Fantasy Island

Fantasy Island
 

Fantasy Island von Thomas Bertram

Vorweg:
Der Trailer hat mich neugierig gemacht, mit einem Freund zusammen habe ich dann am 28.2. den Film Fantasy Island im Kino gesehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Dazu jetzt gleich mehr. Zuvor ein paar harte Fakten zum Film:

Fakten:
Erschienen ist der US-amerikanische Film Mitte Februar 2020. Regie führte Jeff Wadlow, der außerdem mit anderen zusammen das Drehbuch schrieb und als Produzent verantwortlich war. Die Grundidee des Filmes basiert auf den gleichnamigen TV-Serien aus den 70er/80er Jahren.
Michael Penja spielt Mr. Roarke, dem die Insel scheinbar gehört und der seinen Besuchern je einen (!) Wunsch erfüllt, egal welchen. Pariza Fitz-Henley ist seine „Assistentin“ Julia. Die Gäste werden von Jimmy O. Yang und Ryan Hanson als ungleiche Brüder Brax und J.D. gespielt, Austin Stowell ist Patrick, Maggie Q ist Gwen und Lucy Hale ist Melanie. Weitere wesentliche Rollen spielen Portia Doubleday als Sloane, Mike Vogel als Lieutenant Sullivan und Michael Rooker als Damon.

Die Story:
Du hast einen -nur einen einzigen!- Wunsch frei, so sind die Regeln. Das ist bei den Brüdern Weaver einfach: PARTY und Sex!. Patrick möchte einmal Soldat sein, wie sein Vater. Kein Problem. Gwen möchte den größten Fehler ihres Lebens rückgängig machen, denn sie hat vor Jahren einen Heiratsantrag abgelehnt. Und plötzlich ist alles wieder wie vor 5 Jahren -kann das sein? Und Melanie will sich als Mobbing-Opfer an ihrer Hauptpeinigerin von damals rächen. Zunächst geht es bei allen mehr oder weniger gut, naja, Patrick wird schon nach wenigen Minuten von echten (?) Soldaten gefangen genommen.
Doch der Plot ist ja ein Horror-Thriller und keine Morallehrstunde mit erhobenem Zeigefinger. Und so befinden sich die Brüder am nächsten Morgen in Lebensgefahr, weil eine Gangsterbande in die Partyvilla eindringt und ihr Geld und Koks wieder haben will. Geld? Koks? Patrick trifft auf seinen Vater, der doch schon seit 27 Jahren tot ist, sich auf eben dieser Mission für seine Kameraden geopfert hat. Melanie findet zunächst Freude daran, ihre ehemalige Peinigerin, jetzt gefesselt und geknebelt zu foltern, allerdings geht sie von einem Hologramm aus. Die Person hinter der Glasscheibe ist aber die echte Sloane, die jetzt vor ihren Augen abgeschlachtet werden soll. Das geht Melanie zu weit. Und Gwen traut dem Spuk mit dem liebenden Ehemann und dem süßen Kind am nächsten Tag nicht mehr über den Weg. Sie findet heraus, dass es ein ganz anderer Hauptwunsch war, den sie hat und schafft es tatsächlich auch diesen real werden zu lassen, aber hier kann sie die alte Realität nicht ändern. Plötzlich überall Monster bzw. nicht zu tötende Gegner und die Überlebenden müssen sich eingestehen, dass sie selbst Figuren in einem Wunsch eines anderen sind. Aber wessen? Und warum? Die letzte Frage klärt sich nach dem zweiten Wunsch von Gwen, aber dennoch: WER wünscht sich den Tod von ihnen?

Kritik
Sie fällt durchgehend positiv aus. Es gibt im ganzen Film, wenn man seiner inneren Logik folgt, sich also darauf einlässt, dass diese Insel Personen, Orte usw. absolut naturgetreu nachbilden kann, keinen Logikbruch und das will schon etwas heißen. Die Rettungsmission der Soldaten führt diese in die Partyvilla, und sie befreien die Brüder und ein paar Partygäste, der im Verborgenen lebende Damon rettet die flüchtenden Melanie und die von ihr befreite Sloane und zeigt ihnen das Herz der Insel, die Quelle der Wunscherfüllung. Doch sein angefordertes Rettungsflugzeug wird abgeschossen. Die Überlebenden finden zusammen und rücken zusammen, die „Assistentin“ von Mr. Roarke hilft ihnen, doch spielt sie evtl. ein falsches Spiel, sie oder ihr Boss oder wer? Können die Protagonisten die Quelle zerstören und sich so befreien? Die Zahl der Überlebenden sinkt und am Ende verlassen nur x (verrat ich nicht!) Personen die Insel.

Es gibt in dem Film wirklich viele gute Horrormomente, aber es ist dennoch kein Splatterfilm. Es ist mehr ein Thriller, der mit der Angst und der Unwahrscheinlichkeit des Geschehens spielt. Der ehemalige Psychiater von Melanie ist jetzt der Schlächter und kommt trotz zweimaligen Todes immer wieder, die Gangster sind plötzlich nicht mehr zu erschießen und der liebende Ehemann wird nachts für einen Sekundenbruchteil zum Monster. Und wer im Trailer gesehen hat, wie Patrick von einem Wesen ins Wasser gezogen wird, der wird sich wundern, was da noch alles abgeht. Sehr nett ist der Schluss, als sich der Film ein wenig vor seinen Vorgängern verneigt, sich sozusagen als Vorgeschichte der TV-Reihen definiert.

Fazit
Das ist kein Film für die nächsten Oskars, es ist kein Film für die ganze Familie, es ist ein solider spannender Horrorthriller, nicht mehr aber auch nicht weniger. Wer so etwas gerne sieht, der sollte sich den Film auf der großen Leinwand anschauen, denn auf der Glotze zuhause wird er kaum so bildgewaltig rüberkommen.

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