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Vorarlberger sind gesellschaftliche Stütze: Dankesfest für 600.000 MoHi-Einsatzstunden

von Red
1. Juni 2022
in döt.gsi, Gsiberg
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Beim Landestreffen der ARGE Mobile Hilfsdienste im Feldkircher Montforthaus stand der Dank an die MOHI-Helfer:innen für ihren Einsatz im Vordergrund.

Begleitet, betreut, unterstützt oder entlastet zu werden ist nicht selbstverständlich – Vorarlberg hat hier mit seinen Mobilen Hilfsdiensten eine österreichweit einzigartige Einrichtung. Die MoHi-Helfer waren während der Pandemie stark gefordert. Die veränderten Besucherregelungen in Pflegeheimen und Sozialzentren brachten im Vorjahr erheblichen Planungs- und Organisationsaufwand mit sich. Auch viele private Betreuungssituationen wären in der Coronazeit aufgrund der coronabedingt teils fehlenden 24-Stunden-Betreuer:innen ohne die mobilen Hilfsdienste kaum zu bewältigen gewesen.

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Land Vorarlberg dankt

Aus allen Landesteilen – vom Bregenzerwald bis zum Außermontafon waren 630 Helferinnen und Helfer gekommen. Am Nachmittag wurde die Geschichte des Studierstädtle Feldkirch durch mehrere Stadtführungen erkundet, im Anschluss ging die von Demenzclown Marcel Briand (Bild unten) mit humorvoller Thematisierung des Pflegethemas moderierte Dankeschönfeier über die Montforthausbühne.

MOHI-Vorsitzende Kitty Hertnagel und Geschäftsführerin Simone Bemetz-Kochhafen dankten allen für den unermüdlichen Einsatz, der mit viel Herzblut und Empathie und intuitivem Einfühlungsvermögen durchgeführt wird. Landesrätin Katharina Wiesflecker sprach den engagierten „Mohis“ für ihren täglichen Einsatz den Dank des Landes aus: Der Mobile Hilfsdienst ist ein unverzichtbares Dienstleistungs- und Entlastungsangebot in der Betreuungslandschaft Vorarlbergs. Als kleines Zeichen der Anerkennung gab es für 50 Geehrte, die 20, 25 oder sogar 30 Jahre für den MoHi tätig sind Präsente und Gratulationen: Ein Schuhlöffel als sinniges Präsent und praktisches Hilfsmittel sowie Feldkirch-Gutscheine.

Dem Dank schloss sich auch der Feldkircher Stadtrat Guntram Rederer an. Als wichtige Partner nahmen Nikolaus Blatter, Fachbereichsleiter im Amt der Vorarlberger Landesregierung sowie Geschäftsführerin Angela Jäger und Obmann Wolfgang Rothmund von der Hauskrankenpflege Vorarlberg an dem Treffen teil.

2000 „MoHis“ im Einsatz

Die 48 mobilen Hilfsdienste mit 1949 Helfer:innen – der Männeranteil liegt bei 6 % – sorgten 2021 mit über 601.000 Einsatzstunden dafür, dass Personen weiterhin zuhause betreut werden können. Die Altersspanne reicht von unter 20jährigen bis über 80jährigen (!) Helfer:innen. Von der Spaziergangsbegleitung über hauswirtschaftliche Hilfsdienste bis zum betreuten Mittagstisch, der mobilen Familienentlastung und Tagesbetreuung, dem Besuchsmanagement und Aushilfe in Pflegeheimen und ganz neu die Mehrstundenbegleitung reichen die MoHi-Leistungen. Künftig soll noch mehr Personal für die komplexer werdenden Aufgaben in der Betreuung zur Verfügung stehen. Aktuell sind 12 % der Helfer:innen angestellt, der Rest hat Vermittlungs oder freie Dienstverträge. Der Anstellungsgrad soll weiter erhöht werden. Auch das vom Gesundheitsfonds subventionierte OTAGO-Sturzpräventionsprogramm wird über die Mobilen Hilfsdienste angeboten.

Lückenschluss Mehrstundenbegleitung

Das Angebot der Mehrstundenbegleitung nahm coronabedingt Schwung auf. Es bildet einen Lückenschluss zwischen den bestehenden stundenweisen Leistungen und einer 24-Stunden-Betreuung bzw. einem stationären Heimaufenthalt. „Für die Begleitung ab vier Stunden pro Tag bzw. ab 20 Stunden in der Woche wird ein Teil des Tarifs vom Land Vorarlberg gestützt“, erläuterte LR Katharina Wiesflecker. „So können wir Menschen helfen, die eine intensivere Betreuung benötigen“, ergänzt Kitty Hertnagel. Mehr auf www.mohi.at

Tags: FeldkirchVorarlberg
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