10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start gsi.podcast

Nexhat Maloku – Der Brückenbauer zwischen Schweiz und Balkan

von BAKI
19. Oktober 2025
in gsi.podcast, Gsiberger, Schweiz
A A
Nexhat Maloku vor dem Gebäude der

Nexhat Maloku vor dem Gebäude der "Liga" in Prizren/Kosovo. Foto: Bandi Koeck

Share on FacebookShare on Twitter

Wenn Nexhat Maloku von seinen Reisen erzählt, dann funkeln seine Augen. Seit über 30 Jahren führt der 65-Jährige Lehrpersonen aus der Schweiz und Liechtenstein in seine alte Heimat Kosovo, nach Albanien und Nordmazedonien. Was als kleine Initiative begann, ist heute eine einzigartige Bildungsreise, die Brücken baut – zwischen Kulturen, Menschen und Generationen.

Doch der Weg dorthin war alles andere als geradlinig.

WERBUNG

Höre dir den Podcast auf Spotify an!

Von Bandi Koeck

Vom Studenten zum politischen Gefangenen

Maloku wächst im Süden Kosovos auf, studiert albanische Literatur an der Universität Pristina – eine Zeit des Aufbruchs, aber auch der Repression. Als 1981 Studierende auf die Straße gehen, um mehr Autonomie für Kosovo zu fordern, ist Nexhat mittendrin.
„Wir wollten, dass Kosovo eine Republik wird, gleichberechtigt wie die anderen“, erzählt er. Doch die Hoffnung wird brutal niedergeschlagen. Er wird dreimal verhaftet, von 1978 bis 1988, und im Gefängnis gefoltert – psychisch wie physisch.

„Es war schrecklich. Man galt als Verräter“, erinnert er sich. Seine „Schuld“: der Traum von Freiheit und Gleichberechtigung.

Flucht in die Schweiz – Neubeginn aus dem Nichts

Als Jugoslawien zu zerfallen beginnt, flieht Maloku 1990 in die Schweiz – auf illegalen Wegen, mit Hilfe von Freunden. Er spricht kein Wort Deutsch, hat nichts außer seiner Bildung und seinem Überlebenswillen.
Doch er kämpft sich durch. Er lernt die Sprache, findet Arbeit, beginnt als Lehrer für „Heimatliche Sprache und Kultur“ (HSK) zu unterrichten.

Bald unterrichtet er nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene – Lehrpersonen, Sozialarbeitende, Menschen, die Albanisch lernen wollen, um ihre Schülerinnen und Schüler besser zu verstehen. „Ich habe gesehen, dass viele Lehrpersonen kaum wussten, woher ihre albanischsprachigen Kinder kamen“, sagt Maloku. Und so entsteht eine Idee, die sein Leben erneut verändern wird.

Ein Pionier der Bildungsreisen

2003, kurz nach dem Krieg, organisiert er die erste Studienreise nach Kosovo. „Ich wollte, dass Lehrpersonen das Land mit eigenen Augen sehen“, erklärt er. Schulen besuchen, Familien treffen, Geschichte erleben.

Seitdem begleitet er jedes Jahr Gruppen von Lehrpersonen auf zehntägige Bildungsreisen durch den Balkan – von Pristina bis Tirana, von Berat bis ans Meer. Rund 700 Teilnehmende waren bisher dabei.

Die Begegnungen prägen – auf beiden Seiten. Viele Lehrpersonen halten den Kontakt zu den Familien, die sie dort kennengelernt haben, organisieren Schulprojekte oder private Besuche. „Das Schönste ist, wenn Vorurteile verschwinden“, sagt Nexhat. „Wenn jemand zurückkommt und sagt: Ich sehe dieses Land jetzt mit anderen Augen.“

Brückenbauer mit Herz

Heute lebt Maloku in Zürich, aber sein Herz schlägt zwischen den Welten. Auf seinen Reisen wird er überall herzlich empfangen – auf Albanisch oder im breitesten Schweizerdeutsch.
Er lacht, wenn er erzählt, wie er ehemaligen Teilnehmenden in Tirana begegnet, die ihn in Schweizer Dialekt ansprechen.

„Ich wollte einfach etwas Gutes machen“, sagt er bescheiden. Doch tatsächlich hat er mehr getan: Er hat das Verständnis zwischen zwei Kulturen nachhaltig geprägt.


Factbox: Nexhat Maloku

  • Geboren: im Süden des Kosovo
  • Wohnort: Zürich, Schweiz
  • Ausbildung: Studium der albanischen Literatur in Pristina
  • Beruf: Lehrer und Reiseleiter
  • Im Gefängnis: Dreimal in den 1980er-Jahren wegen politischer Aktivitäten
  • In der Schweiz seit: 1990
  • Organisiert seit: 2003 Bildungsreisen für Lehrpersonen nach Kosovo, Albanien und Nordmazedonien
  • Teilnehmende: über 700 Lehrpersonen und Studierende
  • Ziel der Reisen: interkulturelles Verständnis, Einblicke in Bildung, Kultur und Geschichte des Balkans
  • Website: www.albanienkosovareisen.ch

Tags: GsibergerKosovoLiechtensteinPortraitSchweiz
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

IWF über aktuelle Lage in Europa: Regierungschefin Haas zu Besuch in Washington

nächster Artikel

Fußball – der ANDERE Blick! Red Bull Salzburg – SCR Altach 2 : 2

weitere interessante Artikel

Hannes Steinhauser-Teufel in seiner Wohnung in Feldkirch an der Ill. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Der kritische Freigeist Hannes Steinhauser-Teufel spricht tacheles

5. Oktober 2026
Waldberufe
gsi.job

Am 12. November ist Zukunftstag – Schulkinder erleben neue Berufswelten

5. Oktober 2026
Der Südtiroler Aufgussmeister Norbert Perger. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Der Mann, der 500-mal im Jahr die Hitze bändigt: Norbert Perger mag es gerne heiß

30. September 2026
Laura Bilgeri im Backstage-Bereich der Brauerei Frastanz kurz bevor ihrem Konzert als Vorband von Alvaro Soler. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Laura Bilgeri: Zwischen Hollywood, Jazz und Rock’n’Roll

19. September 2026
nächster Artikel
Gerd Ender in Altach. Foto: Privat

Fußball - der ANDERE Blick! Red Bull Salzburg - SCR Altach 2 : 2

Heute beliebt

  • Stadttunnel Feldkirch - Tag der offenen Baustelle. Fotos: Bandi Koeck

    Tag der offenen Baustelle: Tausende Einblicke in den Stadttunnel Feldkirch

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Mehr als 2.800 Besucher beim Tag des Denkmals in Vorarlberg

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Der 7. Oktober 2023 – Drei Jahre nach dem Massaker: Erinnern heißt, nicht zu schweigen

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Zeugenaufruf nach Raub durch vier Rumänen in Nenzing

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Alberts Notion: Bedrohungen der Zivilisation

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Bedrohungen der Zivilisation

von ALWI
4. Oktober 2026
0

Textbezogenes Symbolbild von ChatGPT generiert.

Susi reloaded # 215: KI for President

von SUSI
27. September 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Die Falle „Entbürokratisierung“ schnappt zu

von ALWI
23. September 2026
0

Gerd Ender in Altach. Foto: Privat

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach –  Rückblick auf die ersten sechs Runden

von BK
14. September 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist