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Interaktive Pflegeplattform gegen soziale Isolation und Einsamkeit

von Red
7. April 2020
in Welt
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v.l.n.r.: Emil Diaconu (Social City Wien), Ralf Knauseder, Ivan Ezhov, Kirill Vorobev (alle Uniper Care)

v.l.n.r.: Emil Diaconu (Social City Wien), Ralf Knauseder, Ivan Ezhov, Kirill Vorobev (alle Uniper Care)

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Die im Jahr 2018 in Österreich gegründete UNIPER CARE hat es sich mit ihrer interaktiven Pflegeplattform zum Ziel gesetzt, soziale Isolation und Einsamkeit nicht nur in Zeiten von Corona digital zu durchbrechen und betroffene Menschen zu unterstützen. Mit der Fernbedienung und dem Fernseher können die Benutzer direkt und unkompliziert in Kontakt mit ihren Liebsten, Freunden und ausgewählten Fachleuten treten. Nach einem erfolgreichen Start der Plattform in Österreich werden die vielfältigen Möglichkeiten nun in einer zweiten Phase intensiv erprobt. Maßgeblich unterstützt wird dieses Vorhaben dabei von der Social City Wien im Rahmen des Pilotprojektes „Innovation findet Stadt“.

Das Coronavirus hat Europa und auch Österreich derzeit fest im Griff. Zu Hause bleiben und sich und seine Mitmenschen damit schützen – so lautet nun die oberste Regel für die Bevölkerung. Das betrifft besonders ältere Menschen, für die Covid-19 eine große Gefahr darstellt. Denn während Social Distancing zwar notwendig ist, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, so bedeutet es für sie oftmals eine psychische Belastung durch die soziale Isolation. Eine Herausforderung, der sich das im Jahr 2018 gegründete Unternehmen UNIPER CARE angenommen hat. Mit einer interaktiven Pflegeplattform werden ältere, sich einsam fühlende Menschen unterstützt und Brücken dort gebaut, wo sie am meisten gebraucht werden.

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Interaktive Pflegeplattform mit einfacher Bedienung
Mithilfe von UNIPER CARE kann jedes gängige Fernsehgerät zu einer interaktiven Plattform verwandelt werden, die zahlreiche Funktionen umfasst. Neben einer breiten Palette an Trainingsvideos, die rund um die Uhr verfügbar sind, können die Benutzer an virtuellen Gemeinschaftsaktivitäten teilnehmen oder auf die Telebetreuung zurückgreifen und sich mit Ärzten und anderen Fachleuten des Gesundheitswesens verbinden. Darüber hinaus können sie mithilfe von Videocalls den Kontakt zu Familienmitgliedern und Freunden aufrechterhalten.

Bei der Konzeption der Plattform wurde besonders Wert auf eine benutzerfreundliche Oberfläche gelegt, damit eine problemlose und barrierefreie Bedienung gewährleistet ist. Das Ergebnis: Alle Funktionen können kinderleicht per Fernbedienung angesteuert werden – auch von Menschen, die technisch weniger versiert sind. Neben der Plattform zur Förderung des aktiven sozialen Lebens bietet UNIPER CARE auch für Pflegeanbieter einen plattformübergreifenden Dienst, mit dem via App verschiedenste Pflegedienste digital dokumentiert und die damit einhergehenden Kosten optimiert werden können.

Social City Wien als starker Partner im Kampf gegen Einsamkeit
In Österreich wird das Vorhaben von UNIPER CARE von der Social City Wien unterstützt und durch Realitätschecks und Co-Working Spaces maßgeblich vorangetrieben. „Um eine nachhaltige Antwort auf die Herausforderung der Selbstisolation zu geben, initiieren wir gemeinsam mit den Hilfswerk-Nachbarschaftszentren im Rahmen unseres „Innovation findet Stadt“-Projektes die zweite Phase der interaktiven Pflegeplattform von UNIPER CARE. Als interaktives Kommunikationsmittel kann sie räumliche Distanz überbrücken und somit der sozialen Vereinsamung vorbeugen“, so Emil Diaconu, Geschäftsführer der Social City Wien.

Das Pilotprojekt „Innovation findet Stadt“ folgt den Traditionen Wiens als soziale Stadt und innovatives Zentrum. Durch die lokale Perspektive und Vernetzung im Sozialraum der Hilfswerk-Nachbarschaftszentren in Verbindung mit dem Social Innovation Prototyping Programm sowie dem Co-Working Space der Social City Wien werden Räume für experimentelle Prozesse geschaffen, mit denen bewährte Strukturen aufgebrochen und neue Lösungen für Herausforderungen gefunden werden können.

„LUKOIL unterstützt die Social City Wien natürlich auch in schwierigen Zeiten wie jetzt. Bei der Lösungsfindung zu aktuellen Herausforderungen – wie hier mit der Pflegeplattform von UNIPER CARE gegen die Corona-Einsamkeit – fördert die Social City Wien laufend außergewöhnliche, innovative und kreative Projekte und treibt sie maßgeblich voran. Wir sind stolz, Teil davon zu sein und hier unseren Beitrag einfließen zu lassen“, erklärt Robert Gulla, CEO der LUKOIL Holding.

#LauteStimmenGegenEinsamkeit
Neben der Unterstützung von UNIPER CARE hat die Social City Wien zusätzlich die Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit ins Leben gerufen. „Einsamkeit ist zu einem zentralen anonymen Problem unserer modernen Massengesellschaft geworden. Ob jung oder alt, Frau oder Mann, arm oder reich, Einsamkeit kann jeden treffen. Doch kaum jemand spricht darüber, denn darüber zu sprechen, löst Scham aus. Entscheidend ist, Einsamkeit öffentlich zu thematisieren. Mit der Kampagne #LauteStimmenGegenEinsamkeit tun wir genau das!“, erklärt Emil Diaconu.

Um das Thema Einsamkeit auch im öffentlichen Diskurs zu einem Thema zu machen und Bewusstsein dafür zu schaffen, sollen künftig im Rahmen der Kampagne zahlreiche Veranstaltungen für Stakeholder des Gesundheits- und Sozialbereichs sowie für NGOs, engagierte Freiwillige und Betriebe entstehen. Die Kampagne stellt somit künftig eine Plattform für Vernetzung und Diskussion dar, um gemeinsam die Stimme gegen Einsamkeit zu erheben.

Über Social City Wien
Social City Wien ist eine unabhängige Agentur für soziale und nachhaltige Entwicklung in Wien. Seit Juni 2014 als gemeinnützige GmbH tätig, ist für alle Projekte und Aktivitäten der Social Value Gedanke handlungsleitend. Gemeinsam mit einem multidisziplinären Netzwerk bestehend aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stiftungen, Wissenschaft, sozialen Organisationen, Social Entrepreneurs, KünstlerInnen, Stadtverwaltung und Politik werden innovative Projekte entwickelt, um soziale Innovationen zu ermöglichen, kreative Potentiale und Talente zu unterstützen und den Know-How-Transfer zwischen „DenkerInnen und PraktikerInnen“ herzustellen. www.socialcity.at

Tags: Coronavirus in ÖsterreichWien
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