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Krimmler Theaterwanderung „Flucht über die Berge – In Memoriam Marko Feingold“ auf den Spuren des jüdischen Exodus von 1947

von BAKI
26. März 2021
in gsi.event, Österreich
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten oder wollten die meisten osteuropäischen Juden, die den Holocaust überlebt hatten, nicht mehr in Europa leben, wo ihre kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen zerstört worden waren. In den Jahren 1945 bis 1948 wurden etwa 250.000 Juden aus Osteuropa illegal in die westlichen Besatzungszonen geschleust. Hier lebten sie als „displaced persons“ in Lagern, wie etwa dem Lager Givat Avoda (hebräisch für „Hügel der Arbeit“) in Saalfelden, doch ihr Ziel war Palästina – „Eretz Israel“. 

Marko Max Feingold (1913 – 2019) hat gemeinsam mit dem legendären jüdischen Bergführer Viktor Knopf den Weg über den Krimmler Tauern erkundet und 5000 Juden im Jahr 1947 die Flucht nach Italien und damit weiter nach Palästina ermöglicht. Das teatro caprile folgt mit dieser Inszenierung den Spuren dieser illegalen Auswanderung jüdischer displaced persons im Sommer 1947. Während die Briten als Mandatsmacht über Palästina und die Franzosen über Syrien und Libanon eine legale Ausreise der Juden aus den österreichischen Lagern und vor allem ihre Einwanderung nach Palästina verhindern wollten, tolerierten die amerikanischen Besatzungstruppen in Oberösterreich und Salzburg diese Bewegungen und wies das österreichische Innenministerium die Krimmler Gendarmerie explizit an, „nicht aus dem Fenster zu schauen“ und dadurch den beschwerlichen Exodus – schließlich ging es in Gruppen von bis zu 200 Personen zu Fuß über den 2.634 m hohen Krimmler Tauern – geschehen zu lassen, damit sich das Problem quasi von selbst löse.

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Spiel: Heide Maria Hager, Andreas Kosek, Céline Nerbl, Astrid Perz, Gabi Schall, András Sosko, Ivana Stojkovic
Konzept & Regie und Text: Andreas Kosek
Bergcoaching: Hans Nerbl

Aufführungstermine:

  • 25. und 27. Juni 2021
  • 2., 3. + 4. Juli 2021
  • Beginn 9 Uhr – Treffpunkt 8:45 Büro Krimml Tourismus
Tags: IsraelÖsterreich
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