Corona-Tipps und Tricks bei Haarnachwuchs

Corona-Tipps und Tricks bei Haarnachwuchs
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Wer derzeit seinen Haushalt mit einer Friseurin oder Friseur teilt, kann sich glücklich schätzen. Die Friseursalons sind derzeit geschlossen und viele Österreicherinnen und Österreicher stehen jetzt vor einem unschönen Problem, was auch in den sozialen Netzwerken mit lustigen Wettbewerbsfotos fleißig geteilt wird: die Rede ist vom Haarnachwuchs. Ich habe mich im Haarschneidemilieu umgehört und von Hairstylistin Resi wertvolle Tipps und Tricks zur Pflege Rund um die Haarpracht erhalten.

„Für die Haaransatzfärbung gibt es einige Produkte wie Abdeckstift, Haarmascara, Haar-Marker-Stift, getönter Schaumfestiger oder Trockenshampoo. Diese Produkte erhält man momentan in Drogeriemärkten, aber auch in größeren Lebensmittelgeschäften,“ erzählt mir die erfahrene Frisörin. „Diese Produkte dienen als Notlösung zur Kaschierung für kurze Zeit. Wer mehr wagen möchte, besorg sich eine Tönung. Je heller die Haare und dunkler die Tönung, desto besser greift sie, bei dunklen Haaren weniger (Achtung bei vorherigen Strähnen). Nach einigen Waschvorgängen ist die Farbe wieder weg. Auch wäre es ratsam, kurz davor nicht die Haare gewaschen zu haben und auch keine Haarkurprodukte verwendet zu haben.“

Tönungsvorgang

Zum Tönen Handschuhe anziehen und die Haare gut frisieren, danach scheitelweise mit dem Fläschchen auftragen, diese soll aber bei Ungeübten nicht selbst aufgetragen werden, sondern von einer zweiten Person. Die Tönung am Haaransatz vorsichtig und gleichmäßig als möglich Scheitel für Scheitel auseinanderteilen und auftragen, dazu eignet sich ein Stielkamm, Finger oder die Spitze der Auftragsflasche. Danach die Einwirkzeit beachten! Die letzten fünf Minuten der Einwirkzeit könnte empfiehlt sich die Tönung noch auf das ganze Haar zu verteilen und einzumassieren wie beim Haare waschen, um der vorherigen, wahrscheinlich schon eher ausgewaschene Farbe wieder mehr Glanz zu verschaffen. Anschließend mit Wasser vorsichtig herunterwaschen, dazu ein wenig Shampoo aufschäumen und gut auswaschen. Die Nachbehandlung für die Haare befindet sich sehr oft in der Verpackung, ansonsten empfiehlt meine Haarspezialistin einen Balsam. Bei frischer Tönung bloß keinen Essig verwenden, denn der bleicht die Farbe wieder aus.

Von eigenen mutwilligen Färbungsversuchen mit gekauften Färbemittel aus dem Fachgeschäft rät meine Haarexpertin dringend ab, von eigenen Blondierungsversuchen soll man die Finger lassen. Wie viel Mengen an Färbemittel und Wasserstoffperoxid beigemengt werden müssen, hängt von der Ausgangsfarbe ab und sollte nur vom geschulten Personal gemacht werden. Resultat solcher Experimente können Haar- und Kopfhautschäden sein und der nächste Frisörtermin, frühestens im Mai, könnte kostspielig und langwierig werden.

Alternativen zur chemischen Behandlung

Haarbänder, Spangen, Haarreifen und dergleichen, wilde und schräge Frisuren oder ein Zickzack-Scheitel lenken vom Haaransatz ab. Und je auffälliger und verrückter die Kleidung und das Make-up bei Frauen sind, desto mehr rücken die Haare in den Hintergrund.

Auf die Frage hin, selber Haare schneiden zu probieren, muss sie lachen. „Selber Haareschneiden ist gewagt und könnte schlimm enden. Der Versuch, die Spitzen oder die ins Gesicht hängenden Stirnfransen zu schneiden ist allemal wert und mit Humor zu nehmen.“ Ich stelle nach eigener Recherche fest, dass es dazu einige Anwendungsvideos und – leider auch – missglückte Ideen im Netz gibt. Gesunde Ernährung ist auch für die Haare wichtig und Haargummis sollte man nach Verwendung nicht einfach abziehen, das macht die Haare kaputt.

„Wenn alles nichts mehr nützt, wird man zur Mütze oder auch zu einer Faschingsperücke greifen müssen“ erklärt mir Resi mit einem Augenzwinkern.

Falls Sie einen Frisör Ihres Vertrauens haben – manche haben auch einen Onlineshop dabei – dann können Sie übers Telefon weitere Tipps einholen.