KI-Experte Prof. Dr. Christian Stummeyer bei Wirtschaft im Gespräch in Rankweil
Bei „Wirtschaft im Gespräch“ am Donnerstag, 8. Oktober 2026, im Vinomnasaal Rankweil ging es um die Frage, wie kleine und mittlere Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll einsetzen können.
Prof. Dr. Christian Stummeyer zeigte, welche Chancen KI schon heute für höhere Produktivität, bessere Kundenorientierung und neue Geschäftsmodelle bietet.
Auf Einladung der Marktgemeinde Rankweil und der Gemeindemarketing Rankweil GmbH kamen 130 Gäste aus Rankweil und der Region zusammen. Karolin Frei, Geschäftsführerin des Gemeindemarketings, führte durch den Abend.
Bürgermeisterin Mag. Katharina Wöß-Krall eröffnete das Programm mit einem Einblick in die Ortsentwicklung von Rankweil.
Sie berichtete über die Einführung von Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen Ende Oktober und den Baustart des Rückhaltebeckens in der Appenzellerstraße am 5. November.

Bürgermeisterin Mag. Katharina Wöß-Krall, Referent Prof. Dr. Christian Stummeyer sowie Karolin Frei (Geschäftsführerin) und Angie Battisti-Jenny (Marketingkoordinatorin) von der Gemeindemarketing Rankweil GmbH (v. l.). Foto: Tyla Fenkart
Die Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und Haushalte sowie Betriebe vor den Folgen von Starkregen schützen.
KI konkret im Betrieb
Im Mittelpunkt des Vortrags von Christian Stummeyer stand der Einsatz von KI im Unternehmensalltag. Der Professor für Wirtschaftsinformatik und Digital Commerce erläuterte, wie generative KI bei der Erstellung von Inhalten und der Verarbeitung von Informationen unterstützen kann.
Besonders geeignet seien wiederkehrende, zeitaufwendige Tätigkeiten wie das Formulieren von Kundenangeboten, die Beantwortung von Anfragen, das Erstellen von Besprechungsprotokollen, die Aufbereitung umfangreicher Dokumente oder die Unterstützung bei Marketing und Kommunikation.
Entscheidend sei, mit überschaubaren Anwendungsfällen zu beginnen, deren Nutzen sich im betrieblichen Alltag unmittelbar überprüfen lässt.
Stummeyer ging auch auf die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz ein. Dazu gehören klare Arbeitsaufträge an die Systeme, die Prüfung ihrer Ergebnisse und der bewusste Umgang mit betrieblichen Daten.
Ebenso beschäftigte er sich damit, wie sich Aufgaben von Mitarbeitenden und Führungskräften durch KI verändern.
Am Beispiel eines Handwerksbetriebs demonstrierte Stummeyer, wie sich mithilfe von „Vibe Coding“ und generativer KI auch ohne Programmierkenntnisse eine eigene App entwickeln lässt.
Über diese können Kunden beispielsweise Probleme oder Reparaturbedarf direkt melden, Fotos hochladen und ihre Anliegen strukturiert übermitteln.
Das Beispiel verdeutlichte, wie KI kleinen und mittleren Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnet, eigene digitale Lösungen schnell und kostengünstig zu entwickeln, Kundenservice zu verbessern und betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten.
Gäste aus Rankweil und der Region
Unter den Gästen waren Johannes Thurnher von der Druckerei Thurnher, René und Bettina Nick von Skribo Nick sowie Lodewijk Versluis von McDonald’s.
Ebenfalls dabei waren Norbert Lampert von der ETG Energie- und Sanitärtechnik GmbH sowie Joachim und Susanne Entner von der ENTNER-DACH GmbH & Co KG.
Auch Gert Wiesenegger, Obmann der WIGE Vorderland, nahm am Abend teil.
Weiterarbeiten im eigenen Betrieb
An den Themenabend schließt die Praxisreihe „Unternehmen trifft KI“ der Gemeindemarketing Rankweil GmbH und der WIGE Vorderland an: am Dienstag, 20. Oktober und Donnerstag, 5. November 2026, jeweils von 8 bis 12 Uhr, im kleinen Vinomnasaal. Mit Trainer Marco Esposito, MSc, arbeiten die Teilnehmenden an Aufgaben aus ihrem eigenen Betrieb.











