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Start Meinung gsi.kolumne

„Neue Normalität“ nach Corona

von Red
8. April 2020
in gsi.kolumne, Politik
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Von Dr. Albert Wittwer

„Neue Normalität“?

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Auf keinen Fall. Aber Rückkehr wohin, zu Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung?

Jetzt ist Jede und Jeder privilegiert, der arbeiten darf und kann: Krankenschwestern und -pfleger, Müllfahrer, LKW-Lenkerinnen, Supermarktangestellte, Ärzte, Journalisten, Apothekerinnen, Lehrer, Polizistinnen, Elektriker und Installateurinnen, Dachdecker und Zimmerer, Altenpfleger, sogar die Bürokraten, die das System – auf Sparflamme – am Laufen halten. Der Nutzen, der Erfolg ist evident, die Anerkennung ihrer Arbeit riesig. Außer beim Gehalt. Das bedarf einer Neubewertung.

Was wir während des Einfrierens vieler Tätigkeiten nicht vermissen: die Leistungen von „Bullshit-Jobs“. Verzeihen Sie mir. Man hat Euch in den April geschickt, Euch eingeredet, zu lernen, „was Spaß macht“, was gut bezahlt wird. Wer braucht jetzt  Hochfrequenztrader, Broker, Influencer, Role-Models, wer, außer den Lammfrommen, ärgert sich nicht über die Medien-Schnittstellen-Experten, die das „Wording“ für ihre sonst sprachlosen (überwiegend) Herren und Meister vorkochen?   Klar ist, diese Leute sind intelligent, oft sehr gut ausgebildet. Einen Algorithmus zu programmieren, der effektives Front-Running bei Aktienkäufen und –verkäufen leistet, ist zwar nicht einfach. Aber schädlich. Neurolinguistisches Programmieren möchte ich mit der Kunst von Magiern vergleichen. Beide Zauberer täuschen uns, wie wir unsere zugegeben subjektiven Wahrnehmungen bewerten sollen. Die Letzteren unterhalten uns, die Ersteren führen uns am Nasenring.

Man hat uns eingeredet, der Preis der Arbeit und der Güter schlechthin werde vom Markt bestimmt. Das ist in Bezug auf die Bewertung der Arbeit kaum der Fall. Der Markt kann äußerst effizient, besser als jede zentrale Planung, Güter und Dienstleistungen erzeugen, verteilen. Über seine Fehler, das Marktversagen, ist kompetent  geschrieben worden. Was er nicht abbildet oder einpreist ist der Nutzen (sh.o.)  und die externen Kosten, etwa die Belastung des Klimas.

Es wäre schön, wenn es gelänge, die externen Kosten der Transporte, des Fliegens, der Hochseeschifffahrt einzupreisen. Klar, Vieles würde teurer, manche Angebote im Tourismus würden unerschwinglich. Beispielsweise das Hin- und Herfahren von Lebensmitteln über Ländergrenzen im Zuge ihrer „Veredelung“ unterbliebe. Das ginge zufolge der nominalen Preissteigerungen auch auf Kosten des Absatzes, des  Wirtschaftswachstums, nicht zwingend der lokalen Beschäftigung.

Auch jetzt – während der Krise – findet ein großer Teil der gesellschaftlich notwendigen Arbeit außerhalb des Marktes statt. Kindererziehung, Unterstützung beim Unterricht, Hauswirtschaft, Pflege und Betreuung von Angehörigen, Vereinstätigkeiten, das Schreiben der meisten Literatur, Komposition, Malerei. Es gibt kaum Künstler, die von ihrer kreativen Arbeit leben können.

Wenn ein Großteil der Produktion und demnächst auch der Dienstleitungen, etwa von Anwälten, Steuerberatern, Büroarbeitern aller Art, automatisiert erfolgt – geht uns nicht etwa die Arbeit aus. Es ist bloß die bezahlte Arbeit. Die Automatisierung bewirkt, daß die Güter und Dienstleistungen ja zur Verfügung stehen, angeboten werden. Allerdings schrumpft der Gehaltsanteil an der Wertschöpfung weiter und zwar drastisch. Ein immer größerer Teil entfällt auf die Dividenden, geht an die Eigentümer der Automaten.  Aber wie sollen die Unternehmen für ihre Produkte Käufer finden, wenn denen das Einkommen wegbricht?

Schon heute fließt mit dem privilegierten, oft mit Konstruktionen unterlaufenen Steuersatz von fünfundzwanzig Prozent ein Teil der Gewinne auch in die Körperschaftssteuer und damit in die staatliche Umverteilung. Der Staat Norwegen hat einen Aktienfonds, aus dem alle Pensionen bezahlt werden können. Der Staat Österreich und die Länder, die jetzt in der Krise vorbildlich im Sinne einer breiten wirtschaftlichen Existenzsicherung der Bevölkerung handeln, sollten auf breiter Basis Aktien erwerben. Durchaus auch finanziert mit Anleihen, für die ja kaum Zinsen zu bezahlen sind. Und mit den Erträgen in Zukunft die Transfers über die nackte Existenzsicherung hinaus, möglichst schlank administriert, ausbauen. Von solchen frivolen Ideen  sind unsere  „wirtschaftsfreundlichen“  Regierungen, die lieber das übernommene unternehmerische Familiensilber verscherbeln, weit entfernt.

Vielleicht können wir uns nicht  nur erstens vom Vorurteil befreien, wer viel verdient, sei auch viel wert, er sei für die Gesellschaft besonders wichtig,  Vielleicht können wir auch zweitens das  Mantra des 19. Jahrhunderts beerdigen, daß wer nicht bezahlt arbeitet, auch nicht essen soll. „Erinnern wir uns daran, daß nicht nur der Staat Wohlstand umverteilt, der Finanzsektor tut es ebenfalls, aber ohne demokratisches Mandat“. Die umfangreichen staatlichen Transferzahlungen, Beihilfen aller Art, Zuschüsse, Arbeitslosengeld, mit hohen Kosten administriert und gnädig zuerkannt,  stellen schon heute eine Art Grundeinkommen zur Existenzsicherung dar.

Lassen wir uns von den seltenen Ausreißern des Egoismus, den par Hamsterkäufern, nicht täuschen. Die Pandemie hat große Hilfsbereitschaft, Fürsorglichkeit,  generationenüberschreitende Solidarität zum Vorschein gebracht. Eine Abkehr vom Die-Marke-Ich-Netzwerk-Kapitalismus. 

Wohin wollen wir zurückkehren?

Zitate: Sebastian Kurz, David Graeber, Steffen Minter u.v.a.,  OECD, Rutger Bregman

Tags: Corona
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