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Alberts Notion: Untertanen des Feudalismus

von ADON
26. September 2025
in gsi.kolumne, Meinung, Wirtschaft und Recht
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Dr. Albert Wittwer

Dr. Albert Wittwer

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Der neue Adel sind Bezos und Zuckerberg, Musk und Thiel, Page und Altman. Sie beherrschen vor allem das Internet mit seinen Kommunikationskanälen. Und kontrollieren zunehmend Inhalt und Reichweite und damit unsere Aufmerksamkeit, unsere Weltwahrnehmung.

Von Dr. Albert Wittwer

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Mit ihren privaten Satelliten allerdings auch das geopolitische Ortungs-, Navigations- und Sicherheitssystem. Das war vor ein par Jahren noch auszuhalten, vor allem die Europäische Union hat genügend Muskeln, um dagegen zu halten, um zu – böse, böse: Bürokratisierung -reglementieren.

Jetzt aber haben sie mächtige Verbündete. Die Diktatoren sowieso und neuerdings den Clown der USA, noch immer größte Wirtschaftsmacht der Welt. Der Clown unterscheidet sich vom Hofnarr drastisch, dieser konnte den Königen, im Britischen Empire unter dem Deckmantel des Fools, die Wahrheit sagen, die oft verstanden wurde, wirkmächtig war. Nicht im Stil von „Alexa, erzähl mir einen Witz.“  Dagegen handelt der Clown, siehe die ebenfalls amerikanischen Filme, durchaus bösartig, gefährlich. Er verhindert unter dem Vorwand „Freedom of Speech“ mit der Zollkeule zu drastische Eingriffe in die Willkür des Internet-Adels. Und die Zollkeule kann die Europäische Wirtschaft angeblich nicht verkraften.

Da leiden wir lokal unter bescheidenen Kränkungen. Ämter, die deren überwiegend männliche Chefs den „little Hitler“ gewähren lassen, der als Fahrschulprüfer seine Klienten weit häufiger als in anderen Bundesländern durchfallen lässt. Die landesbänkischen Signa-Investments haben wir still und leise abgeschrieben, quer finanziert aus den Rücklagen bzw. den Erfolgen der gut arbeitenden heimischen Stromerzeuger.

Wir genießen die insgesamt heile Natur, maßgeblich gestützt durch die kompetente, alpwirtschaftliche Tierhaltung auf mehr als fünfhundert Hochlagen. Die Bemühungen um Renaturierung lassen uns durchatmen. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert beispielhaft, die Radwege könnten teils etwas weniger umschweifig sein, aber sie führen überall hin. Und nicht zu vergessen das soziale Netz und die vielen vorausschauenden und kundenfreundlichen Verwaltungen, besonders auf Gemeindeebene, von Alberschwende bis Zwischenwasser. Die Arbeiterkammer hat sich seit Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf verabschiedet. Etliche Gewerbesektionen sind hoch innovativ, bilden hervorragende Facharbeiter aus, denen die Zukunft offen steht. Die Non-Profit-Aktivitäten von hunderten Vereinen und Einrichtungen, etwa Aha, Caritas, Integra, Kaplan Bonetti, Krankenpflegevereine, Seniorenbörse u. v. a. sind beispielgebend. Die Vorarlberger Gemeinden haben häufig mehr als hundert Vereine für Kultur und Sport, die für das Gemeinschaftsleben unverzichtbar sind. Und nicht zu vergessen: die freiwilligen Feuerwehren, – Wasser und Bergrettung. Also doch: soziales Leben im analogen Schlaraffenland.

Anmerkungen:

https://www.srf.ch/news/schweiz/maechtige-tech-milliardaere-die-neuen-koenige-wie-musk-co-den-staat-an-die-wand-fahren.

Der Begriff „Little Hitler“ wird im angelsächsischen Sprachraum für kleine, überhebliche Beamte verwendet. Das ist eigentlich eine unangenehme Verharmlosung des Begriffes, die Prüfer, Zöllner und Autobahnpolizisten können zwar lästig sein, aber das war es dann auch schon. Der „Kleine Hitler“ war im deutschen Reich der Kreisleiter. Der konnte durchaus die Deportation einleiten.

Tags: Albert WittwerKolumneKommentarPolitikWirtschaft
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