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COLLIDERSCOPE: Ein visuelles und akustisches Erlebnis in der Unterführung

von Red
19. Juni 2024
in Gsiberg, Kultur
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Foto: Stadt Feldkirch

Foto: Stadt Feldkirch

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Siegerprojekt für Unterführung Jugendherberge

Im Rahmen des Kunstwettbewerbs für die Neugestaltung der Unterführung bei der Jugendherberge/Rebberggasse wurden vor kurzem die Siegerprojekte ausgelobt. Architektin Monika Abendstein und Künstler Gerhard Diem überzeugten die Wettbewerbsjury mit ihrem Konzept „COLLIDERSCOPE“. Das Projekt wird von Abendstein und Diem gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Kinderstadtvertretung Feldkirch sowie des Bundesgymnasiums Feldkirch in der Rebberggasse realisiert.

Damit kann ein Projekt umgesetzt werden, für das sich die Kinderstadtvertretung Feldkirch – ein Parlament für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren – bereits seit geraumer Zeit eingesetzt hat. Gemeinsam mit dem Bundesgymnasium Feldkirch in der Rebberggasse sowie der Kulturabteilung der Stadt erstellten die Kinder und Jugendlichen einen Wettbewerb, den die Stadt Feldkirch für den öffentlichen Raum auslobt. „Der Kunstwettbewerb war ein Partizipationsprojekt mit Vorbildcharakter. Das wurde auch von der Jury bestätigt“, lobt Bürgermeister Manfred Rädler. „Der Prozess hat sich bewährt, insbesondere die Einbindung der Kinderstadtvertretung. Wir dürfen jetzt gespannt sein auf das Ergebnis.“

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Der weltweit leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger

Der Titel des Siegerprojekts bezieht sich auf den Large Hadron Collider, ein Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. „Das COLLIDERSCOPE in Feldkirch stellt den weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Farben“ dar, so das Künstlerduo. Dieser kreiere durch viele kleine Teile, die sich auf spielerische Art im Raum ausbreiten, eine grenzenlose, multisensorische Erlebniswelt. „Durch‘s COLLIDERSCOPE die Reichsstraße unterqueren, stellt ein experienzielles Ereignis in einem fantastischen Farbraum dar – Zeit und Raum verschmelzen und setzen neue, fantastische Bilder frei – den Autofahrenden darüber bleibt nur die Sehnsucht“, erklärt Monika Abendstein.

Ein Gesamtkunstwerk aus Farben und Klängen

Das visuelle Erlebnis wird durch eine Audiocollage, die SINNPHONIE, ergänzt. Diese subtile Klanginstallation begleitet das Durchschreiten der Unterführung und vervollständigt das Gesamtkunstwerk. Schüler:innen sammeln und arrangieren im Rahmen eines Workshops unterschiedliche Soundfiles, die zusammen mit den visuellen Eindrücken eine einzigartige Erlebniswelt schaffen. Diese können dann über einen QR-Code am Anfang auf beiden Seiten der Unterführung abgerufen werden.

Technische Umsetzung und Mitwirkende

Ein Arbeitskollektiv aus Kindern, Jugendlichen, Künstler:innen und Architekt:innen nutzt tragbare Druckpumpen, um leuchtkräftige, teils fluoreszierende Farbnebel auf Wände und Decken spontan und interaktiv aufzutragen. Die Beleuchtung vor Ort wird mit unterschiedlichen Lichtfarben ausgestattet, um die Wahrnehmung dynamisch zu unterstreichen.

Jurybegründung

Die Jury, bestehend aus der Hochschullehrerin und Künstlerin Sarah Schlatter, den Kinderstadtvertreter:innen Philomena Mähr und Efe Yasar in Begleitung von Prozess-Moderatorin Vera Ulrich, sowie den Schüler:innen Dina Petrovic und Nick Adam in Begleitung von Kunstlehrer Willi Dittmann, der Feldkircher Kulturamtsleiterin Maria Simma und dem Feldkircher Stadtbaumeister Gabor Mödlagl, wählte aus insgesamt neun eingereichten Projekten die Sieger.Das Siegerprojekt zeichnet sich durch das Zusammenspiel visueller und akustischer Elemente, das sich in einem Gesamtkunstwerk bündelt, aus. In der Umsetzung wird die kollektive Gestaltungskraft aller Beteiligten gefördert und an bekannten und unbekannten Gestaltungsmöglichkeiten geforscht. Dabei bleibt immer auch Raum für ein experimentelles Kunstabenteuer. „Die vom Künstlerduo Abendstein/Diem vorgeschlagene immersive Collage überzeugt mit einem ästhetisch und handwerklich beeindruckenden und partizipativ angelegten Konzept: das Potential für Schüler:innen, sich aktiv gestaltend innerhalb des Rahmens einzubringen, ist sehr hoch“, begründet Jurymitglied Sarah Schlatter die Entscheidung der Wettbewerbsjury.

„Die Stadt Feldkirch dankt allen Teilnehmenden für ihre kreativen Beiträge und freut sich auf die Umsetzung des Siegerprojektes“, so der Bürgermeister abschließend.

Tags: FeldkirchJugendlicheKunst
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