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Projekt Rhesi zur Genehmigung eingereicht

von Red
25. Mai 2026
in Vorarlberg, Wirtschaft und Recht
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Mit der neuen, mobilen Rhesi-Ausstellung im Bauwagen informiert die IRR die Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins zum Jahrhundertprojekt Rhesi. Copyright: Internationale Rheinregulierung (IRR)/Eva Rauch

Mit der neuen, mobilen Rhesi-Ausstellung im Bauwagen informiert die IRR die Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins zum Jahrhundertprojekt Rhesi. Copyright: Internationale Rheinregulierung (IRR)/Eva Rauch

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Meilenstein für den Hochwasserschutz am Alpenrhein

Nach 15 Jahren intensiver Planungsarbeit hat das Hochwasserschutzprojekt Rhesi den bisher wichtigsten Meilenstein erreicht. Das Projekt wurde in Österreich zur Genehmigung eingereicht und in der Schweiz in die Vorprüfung geschickt. Die Behörden übernehmen den Staffelstab.

Mit einem Klick auf «Senden» übergab Markus Mähr, interimistischer Geschäftsführer der Internationalen Rheinregulierung, das 763 Einlagen und 500m2 Pläne umfassende Rhesi Dossier an die Behörden im Kanton St. Gallen und im Land Vorarlberg. «Hinter diesen Daten stecken jahrelange Verhandlungen, Untersuchungen und Abklärungen. Es ist ein historischer Moment für die Internationale Rheinregulierung, dieses Dossier nun in die Hände der Genehmigungsbehörde zu geben», so Mähr. In Österreich startet damit das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens (UVP). In der Schweiz wurden die Unterlagen zur Vorprüfung eingereicht, was den Weg für die spätere öffentliche Auflage ebnet.

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Sicherheit für das Rheintal
Notwendig wurde die Erarbeitung des Projekts, nachdem das Entwicklungskonzept Alpenrhein 2005 aufgezeigt hat, dass die Abflusskapazität des Rheins zwischen der Illmündung und dem Bodensee nicht mehr ausreicht. Ein sehr grosses Hochwasser würde in diesem dicht besiedelten Gebiet Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe verursachen. Dieses Szenario wollen weder die Schweiz noch Österreich in Kauf nehmen.

Die Freude ist gross. Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi wurde den Behörden zur Bewilligung eingereicht, wie die IRR informierte (v.l.): Markus Mähr, Geschäftsführer (a.i.), die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann, Landeshauptmann von Vorarlberg, Markus Wallner und IRR-Jurist Sanjay Doshi. 

Copyright: Internationale Rheinregulierung (IRR)/Eva Rauch

„Im Mai 2024 gaben wir gemeinsam mit der Schweiz den offiziellen Startschuss für das Jahrhundert-Projekt Rhesi, ein Meilenstein für ein sicheres und ökologisches Rheintal. Im Mittelpunkt eines der grössten Hochwasserschutzprojekte Österreichs und zugleich des grössten Renaturierungsprojekts Europas stehen der Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur im Rheintal. Wie notwendig dieses Projekt ist, führt uns der Klimawandel immer öfter vor Augen. Ein 300-jährliches Hochwasser im Rheintal würde 300.000 Menschen gefährden und bis zu 14 Mrd. Euro an Schaden verursachen. Um das zu verhindern, investieren wir als zuständiges Ministerium rund 820 Mio. Euro in Rhesi. Es freut mich, dass wir den nächsten Meilenstein jetzt in Angriff nehmen können, da die Einreichunterlagen mit insgesamt 23.000 Seiten für die UVP-Prüfung fertiggestellt werden konnten“, betonte Österreichs Umweltminister Norbert Totschnig anlässlich des Starts der UVP-Prüfung des Projekts.

Die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann hob die Wichtigkeit für die Region hervor: «Unsere Vorgänger haben vor über 100 Jahren mit der Rheinkorrektion den Grundstein für das Bevölkerungs- und Wirtschafswachstum im Rheintal gelegt. Mit diesem Erfolg stieg aber auch das Schadenpotenzial im Hochwasserfall immer weiter an, sodass jetzt ein besserer, zeitgemässer Hochwasserschutz notwendig ist. Die heutige Einreichung ist ein starkes Signal für die Sicherheit der Menschen im Rheintal.»

Auch auf Vorarlberger Seite ist die Freude über die Einreichung gross. Landeshauptmann Markus Wallner hält fest: «17 Jahre Planung zeigen, wie sorgfältig wir hier vorgehen müssen. Rhesi ist nicht nur ein Hochwasserschutzprojekt, sondern eine Investition in die Zukunft unseres Lebensraums. Seit über 130 Jahren setzen die Schweiz und Österreich auf Gemeinsamkeit in Sachen Hochwasserschutz am Rhein. Ein Vorgehen, dass sich bewährt hat und bewähren wird.»

Unterschiedliche Wege – gemeinsames Ziel
Da der Weg zur Genehmigung in beiden Ländern unterschiedlich verläuft, wurde so geplant, dass die öffentlichen Teile der Verfahren – die Verhandlung in Österreich und die öffentliche Auflage in der Schweiz – zeitlich koordiniert stattfinden. In Österreich kommt das etablierte UVP-Verfahren zum Zug, während im Kanton St. Gallen mit dem «Rhesi-Gesetz» ein Novum angewendet wird: Alle kantonalen und kommunalen Verfahren werden gebündelt. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie mit den regionalen Wasserversorgern ist eng. Der Bau neuer Trinkwasserfassungen und -leitungen wurde frühzeitig mit dem Hochwasserschutzprojekt abgestimmt, damit die Versorgungssicherheit auch während den einzelnen Bauphasen und darüber hinaus langfristig gewährleistet bleibt.

Planung geht auch nach Einreichung weiter
Obwohl die Hauptunterlagen nun bei den Behörden liegen, geht die Arbeit bei der Internationalen Rheinregulierung nahtlos weiter. Projektleiter Markus Mähr erklärt: «Die Einreichung ist der Startschuss für eine neue Phase. Wir stehen den Behörden zur Verfügung und bearbeiten die Rückmeldungen aus der Vorprüfung. Parallel dazu müssen in der Schweiz komplexe Drittprojekte, wie die Verlegung von Hochspannungsleitungen eng begleitet werden.»

Rhesi on Tour
Die neue mobile Rhesi-Ausstellung im Bauwagen macht immer wieder Halt im Projektgebiet. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besichtigen und vor Ort alle Themen rund um Rhesi zu diskutieren. Die nächsten Stopps sind:

14.06.2026, Kilbi, Diepoldsau
26.06.2026, Rheintal bewegt, Au
11.07.2026, Familienfest Rhein-Schauen, Lustenau
12.08.-16.08.2026, poolbar Festival, Feldkirch
26.09.-27.09.2026, Spielefest und Stundenlauf, Lustenau

Tags: AuDiepoldsauFeldkirchInfrastrukturLiechtensteinLustenauSchweizSicherheitSt. GallenUmweltVorarlberg
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