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Asbest: Versteckte Gefahr im Werkraum – Wenn Speckstein krank machen kann

von HELA
26. Mai 2026
in gsi.service, Welt
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Soapstone Farbvarianten. Quelle: Ra`ike/Wikimedia

Soapstone Farbvarianten. Quelle: Ra`ike/Wikimedia

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Speckstein gilt seit Jahrzehnten als beliebtes Material für Kinder und Jugendliche. Er ist weich, leicht zu bearbeiten und fördert Kreativität und Feinmotorik. In Kindergärten, Betreuungseinrichtungen und Schulen wird er deshalb oft für Bastel- und Werkprojekte eingesetzt. Doch was viele nicht wissen: Manche Specksteine können Asbest enthalten – und damit zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr werden.

Warum Asbest so gefährlich ist

Asbest besteht aus winzigen mineralischen Fasern. Werden diese Fasern eingeatmet, können sie tief in die Lunge gelangen und dort schwere Erkrankungen verursachen. Besonders problematisch ist: Die Folgen treten oft erst Jahrzehnte später auf und zeigen sicher erst 20 bis 50 Jahre später. Zu den bekannten Erkrankungen zählen Lungenkrebs, Asbestose oder das besonders aggressive Mesotheliom.

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Die österreichische Unfallversicherung AUVA sowie die Schweizer Unfallversicherung SUVA warnen deshalb ausdrücklich vor der Bearbeitung asbesthaltiger Materialien.

Speckstein: Natürlich – aber nicht immer harmlos

Speckstein ist ein Naturprodukt. Je nach Herkunft kann er unterschiedliche Mineralien enthalten. Einige Vorkommen weisen natürliche Beimengungen von Asbestfasern auf. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn der Stein gesägt, gefeilt, gebohrt oder geschliffen wird. Dabei entsteht feiner Staub, der eingeatmet werden kann.

Kinder sind besonders gefährdet:

  • Ihre Lungen befinden sich noch in der Entwicklung.
  • Sie reagieren empfindlicher auf Schadstoffe.
  • Beim Arbeiten tragen sie oft keinen geeigneten Atemschutz.
  • Staubentwicklung wird in kreativen Unterrichtssituationen häufig unterschätzt.

Gerade in geschlossenen Räumen wie Werkzimmern, Klassenzimmern oder Gruppenräumen kann sich der feine Staub schnell verteilen.

Verantwortung in Schulen und Betreuungseinrichtungen

Pädagogen und Betreuungspersonen möchten kreative Lernräume schaffen. Gleichzeitig tragen Einrichtungen eine besondere Verantwortung für die Gesundheit von Kindern und Mitarbeitern. Deshalb sollte genau geprüft werden, woher verwendeter Speckstein stammt und ob ein Nachweis über Asbestfreiheit vorliegt.

Die SUVA empfiehlt, nur zertifizierte asbestfreie Materialien zu verwenden und Staubentwicklung grundsätzlich zu vermeiden. Auch die AUVA weist darauf hin, dass bereits geringe Mengen eingeatmeter Asbestfasern langfristige gesundheitliche Schäden verursachen können.

Woran erkennt man sicheren Speckstein?

Für Laien ist Asbest im Speckstein nicht sichtbar. Farbe oder Struktur liefern keine zuverlässigen Hinweise. Sicherheit bieten nur:

  • Zertifikate über Asbestfreiheit
  • geprüfte Händler
  • Laboranalysen bei Unsicherheit

Fehlen solche Nachweise, sollte auf die Bearbeitung verzichtet werden.

Sichere Alternativen für kreative Projekte

Glücklicherweise gibt es zahlreiche Materialien, die ähnliche kreative Möglichkeiten bieten – ohne vergleichbares Risiko:

  • Ton und Modelliermasse
  • Holz
  • Wachsblöcke
  • Gips
  • Alabaster
  • lufttrocknende Keramikmassen
  • Seife zum Schnitzen
  • Kork oder weiche Naturmaterialien

Diese Materialien fördern ebenfalls Kreativität, handwerkliche Fähigkeiten und räumliches Denken – jedoch mit deutlich geringerem Gesundheitsrisiko.

Fazit

Kreatives Arbeiten gehört zu einer lebendigen Pädagogik. Doch gerade dort, wo Kinder lernen und gestalten, muss Sicherheit oberste Priorität haben. Die mögliche Asbestbelastung von Speckstein ist vielen Einrichtungen kaum bekannt. Umso wichtiger ist Aufklärung.

Denn ein Werkstoff, der Freude bereiten soll, darf nicht zur unsichtbaren Gefahr werden.

Tags: GesundheitKinderSchuleTipps
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