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Ortskernentwicklung Rankweil: Fachplaner bringen sich ein

von Red
2. Juli 2020
in Gsiberg
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© Marktgemeinde Rankweil

© Marktgemeinde Rankweil

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Kürzlich kamen im Feuerwehrhaus Rankweil 16 Experten aus den Bereichen Architektur, Gestaltung, Politik, Verkehrsplanung und Infrastruktur zusammen, um bisher eingebrachte Vorschläge zu analysieren und zu ergänzen.

Expertenteams setzten sich einen Tag lang mit folgenden vier Themengebieten auseinander: Straßen/Wege/Plätze/Infrastruktur, Grünräume, Baustrukturen/Gebäude und Nutzung. Und zwar zugeschnitten auf die vier bereits definierten Begegnungsräume Bahnhofstraße St. Peter-Bühel, Ringstraße Nord/Konkordiaplatz, Liebfrauenberg, Ringstraße Süd/Markt/Walgaustraße.

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„Ein sehr großer Teil der Arbeit ist das Sortieren und das Verdichten der vielen unterschiedlichen und wichtigen Betrachtungsebenen. Eine durchaus herausfordernde Aufgabe bei einem Projekt dieser Größenordnung“, fasste Architekt und Projektbegleiter Wolfgang Ritsch zusammen. Einig waren sich die FachplanerInnen, dass es sich aufgrund der vielen anstehenden Einzelprojekte um eine historisch einmalige Chance für Rankweil handelt. Besonders positiv hervorgehoben wurde die wertvolle Vernetzung der Fachplaner. „Denn schließlich kann die Entwicklung des Ortskerns nur dann gelingen, wenn sämtliche Fachbereiche sinnvoll ineinander greifen“, ergänzt Architektin und Projektbegleiterin Helena Weber. „Wir werden jedenfalls alles daransetzen, dass es kein Konzept für die Schublade wird und ich freue mich sehr, dass auch die Bevölkerung das Projekt so engagiert mitträgt“, freut sich Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall.

Ortskern und Nutzung

Bei der Ortskerndefinition wurde vor allem die Durchmischung von Tourismus, Kultur, Bildung und Gewerbe im Ortskern über die vier Begegnungsräume hinweg als wichtig erachtet. Ebenso sollten die Zugänge zu den einzelnen Begegnungsräumen klar ersichtlich sein und das Zentrum nicht zu groß gedacht werden. Einen ähnlichen Tenor gab es bei den Nutzungsangeboten: Die Aktivitäten sollten sich auf den Kern konzentrieren, es sollte eine Nachverdichtung an der Ringstraße und der Bahnhofstraße stattfinden und der Marktplatz gestärkt und geöffnet werden – und zwar durch Steigerung der räumlichen Qualität.

Öffentlicher Raum

Das meiste Echo bekam der öffentliche Raum. Dort wurden sogar 19 Vorschläge als besonders wichtig erachtet: Unter anderem wurde erneut auf den Erhalt bestehender Grünflächen sowie die Gestaltung qualitätsvoller Aufenthaltsräume hingewiesen, aber auch der Erhalt von ortsprägenden Gebäudestrukturen sowie die Rhythmusbildung durch ein Wechselspiel verschiedener Gestaltungselemente und auch das seit vielen Jahren aktuelle Thema der Verkehrsberuhigung wurde erneut aufgerollt. Zudem sollten räumliche Linearität gebrochen und abwechslungsreiche Strukturen geschaffen werden.

Arbeiten und Wohnen

Beim Arbeiten und Wohnen war vor allem eine gelungene Verknüpfung beider Bereiche von Bedeutung. Dazu braucht es aus Sicht der ExpertInnen vor allem eine Erweiterung der Baunutzungszahl zur weiteren Verdichtung des Zentrums sowie die Trennung von Gewerbe in Erdgeschossflächen in Verbindung mit qualitätsvollem Wohnen in den oberen Geschossen, begleitet von Gastronomie im Umfeld sowie der Anbindung des öffentlichen Verkehrs.

Gemeinschaftssinn und Positionierung

Der Gemeinschaftssinn wird vor allem mit Aufenthaltsqualität in Verbindung gebracht, konkret beispielsweise mit dem St. Peter-Bühel und dem Liebfrauenberg. Der öffentliche Raum soll flexible Treffpunkte bieten, in welchen sich die BürgerInnen ohne Konsumzwang treffen können. Die Positionierung brachte Ideen wie die Erweiterung der Gastgärten in den Straßenraum mit sich, die bessere Nutzung der Strahlkraft und Bekanntheit der Basilika, die Gestaltung des Straßenraums, die Erhaltung prägender Gebäude sowie die Idee einer „essbaren“ Gemeinde – also einer Gemeinde mit frei zugänglichen Nutz- und Themengärten im Zentrum.

So geht es weiter

Der zweite von vier Workshops mit Bürgerbeteiligung wird am 4. Juli 2020 stattfinden, bis Mitte des Jahres 2021 soll die Ortskernentwicklung stehen. „Es geht nicht darum, den Ort komplett umzukrempeln. Es geht darum, Anpassungen vorzunehmen, um auch in 20 Jahren in der Marktgemeinde Rankweil gut leben zu können und Aufenthaltsqualität, öffentliche Angebote, Gastronomie, Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Wohnangebote für alle Altersgruppen zu haben“, so Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall.

Mehr zur Ortskernentwicklung Rankweil gibt es unter www.rankweil.at/ortsentwicklung

Tags: Rankweil
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