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Das Gender-Problem: Sprachexperte Pavel Skrivanek klärt auf, warum gendergerechte Formulierungen notwendig ist

von Red
5. Februar 2022
in Welt
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© Christoph Scholz

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Gendern – muss das wirklich sein? Es handelt sich hierbei um eine Frage, die sich viele Menschen tagtäglich stellen und dabei spielt es keine Rolle, ob sie selbst Texte in gendergerechter Sprache schreiben oder diese nur lesen. Schließlich ist es mit einigem Aufwand verbunden, sämtliche Nomen geschlechtsneutral oder eben gegendert zu formulieren und unsere gewohnte Leseweise muss sich ändern. Wäre es da nicht einfacher, auf geschlechtergerechte Ausdrucksweisen zu verzichten, schließlich sind ja eh alle Menschen gemeint? Die Antwort auf diese Frage kann nur nein lauten, weiß der Sprachexperte Pavel Skrivanek. 

Der Firmengründer und tschechische Marktführer für Übersetzungsdienstleistungen hat uns in einem exklusiven Interview erläutert, wieso es uns Menschen so schwerfällt, unsere Ausdrucksweise zu ändern, warum jedoch genau das wichtiger denn je ist, wenn wir in einer gerechteren Welt leben wollen. Wie Sprache dazu beitragen kann, Stereotypen endgültig hinter uns zu lassen, klassische Rollenmodelle aufzubrechen und für Chancengleichheit zu sorgen, sind Dinge, die er im Detail erklärt. 

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Ich spreche also bin ich

Bis heute ist es noch immer Gang und Gebe vor allem gesellschaftlich anerkannte Berufe hauptsächlich in der männlichen Form zu verwenden. So wird jeder von uns bei einer unbekannten Person eher von einem „ Arzt“ oder „Professor“ sprechen, während wir nur dann „Ärztin“ oder „Professorin“ verwenden, wenn wir uns ganz sicher sind, dass es sich um eine Frau handelt. Der Grund dafür ist nicht zuletzt in sprachlichen Lernmustern zu finden, die wir uns bereits in der Kindheit aneignen und unser Leben lang verwenden, wenn wir nicht gezielt darauf achten, diese zu ändern. Das kann jedoch dazu führen, sofort an einen Mann als Akademiker zu denken und Frauen gar nicht in dieser Rolle zu sehen. Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts werden solche Berufe daher immer noch seltener zugetraut als ihren männlichen Kollegen und sie müssen sich häufiger beweisen. Durch einen korrekten und somit geschlechtergerechten Sprachgebrauch ist es möglich, diese alten Denkweisen endlich aufzubrechen und für alle Menschen die gleichen Grundbedingungen zu schaffen.   

Eine gegenderte Ausdrucksweise sorgt für mehr Toleranz und Respekt

Selbstverständlich schließen viele Menschen verschiedene Personengruppen wie Frauen oder Transgender nicht absichtlich aus, wenn sie ausschließlich die männliche Form verwenden. Dennoch hat es sehr viel mit Respekt gegenüber diesen Menschen zu tun, sie ebenfalls aktiv zu erwähnen und ihnen somit zu vermitteln, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Schließlich steht in unserem Verfassungsrecht geschrieben, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Des Weiteren gilt dringend zu bedenken, aus welchem Umfeld die lautstärksten Kritiker des Genderns in erster Linie stammen. Es handelt sich hierbei nämlich sehr häufig um ein rechtsextremes und antidemokratisches Milieu und dessen sollte man sich unbedingt bewusst sein, bevor man sich gegen eine geschlechtsneutrale Formulierung ausspricht.  

Möge die Macht mit euch sein

Sieht man sich sowohl die internationale als auch nationale Politik genauer an, fällt eines sehr schnell auf: Frauen sind noch immer stark unterrepräsentiert und dies lässt sich auch in der Privatwirtschaft beobachten, denn die meisten hohen Positionen werden immer noch von Männern besetzt. Inwieweit dies auf einen geschlechterdiskriminierenden Sprachgebrauch zurückzuführen ist, kann nicht nachgewiesen werden. Worüber wir uns jedoch definitiv im Klaren sein sollten ist, dass wir mit unserer Sprache Realität erschaffen und wir so an alten Strukturen festhalten. Beginnen wir jedoch damit, eine geschlechtergerechte Sprache zu etablieren, können wir dafür sorgen, Menschen ein stärkeres Selbstwertgefühl zu vermitteln und sie somit dabei zu unterstützen, neue Wege zu gehen und sich mehr zuzutrauen. Vor allem Kindern gegenüber beziehungsweise vor ihnen ist es aus diesem Grund besonders wichtig, eine diskriminierungsfreie Sprache zu verwenden.  

Aber der Lesefluss leidet unter dem Gendern…

Von vielen Gegnern des geschlechtergerechten Sprachgebrauchs hört man immer wieder, Texte wären schwieriger zu lesen, wenn gegendert wird und es ist zudem sehr aufwendig. Solltest du diese Argumente hören, kannst du von heute an auf die zahlreichen Vorteile hinweisen, die eine gendergerechte Sprache mit sich bringt. Zudem ist das Lesen und Schreiben immer eine Sache der Gewohnheit und vor allem Kinder, die von Anfang mit gegendert formulierten Texten konfrontiert werden, haben bestimmt nie das Gefühl, diese zu lesen sei anstrengender. Wir sollten daher erst dann darüber beginnen zu diskutieren, ob das Gendern wirklich benötigt wird, wenn eine komplette Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern erreicht ist und bis dahin ist es noch ein weiter Weg.  

Fazit

Gendern als wichtiger Schritt zu einer gerechteren Welt

Natürlich kann ein geschlechtergerechter Sprachgebrauch nicht alleine für die Gleichberechtigung zwischen Männern, Frauen , Trans*- und Inter*-Menschen sorgen, doch tatsächlich leistet er einen viel wichtigeren Beitrag auf dem Weg dorthin, als die meisten von uns vermuten. Daher wird es Zeit, dem Binnen-I, dem Genderstern, dem Schrägstrich, dem Doppelpunkt oder der Geschlechterneutralisierung endlich den Raum in unseren Texten, Fachartikeln und anderen schriftlichen Beiträgen zu gewähren, den sie verdienen. Denn auf diese Weise werden sich nicht nur viele Personengruppen endlich wahrgenommen fühlen, zusätzlich kommt es zu einer Sensibilisierung gegenüber diesem so wichtigen Thema und das ist wohl einer der wichtigsten Gründe, warum wir endlich auf eine gendergerechte Sprache achten sollten. 

Tags: KulturTrend
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Kommentare 2

  1. Peter says:
    4 Jahren her

    Bravo. Ich kann dem Autor nur zustimmen

  2. Ingo Lechner says:
    4 Jahren her

    Das sind doch an den Haaren herbeigezogene Argumente.

    Gendern verhunzt die Sprache – ja es zerstört sie geradezu.

    Der Lesefluss wird extrem gehemmt – vom Sprechen – gar nicht zu reden.

    Oder versuchen Sie einmal das „*“ in einer Diskussion auszusprechen.

    Ich bin als Mann gerne bereit nur mehr die weiblichen Formen zu verwenden – da fällt mir kein Stein aus der Krone und meine Identität wird in keiner Weise beschädigt;

    Ich habe als Kind schon gelernt, dass Mann den Frauen in den Mantel hilft, die Türe aufhält usw..

    Warum sollen wir also in Zukunft nicht ausschliesslich weibliche Formen verwenden?

    Dann ist aber Schluss mit der blöden Gender-Diskussion.

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