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Christian Futscher inszeniert James-Joyce-Passage mit literarischer Intervention

von Red
4. Februar 2021
in Gsiberg, Kultur
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© Frauke Kühn

© Frauke Kühn

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Für das gemeinsame Projekt #feldkirchenjoyce der Stadt Feldkirch, von Literatur Vorarlberg und literatur:vorarlberg netzwerk entwirft der Feldkircher Autor Christian Futscher eine literarische Installation zu Joyce‘s Kurzgeschiche „Eveline“, die mit Elementen des Comic arbeitet und ab heute in der James-Joyce-Passage der Montfortstadt zu sehen ist.

Die Erstarrung im Aufbruch

Mit seinem Kurzgeschichten-Zyklus „Dubliners“ schafft James Joyce mit Eveline eine junge Figur, die ihrem entbehrungsreichen Leben in Dublin entsagen und gemeinsam mit Frank, der sie heiraten will, mit dem Schiff nach Buenos Aires auswandern kann. Im Moment vor der Abreise lässt Eveline ihre Kindheit, die vertraute Umgebung ebenso wie die fatalen Bindungen an ihren gewältigen Vater, ihrer vom Wahnsinn befallenen Mutter Revue passieren und bleibt am Ende am Hafen zurück. Bilder für diese Lähmung im Aufbruch zu kreieren, war Ausgangsbasis für den Autor Christian Futscher, der neben wortwitziger wie berührender Lyrik, auch Kinderbücher und vor Kurzem seinen Roman „Mein Vater, der Vogel“ veröffentlicht hat. „In allen Erzählungen der Dubliners wird oft etwas ausgespart, bleiben Leerstellen, bleibt vieles im Dunkeln, steht kein Wort zu viel. Deshalb kam ich auf die Form des bilderlosen Comics, bei dem ebenfalls Vieles offen bleibt,“ fasst Futscher seinen Herangehensweise an die Installation zusammen. Betrachter und Betrachterinnen sind also eingeladen, die Lücken mit Eigenem zu füllen. „Vielleicht“, so der Autor weiter, „werden einige die Aufforderung ‚Komm!‘ auf dem Weg zum Bahnhof wörtlich nehmen, und angesichts des Textes ‚Nein! Nein! Nein! Es war unmöglich‘ vielleicht ins Grübeln kommen, eventuell auch was ihre Fahrziele anbelangt.“

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#feldkirchenjoyce

Das Projekt #feldkirchenjoyce macht die modernisierte James-Joyce-Passage, die als Unterführung den Feldkircher Bahnhof mit der Altstadt verbindet und sich zu einem beliebten Durchgang entwickelt hat, zur Erzählfläche. Nach Günter Vallaster, der die Passage in den vergangenen vier Monaten bespielte, und Christian Futscher, wird ab Mitte April die junge Vorarlberger Autorin Sarah Rinderer Joyce aus ihrem Blickwinkel als Sprachkünstlerin erzählen.

Alle Informationen unter: www.literatur.ist oder www.literatur-vorarlberg.at

Tags: Feldkirch
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