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Missa solemnis ist so etwas wie der Mount Everest

von BK
21. Februar 2020
in gsi.musik, Gsiberg
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(c) Bandi Koeck 2020

(c) Bandi Koeck 2020

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Die Chorakademie Vorarlberg wagt sich am 7. und 8. März an Beethovens wohl herausragendstes Werk, an die „Missa solemnis“. Gsi.News traf sich zu diesem besonderen Ereignis mit dem musikalischen Leiter Markus Landerer aus Wien sowie dem Präsidenten Gerhard Frontull.

Seit mittlerweile zwölf Jahren sorgt die Chorakademie Vorarlberg jedes Jahr für zumindest einen musikalischen Höhepunkt. 2020 ist nicht nur der 250. Geburtstag des großen Komponisten Ludwig van Beethoven, sondern auch im Ländle wird Chorgeschichte neu geschrieben. Am Samstag, 7. März sowie Sonntag, 8. März tritt die Chorakademie Vorarlberg zusammen mit der Sinfonietta Vorarlberg und vier international erfolgreichen Solisten in der Kapelle des Landeskonservatoriums Feldkirch auf.

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In Madagaskar geboren, heute wohnhaft in Wien, doch stark dem Ländle und der Montfortstadt Feldkirch verbunden: Markus Landerer

Gsi.News: Herr Landerer, Sie sind seit Anbeginn vor zwölf Jahren als musikalischer Leiter der Chorakademie tätig. Was bewog Sie 2020 zur Wahl von Beethovens Spätwerk „Missa solemnis“?

Markus Landerer: Die Wahl für dieses Stück ist die Suche nach neuen Herausforderungen für die Chorakademie. Der Beethoven-Reiz passt sehr gut dazu und natürlich stand der 250. Geburtstag im Fokus.

Gsi.News: Worin unterscheidet sich dieses Werk von anderen Werken des Komponisten?

Landerer: Die Missa solemnis ist so etwas wie ein Mount Everest für Chöre. Dabei geht es um Scheitern und Erfolg haben, extreme Anforderungen, denn es gibt keine Halbheiten. So ein Stück ist nur mit voller Wucht realisierbar. Das Werk ist faszinierend und vielschichtig, es ragt heraus. Beethoven selbst sagte, dass es sein größtes Werk ist. Es ist auch sein längstes. Und wer sollte es sonst aufführen, wenn nicht die Chorakademie Vorarlberg?

Gsi.News: Und für Sie, Herr Frontull als Präsidenten der Chorakademie Vorarlberg und aktives Mitglied im Chor, wie würden Sie „Missa solemnis“ bezeichnen?

Gerhard Frontull: Es ist ein sehr herausragendes Werk mit einer besonderen Chorliteratur, die ich als sehr schwer bezeichnen würde. Die Gesangstechnik, die Ausdauer, dass das Stück viele unübliche Intervalle, Taktwechsel und Doppelfugen hat, all dies ist für jeden Chor eine große Herausforderung. Ohne Eigenstudium zuhause ist es für Chormitglieder nicht bewältigbar.

Gsi.News: Haben Sie Missa solemnis schon einmal dirigiert?

Landerer: Nein, ich habe diese Messe noch nie dirigiert. Dennoch weiß ich um die Schwierigkeit und habe große Lust darauf, den Chor mitzureißen.

Gsi.News: Das Werk wurde für die damalige Zeit als visionär bezeichnet. Inwiefern ist dieses Werk heute noch zeitgemäß?

Landerer: Für seine Zeit hat Beethoven ganz bewusst Grenzen gesprengt. Was die Dynamik (leise – laut), die Tonhöhen (hoch – tief) anbelangt, so hat er es über die Grenzen geführt und ist auch über seine eigenen Grenzen hinausgegangen. Beethoven war ein verrückter Typ. Dieses Über-die-Grenzen-Gehen ist im Sinne positiv zu verstehen. Ich glaube nicht, dass er – wie vielerorts behauptet wird – so komponiert hat, weil er taub war. Wir sind in unserem Alltagsstrudel gefangen. Eine Beschäftigung mit der Missa solemnis ist wichtig, weil es dabei nicht um Kurzfristiges, Schnelles geht, da es kein oberflächliches Stück ist. Inhaltlich ist dieses Werk sehr heilsam, jede Note in diesen 1,5 Stunden hat Bedeutung, es ist von historischen Bezügen aufgeladen. Meiner Ansicht nach ist das Stück total zeitgemäß und man kann sich davon inspirieren lassen. Du spürst in jedem zehnten Takt den existentiellen Fragen Beethovens nach, ob es das ewige Leben gibt und was Gott und Himmel für eine Bedeutung haben, ob sie überhaupt existieren.

Gsi.News: Was erwartet die Besucher am 7. und 8. März in Feldkirch?

Landerer: Sie können sich freuen, dass dort eine besondere Musiziergemeinschaft, ein 90-köpfiger Chor, ein 40 Personen umfassendes Orchester sowie vier internationale Spitzensolisten sich dieser Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk annehmen und diese mit dem Publikum teilen wollen. Sie können sich auf die Schönheit, das Leichte aber auch die schwierigen Seiten freuen. Zudem ist es eine Seltenheit, dass heimische Chormitglieder so etwas aufführen, das hat es bisher nur einmal gegeben im Jahr 1953 in Feldkirch. Ich denke, dieses Werk live zu erleben ist eine große Chance.

Gsi.News: Welches Werk reizt Sie als nächstes anzugehen?

Landerer: Ich habe keine Ahnung (lacht). Es gibt noch ein paar, aber im Moment habe ich sehr viel Arbeit mit dem großen Orgelprojekt in Wien (Weihe der neuen Orgel im Stephansdom in Wien am Ostersonntag, Anm.). Ich werde mich dann aber auf die Suche nach einem spannenden und raren Stück machen.

Gsi.News: Welche Ziele hegen Sie für die Chorakademie für die unmittelbare Zukunft?

Frontull: Die Qualität halten zu können ist mir sehr wichtig und dass wir weiterhin mit Markus Landerer zusammenarbeiten, denn das ist für uns alle großartig und nicht selbstverständlich. Wichtig ist auch, dass wir junge Leute für die Chorakademie finden und diese mit ihnen verjüngen können. Zudem möchte ich, dass wir unser großes Repertoire erweitern.

Gsi.News: Herzlichen Dank für das interessante Gespräch!

Factbox:

  • Samstag, 7. März 2020, 14.30 Uhr: Werkeinführung
  • Samstag, 7. März 2020, 18.00 Uhr: Konzert in der Kapelle des Landeskonservatoriums
  • Sonntag, 8. März 2020, 11.00 Uhr: Konzert in der Kapelle des Landeskonservatoriums
  • Gesamtzahl Mitwirkende  ca. 130
  • Solisten: 4
  • Musikalischer Leiter: Markus Landerer, Domkapellmeister in St. Stephan in Wien
  • Probenzeitraum: 17 Proben von Oktober 2019 bis März 2020
  • Kontakt: www.chorakademievorarlberg.at
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