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Umfrage: Was an den Nachbarn nervt

von BK
8. Oktober 2024
in Österreich
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Notnagel und Nachbar. Foto: Joachim Berger

Notnagel und Nachbar. Foto: Joachim Berger

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Wer etwas an seinen Nachbarn auszusetzen hat, beklagt vor allem Lärm sowie einen Mangel an Höflichkeit und Toleranz.

Nachbarn sind für manche ein Segen, für andere ein Fluch. Die größten Aufreger, die sich von Bundesland zu Bundesland teilweise stark unterscheiden, hat die aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten ans Licht gebracht.

Top-Aufreger sind Lärm, Unhöflichkeit und fehlende Toleranz

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44 Prozent der Befragten fühlen sich hierzulande von ihren Nachbarn genervt. Grund dafür ist für etwas mehr als ein Drittel der Lärm, den sie machen. Ein Viertel empfindet sie als unhöflich oder gar frech, ein Fünftel moniert, dass sie wenig tolerant sind und sich über alles aufregen, selbst über Kleinigkeiten. Ebenso viele sind der Ansicht, sie würden nicht aufpassen, viel kaputt machen und Mist hinterlassen. Manch einer fühlt sich zudem beobachtet und in seiner Privatsphäre beeinträchtigt (13 Prozent). Auch ständige Partys und Besuch sowie die Benutzung allgemeiner Flächen (12 Prozent) sind ein Aufreger. Laute oder quengelnde Kinder (13 Prozent) werden etwas problematischer gesehen als Haustiere (11 Prozent).

Jüngere beklagen eher Lärm und Partys, Ältere mangelnde Höflichkeit

Im Altersvergleich ist auffallend, dass sich unter 30-Jährige im Schnitt von Lärm (46 Prozent vs. 36 Prozent gesamt) und ständigem Besuch bzw. Partys (20 Prozent vs. 12 Prozent gesamt) stärker belästigt fühlen als der Rest der Bevölkerung. 50- bis 59-Jährige ärgern sich hingegen überdurchschnittlich oft über Unhöflichkeit und fehlendes Grüßen (39 Prozent vs. 24 Prozent gesamt).

Wiener regen sich am meisten über Mist und Beschädigung auf

In der Bundeshauptstadt ist die Bevölkerungsdichte am höchsten. Dennoch sind es nicht Lärm oder Unhöflichkeit, die Wiener am meisten an der Nachbarschaft stört, sondern vor allem der Mist, die Verunreinigung und die Beschädigungen (33 Prozent), die ihre Mitmenschen hinterlassen. Auch vor der Türe gelagerter Müll bzw. die unsachgemäße Verwendung der Mülltonnen (32 Prozent) sorgen für Unmut. Und da man sich auf engerem Raum auch mehr teilen muss, sorgt die Benutzung allgemeiner Flächen – etwa als Schuhablage, für Pflanzen oder Möbel – hier im Vergleich für den meisten Unmut (19 Prozent vs. 12 Prozent).

Steirer feiern zu viel, in Salzburg und Kärnten fühlt man sich beobachtet

In der Steiermark fühlen sich überdurchschnittlich viele, nämlich ein Viertel (vs. 12 Prozent gesamt), durch ständigen Besuch und Partys der Nachbarn in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt. Salzburger hingegen kämpfen überdurchschnittlich häufig damit, dass sich die Menschen in der unmittelbaren Umgebung selbst über Kleinigkeiten aufregen (41 Prozent vs. 21 Prozent gesamt). Doch damit nicht genug. Die Salzburger fühlen sich auch im Österreichdurchschnitt über die Maßen beobachtet und in ihrer Privatsphäre gestört (33 Prozent vs. 13 Prozent gesamt). Mit diesem Schicksal sind sie jedoch nicht alleine, die Kärntner beklagen diesen Umstand ebenso häufig.

In Oberösterreich gibt es die meisten Streitigkeiten wegen Grundstücken, in Vorarlberg wegen Licht

Mit handfesteren Themen hat man in Oberösterreich und Vorarlberg zu tun. Grundstücksstreitigkeiten wie überhängende Äste, Heckenschneiden und Ähnliches ist in Oberösterreich für ein Fünftel ein Grund sich über die Nachbarschaft zu ärgern (vs. 9 Prozent gesamt). Vorarlberger haben hingegen überdurchschnittlich oft (26 Prozent vs. 4 Prozent gesamt) Themen mit den Nachbarn aufgrund von Beschattung durch Bäume in der Nachbarschaft und dadurch fehlendes Licht.

Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2024 für ImmoScout24 1.000 Österreicher von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

Tags: BurgenlandKärntenNiederösterreichOberösterreichÖsterreichSalzburgSteiermarkUmfrageVorarlberg
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