewandten Geist mit Sinn für Präzision – und Humor. In seiner Kanzlei in Feldkirch, ergänzt durch eine Dependance in Wien, verbindet der 42-jährige Jurist wirtschaftsrechtliche Expertise mit einer klaren Haltung: konsequent, zielgerichtet, menschlich. Und manchmal auch überraschend komisch.
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Vom Zufall zur Berufung
Der Weg in die Juristerei war bei Akman kein geradliniger Kindheitstraum. Nach der Matura schwankte er zwischen Medizin und Jus – bis ein eher drastisches Erlebnis im Seziersaal die Entscheidung beschleunigte:
„Das Erste, was ich gemacht habe, war den Nerv zu durchtrennen, den ich nicht durchtrennen durfte. Da wusste ich: Medizin wird schwierig.“
Was zunächst wie ein Umweg wirkte, entpuppte sich als glücklicher Volltreffer. Das Interesse wuchs mit jedem Semester, die Inhalte lagen ihm – und bald wurde klar: Hier passt alles zusammen. Sprache, Struktur, Strategie.
Klarheit statt Klischee
Akman gehört nicht zu jenen Juristen, die ihre Motivation mit pathetischen Gerechtigkeitsfloskeln erklären. Sein Zugang ist nüchterner – und gerade deshalb überzeugend.
Er arbeitet dort, wo wirtschaftliche Interessen, Verantwortung und rechtliche Präzision zusammenkommen. Emotionale Konfliktfelder wie Familien- oder Erbrecht meidet er bewusst. Stattdessen konzentriert er sich auf das, was er „sein Terrain“ nennt: Zivil- und Wirtschaftsrecht.
Diese Klarheit zeigt sich auch im Umgang mit Mandanten. Wer zu ihm kommt, bekommt keine juristischen Worthülsen, sondern strukturierte Lösungen – und eine ehrliche Einschätzung.




Kanzlei mit Charakter
Seine Kanzlei in der Feldkircher Altstadt spiegelt genau das wider: Individualität statt Standard. Alte Möbel, neu gedacht, zusammengestellt von einem Künstler mit Blick fürs Ganze.
Akman wollte bewusst keinen austauschbaren Designraum, sondern eine Umgebung mit Geschichte. Das Ergebnis: ein Ort, der nicht geschniegelt wirkt, sondern lebendig – genau wie seine Arbeit.
Zwischen Wien und Welt
Neben Feldkirch ist Wien ein zweiter wichtiger Standort. Die Stadt hat ihn geprägt, und sie lässt ihn nicht los.
Dazu kommt ein internationaler Blick: Istanbul spielt sowohl privat als auch beruflich eine Rolle. Dort ist Akman unter anderem im Verwaltungsrat einer Versicherung tätig. Die Verbindung zwischen West und Ost, zwischen Okzident und Orient ist für ihn kein Schlagwort, sondern gelebte Realität. Er ist ein Brückenbauer und kennt beide Kulturen und Sprachen gut.
Wenn Recht zu Komik wird
So ernst der Beruf oft ist – gerade die außergewöhnlichen Momente bleiben hängen. Zwei Fälle zeigen, wie nah Recht und Komik manchmal beieinander liegen.
Fall 1: Der ehrliche Angeklagte
Ein junger Mann gesteht zahlreiche Einbrüche und soll mit einer milden Lösung davonkommen – alles läuft perfekt. Reue, Einsicht, Tränen.
Bis aus dem Zuschauerraum plötzlich die Mutter aufsteht und ruft:
„Dejan, warum lügst du?“
Der Moment? Unbezahlbar. Die Stimmung kippt – ins Heitere. Am Ende gibt es trotzdem eine milde Lösung.
Akman kommentiert trocken:
„Manchmal entscheidet nicht nur das Gesetz, sondern auch das Timing der Familie.“
Fall 2: Die Verhandlung vor Ort
Eine Klägerin rutscht angeblich wegen Reinigungsmitteln aus – also wird direkt am Tatort verhandelt.
Was folgt, wirkt wie eine Szene aus einer Komödie:
- Ein Zeuge dampft während der Aussage seelenruhig vor sich hin.
- Ein Nachbar erscheint zur Zeugenaussage oben ohne – und kehrt im durchsichtigen Tanktop zurück.
- Und schließlich wird bei einer Demonstration mit dem Reinigungsmittel aus Versehen der Schuh des Gegenanwalts gebleicht
Akman dazu:
„Ich bin danach ins Auto gestiegen und habe einfach gelacht. Solche Tage retten dir manchmal den ganzen Beruf.“
Ernst mit Haltung
Hinter all dem Humor steht jedoch ein klarer Blick auf das Rechtssystem. Akman betont die hohe Qualität der österreichischen Justiz und widerspricht populären Schnellurteilen aus Medien und Öffentlichkeit.

Der Mensch hinter dem Anwalt
Neben der Arbeit bleibt Raum für Leidenschaft: Fußball – insbesondere für Fenerbahçe – gehört dazu. Früher war Serkan Akman aktiv, heute als Fan.
Und vielleicht beschreibt genau das seine Haltung am besten: engagiert, loyal, mit Ausdauer – und immer mit einem gewissen Augenzwinkern.
„Recht ist ernst. Aber es schadet nicht, wenn man dabei auch einmal lachen kann.“ Mag. Serkan Akman
Factbox
- Name: Mag. Serkan Akman
- Alter: 42
- Beruf: Rechtsanwalt
- Standorte: Feldkirch und Wien
- Schwerpunkte: Gesellschaftsrecht, Immobilien- und Baurecht, Versicherungsrecht, Prozessführung
- Erfahrung: rund 20 Jahre im Beruf
- Sprachen: Deutsch, Türkisch
- Besonderes: internationale Bezüge, u. a. Istanbul
- Arbeitsstil: konsequent, strategisch, menschlich
- Kontakt: www.akman.at











