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Häuser der Generationen schließen Wohnbereich mit 15 Pflegeheimbetten

von Red
19. Januar 2022
in Gsiberg, Politik
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Die Sozialdienste Götzis betreiben in Götzis und Koblach Häuser der Generationen mit betreutem Wohnen, Pflegeheim und Sozialzentrum.

Die Sozialdienste Götzis betreiben in Götzis und Koblach Häuser der Generationen mit betreutem Wohnen, Pflegeheim und Sozialzentrum.

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Maßnahme sichert hohe Qualität der Pflege und bestmögliche Arbeitsbedingungen

Die Häuser der Generationen reagieren auf den anhaltenden Personalmangel in der Pflege. Sie schließen einen Wohnbereich mit 15 Pflegeheimbetten am Standort Götzis. Die Maßnahme bringt die dringend erforderliche Entlastung für das Personal und sichert die Pflege- und Betreuungsqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner. Bereits in den vergangenen Jahren wurden ambulante Angebote wie die Tagesbetreuung und Kurzzeitbetten ausgebaut, um Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen zu entlasten.

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„Wir wollen den Menschen bestmögliche Pflege und Betreuung bieten – und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen“, begründet Achim Steinhauser, Geschäftsführer der Häuser der Generationen, die Schließung eines Wohnbereichs mit 15 Pflegeheimbetten in Götzis. „Schon vor der Corona-Pandemie war die Belastung sehr hoch. In den vergangenen zwei Jahren sind dann viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Grenzen gekommen. Die Entlastung ist dringend nötig.“

Da die Schließung des mit 15 Pflegeheimbetten kleinsten Wohnbereichs seit einigen Monaten vorbereitet wurde, ist ein sanfter Übergang gewährleistet. Die zuständige Fachabteilung des Landes wurde von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt.

Achim Steinhauser, Geschäftsführer der Häuser der Generationen, sichert mit der Schließung eines Wohnbereichs in Götzis die hohe Qualität von Betreuung und Pflege.

Angespannte Situation am Arbeitsmarkt
Rund 60 MitarbeiterInnen sorgen ab Februar in den verbleibenden drei Wohnbereichen für das Wohl von 54 BewohnerInnen. Durch die Reduktion der Betten erfüllen die Häuser der Generationen schon jetzt die Vorgaben des ab 2024 geltenden Pflegeschlüssels des Landes Vorarlberg. Mit den bisher 69 Pflegebetten wären allein in Götzis rund ein Dutzend Vollzeit-MitarbeiterInnen zusätzlich nötig gewesen. „Angesichts der Situation am Arbeitsmarkt ist es praktisch aussichtlos, so viele neue MitarbeiterInnen zu finden“, schildert Steinhauser.

Die rechtzeitige Anpassung ist auch für den Götzner Bürgermeister Christian Loacker „ein notwendiger Schritt“: „Gute Betreuung braucht Zeit. Nur durch wirksame Entlastung kann das Pflegepersonal weiterhin im gewohnten Maß für die Menschen da sein, auf sie eingehen und zuhören. Wir wollen agieren statt reagieren und so ein Zeichen setzen.“ Loacker hofft, zusätzliche Betten anbieten zu können, sobald sich die Personalsituation verbessert: „Wann das der Fall ist, ist derzeit leider nicht absehbar.“

Wachsende Anforderungen und hohe Belastung
Das steigende Eintrittsalter der BewohnerInnen, höhere durchschnittliche Pflegestufen und eine deutliche Zunahme demenzieller Erkrankungen sorgen seit Jahren für einen wachsenden Arbeitsaufwand in den Heimen. In den vergangenen zwei Jahren stellte die Corona-Pandemie mit Kontaktbeschränkungen, strengen Besuchsregelungen und Sicherheitsvorkehrungen sowohl BewohnerInnen als auch Angehörige und die MitarbeiterInnen vor enorme Herausforderungen.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zunehmend am Limit. Sie brauchen unsere Unterstützung, bevor es zu spät ist“, sagt Geschäftsführer Achim Steinhauser. Er hofft, durch die guten Arbeitsbedingungen und die Sicherheit in der Dienstplangestaltung neue MitarbeiterInnen zu finden. Die beiden Wohnbereiche in Koblach sowie die betreuten Wohngemeinschaften in den beiden Gemeinden bleiben von der Maßnahme unberührt.

Infos: www.hdg-vorarlberg.at

Tags: Coronakrise in VorarlbergGötzisSeneCura-Pflegeheim
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