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Reckless Roses rockten Rorschach

von BK
22. Februar 2026
in gsi.musik, Kultur, Schweiz
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Die Reckless Roses brachten die Industrie 36 in Rorschach zum Beben. Fotos: Bandi R. Koeck

Die Reckless Roses brachten die Industrie 36 in Rorschach zum Beben. Fotos: Bandi R. Koeck

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In der Kulturfabrik Industrie 36 in Rorschach war vergangenen Freitagabend alles angerichtet für eine mitreißende Reise zurück in die große Zeit von Guns N’ Roses – und was das ungarische Quintett RECKLESS ROSES – Tribute to Guns N’ Roses dort ablieferte, war nichts weniger als ein furioses Rock-Erlebnis auf höchstem Niveau.

Text, Bilder und Video: Bandi R. Koeck

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Schon beim Betreten der Location war spürbar: Das wird kein gewöhnlicher Konzertabend. Die Kulturfabrik Industrie 36, diese markante und stimmungsvolle Spielstätte am Bodensee, bot den perfekten Rahmen für ein Konzert, das gleichermaßen von Energie, Nostalgie und handwerklicher Klasse lebte. Das Publikum war vom ersten Moment an bestens aufgelegt – und die Band verstand es sofort, diese Stimmung aufzunehmen und in pure Begeisterung zu verwandeln (und bestellt an der Bar mehrfach Jackie Colas).

Eine Zeitreise in die Ära von Use Your Illusion I & II

RECKLESS ROSES schafften etwas, das nur die besten Tribute-Bands wirklich beherrschen: Sie spielten nicht einfach Songs nach – sie erweckten ein ganzes Lebensgefühl zum Leben. Das Konzert fühlte sich wie eine Zeitreise in die frühen 1990er Jahre an, in jene legendäre Phase von Guns N’ Roses, die mit den Alben Use Your Illusion I und Use Your Illusion II Musikgeschichte schrieb.

Mit großer Präzision, Leidenschaft und Spielfreude präsentierte die Band einen Hit nach dem anderen. Natürlich durften Klassiker wie „Don’t Cry“, „November Rain“ (natürlich vom Leadsänger am Piano eingeleitet und auch stimmlich zum Besten gegeben) und „Welcome to the Jungle“ nicht fehlen. Dazu kamen weitere Höhepunkte wie etwa:

  • „Sweet Child O’ Mine“
  • „Paradise City“
  • „Patience“
  • „Knockin’ on Heaven’s Door“
  • „You Could Be Mine“
  • „Live and Let Die“
  • „Civil War“
  • „Rocket Queen“
  • „It’s So Easy“
  • „Nightrain“

Jeder Titel saß – musikalisch wie emotional. Die Band verstand es hervorragend, zwischen hymnischen Balladen und druckvollen Hardrock-Nummern zu wechseln, ohne dass die Spannung auch nur einen Moment nachließ. Das Publikum wurde regelrecht in den Bann gezogen, sang mit, klatschte, jubelte – und ließ sich sichtbar gern in diese goldene Rock-Ära entführen.

Optisch und musikalisch verblüffend nah am Original

Ein ganz besonderer Reiz dieses Abends lag in der außergewöhnlichen Bühnenpräsenz der Musiker. Besonders der Sänger – ein junger Look-alike von Axl W. Rose – war eine echte Sensation. Nicht nur stimmlich überzeugend, sondern auch optisch bemerkenswert nah am Original, inklusive originalgetreuer Kleidung, die passend zu den Songs gewechselt wurde. Mal im rot-schwarz karierten Schottenrock, mal im ikonischen „Kill Your Idols“-T-Shirt – jeder Auftritt wirkte bis ins Detail durchdacht und mit viel Liebe zur Vorlage inszeniert.

Ebenso eindrucksvoll: Slash alias „Sexy“. Mit Lederjacke, Zylinder, Sonnenbrille und passender Frisur war die Illusion nahezu perfekt. Doch nicht nur das Äußere stimmte – auch spielerisch lieferte er ab: prägnante Riffs, singende Soli und genau jene lässige Coolness, die man mit Slash verbindet.

Auch die übrigen Bandmitglieder – Bassist, Rhythmusgitarrist und Schlagzeuger – standen dem in nichts nach. Sie bildeten ein hervorragend eingespieltes Fundament, druckvoll, sauber und mit jener Selbstverständlichkeit, die zeigt: Hier stehen Profis auf der Bühne, die ihr Handwerk bis ins Detail beherrschen.

Authentisch, menschlich, nahbar – mit Charme und Humor

Zum gelungenen Gesamtbild gehörte auch, dass der Abend nicht geschniegelt oder steril wirkte, sondern angenehm authentisch und menschlich. Dazwischen gab es auch einmal eine augenzwinkernd akzeptierte Bier- und Pinkelpause, die im Publikum durchaus dankbar aufgenommen wurde – ein sympathischer Moment, der zeigte, dass hier mit Herz, Humor und ohne künstliche Distanz performt wird.

Gerade diese Mischung aus hochklassiger Show und lockerer Nahbarkeit machte den Abend so besonders. RECKLESS ROSES lieferten eine große Rock-Inszenierung, ohne dabei abgehoben zu wirken.

Fans, Handshakes und Fotosession zum Schluss

Nach dem Konzert war noch lange nicht Schluss mit der Begeisterung. Viele Fans nutzten die Gelegenheit für Handshakes, persönliche Gespräche und Fotos mit den Musikern. Auch hier zeigte sich die Band von ihrer besten Seite: offen, freundlich und dankbar für die starke Resonanz. Diese Nähe zum Publikum ist alles andere als selbstverständlich – und machte einen ohnehin gelungenen Abend noch wertvoller.

Fazit: Höchste Kunst – und absolut empfehlenswert

RECKLESS ROSES bewiesen in Rorschach eindrucksvoll, warum sie von vielen als wohl weltbeste Guns N’ Roses Coverband bezeichnet werden. Das Konzert in der Kulturfabrik Industrie 36 war musikalisch brillant, optisch beeindruckend, mitreißend inszeniert und voller Leidenschaft gespielt. Die Band war hervorragend eingespielt, dynamisch, präzise und zugleich voller Spielfreude.

Man darf es ruhig pointiert sagen: Das war höchste Kunst des Tribute-Rock – und für viele im Saal fühlte es sich streckenweise tatsächlich besser als das Original an.

Ein rundum gelungener Abend in einer großartigen Location am Bodensee.
Absolut zu empfehlen.

Tags: DötgsiKonzertKulturRockSchweizTipp
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