Wie wäre es, für einige Monate in einem anderen Land zu leben, eine neue Sprache zu lernen, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln oder sich in einem Freiwilligenprojekt zu engagieren? Beim Infoabend «Ab ins Ausland» im aha in Vaduz drehte sich am kürzlich alles um genau diese Fragen. 43 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, persönliche Fragen zu stellen und vielleicht schon den ersten Schritt in Richtung Auslandabenteuer zu machen.
Eine Zeit im Ausland zu verbringen, eröffnet ganz unterschiedliche Wege und Erfahrungen. Das zeigte sich auch beim Infoabend: Vom Sprachaufenthalt über Work & Travel, Au-pair und Freiwilligeneinsätze bis hin zu High-School-Jahr, Studium oder Berufspraktikum reichte das Angebot.
Dabei ging es nicht nur darum, wohin die Reise gehen könnte. Mindestens ebenso wichtig waren ganz praktische Fragen: Welche Programme passen zu mir? Was kostet ein Auslandsaufenthalt? Wo gibt es finanzielle Unterstützung? Wie früh muss ich mit der Planung beginnen? Und welche Möglichkeiten gibt es eigentlich während einer Lehre?

Verschiedene Organisationen standen den Besucher für persönliche Gespräche zur Verfügung. Foto: Aha
Persönliche Beratung statt Informationsflut
Verschiedene Organisationen und Fachstellen standen den Besucher*innen für persönliche Gespräche zur Verfügung und stellten ihre Angebote vor. Mit dabei waren AIFS Educational Travel, One World, StudyLingua und Vertreter der ZHAW. Eine junge Frau berichtet von ihren eigenen Erfahrungen als Austauschschülerin in Neuseeland. Auch über geförderte Programme wie das Europäische Solidaritätskorps (ESK), DiscoverEU sowie die Mobilitätsprojekte MOJA und «Go to Europe» konnten sich Interessierte informieren.
Gerade die finanziell geförderten Angebote sorgten immer wieder für Aha-Momente. So können junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren über das Europäische Solidaritätskorps einen Freiwilligendienst in Europa absolvieren. Bei DiscoverEU wiederum haben 18-Jährige die Chance auf ein Interrail-Ticket, um Europa auf eigene Faust kennenzulernen. Für Lernende bieten MOJA und «Go to Europe» Möglichkeiten, während oder nach der Ausbildung Berufserfahrung im Ausland zu sammeln.
Der direkte Austausch machte deutlich: Ein Auslandsaufenthalt muss nicht zwingend teuer sein. Und er ist auch nicht nur etwas für Studierende oder Menschen, die sich ein ganzes Jahr Zeit nehmen können. Je nach Lebenssituation gibt es sehr unterschiedliche Wege und Programme.

Mehr als einfach nur verreisen
Eine Zeit im Ausland bedeutet meistens weit mehr als eine Reise. Wer sich für einige Wochen oder Monate auf ein anderes Land und einen neuen Alltag einlässt, lernt nicht nur eine andere Kultur kennen. Man wird selbstständiger, verbessert Sprachkenntnisse, knüpft neue Kontakte und sammelt Erfahrungen, die oft lange in Erinnerung bleiben.
Der Infoabend zeigte vor allem eines: Der Wunsch, die Welt zu entdecken, lässt sich auf ganz vielfältige Weise verwirklichen. Neben der Idee braucht es jemanden, der weiss, welche Möglichkeiten es gibt.
Wer «Ab ins Ausland» verpasst hat oder nach dem Infoabend noch weitere Fragen hat, findet beim aha weiterhin Unterstützung. Auf aha.li gibt es ausführliche Informationen zu Auslandsaufenthalten, Freiwilligendiensten, Praktika, Sprachaufenthalten, Studium und weiteren Programmen. Auch eine persönliche Beratung beim aha in Vaduz ist möglich. Der nächste Infoabend findet im Frühjahr 2027 statt.

Zitate:
- «Ich hatte noch keine Ahnung, was ich nach der Lehre machen möchte für ein halbes Jahr bevor ich meine Weiterbildung starte und jetzt habe ich neue Inspirationen und verschiedene Ideen gefunden, die ich jetzt studieren kann.» – Janina
- «Mir wurde angeboten, einfach mal unverbindlich ein theoretisches Konzept für meinen Auslandsaufenthalt zusammenzustellen. Ich finde es toll, was für individuelle Möglichkeiten den Besuchern hier geboten werden!» – Lara











