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Start Kultur

Zwischen Berlin und Israel: Gallery 18 18 18 startet mit vielfältigem Herbstprogramm

von BK
20. September 2026
in Kultur, Welt
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Das Herbstprogramm. Grafik mit KI erstellt

Das Herbstprogramm. Grafik mit KI erstellt

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Berlin wird im Herbst 2026 zum Treffpunkt israelischer, Berliner und internationaler Kunst: Die im März gegründete Gallery 18 18 18 in der Bötzowstraße 18 präsentiert von September bis Dezember ein interdisziplinäres Programm aus bildender Kunst, Musik, Performance, Literatur, Workshops und Gesprächsformaten.

Gegründet wurde die Galerie von Alexander Skora, rund einen Monat nach der Eröffnung des von ihm mitinitiierten Kulturorts MAMMOTH @ MoMa5. Vor dem Hintergrund der Kürzungen im Berliner Kulturbereich verfolgt Skora mit der Gallery 18 18 18 das Ziel, Kunst und Kultur weiterhin kostenfrei zugänglich zu machen.

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Unter der Leitung der israelischen Künstlerin, Kulturproduzentin und Unternehmerin Liron Levi versteht sich die Galerie nicht ausschließlich als Ausstellungsraum. Sie soll vielmehr ein Ort der Begegnung und des Austauschs sein – ein Raum, in dem Kunst betrachtet, diskutiert und gemeinsam erlebt wird. Im Zentrum steht dabei die Verbindung zwischen dem israelischen, Berliner und internationalen Kulturleben.

„Bevor wir Menschen miteinander verbinden, müssen wir Menschen wieder mit sich selbst verbinden“, beschreibt Levi ihren kuratorischen Ansatz. Aus der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst könne ein authentischer Austausch mit anderen und mit der Welt entstehen.

Den Auftakt macht am 18. September die Ausstellung „Portraits“ des israelischen Künstlers Ophir Dor. Seine Porträts beschäftigen sich mit dem menschlichen Gesicht als Ausdruck von Identität, Erinnerung und Emotion und fragen danach, was ein Gesicht sichtbar macht – und was sich dahinter verbirgt.

Am folgenden Abend, dem 19. September, widmet sich die Gesprächsrunde „Face to Face – Identity • Belonging • Longing“ den Themen Identität, Zugehörigkeit und Sehnsucht. Gemeinsam mit der Psychotherapeutin Israela Shir und Liron Levi spricht Ophir Dor über das Verhältnis zwischen Selbstbild und der Wahrnehmung durch andere.

Auch Familien und Kinder gehören zum Programm. Beim Workshop „Colors of the Heart“ am 27. September verbinden die Künstlerin und Musikerin Maria Paradise und Liron Levi Musik, Geschichten und Farbe. Kinder erhalten dabei die Möglichkeit, Gefühle und persönliche Erfahrungen kreativ auszudrücken.

Im Oktober folgen weitere Veranstaltungen mit starkem Israel-Bezug. Der israelische Singer-Songwriter, Dramatiker und Cabaret-Künstler The Muchtar präsentiert am 3. Oktober „The Crab and the Entertainer“. Seine Arbeit verbindet theatrales Cabaret, elektronische Musik sowie nahöstliche und jemenitische Einflüsse mit schwarzem Humor und Poesie.

Besonders unmittelbar setzt sich die Ausstellung „Nature of Love?“ vom 17. Oktober bis 1. November mit den Folgen des 7. Oktober auseinander. Unter der Schirmherrschaft der Botschaft des Staates Israel in Berlin werden Fotografien von Etti Karo Abaksis, kuratiert von Sigalit Zalkha Nibodovsky, mit persönlichen Texten von Witwen verbunden, die ihre Partner bei den Ereignissen des 7. Oktober verloren haben. Fotografie, Natur und persönliche Erinnerungen treffen dabei aufeinander und beschäftigen sich mit Liebe, Verlust, Erinnerung und der Frage, wie Verbundenheit nach einem tiefgreifenden Verlust weiterbestehen kann.

Mit „My Un/Lucky Cancer“ bringt die israelische Singer-Songwriterin und Performerin Noa Bentor am 31. Oktober eine persönliche Lecture-Performance in die Galerie. Im Rahmen des Brustkrebs-Aktionsmonats Pink October verbindet sie persönliche Erzählungen und Musik mit einem Gespräch über Körper, Krankheit, Früherkennung und Resilienz.

Bis Dezember setzt die Gallery 18 18 18 ihr Programm mit weiteren Ausstellungen und Gesprächsformaten fort. Der israelische Dramatiker und Poet Aharon Levin lädt ab 4. November zu einer sechsteiligen „Thinking Group“ ein, die sich mit Denken, Schreiben und kreativem Austausch beschäftigt. Das Künstler- und Wissenschaftlerpaar Galina und Nikolay Skryl steht vom 5. bis 19. November mit der Ausstellung „From the Point to the Congruent Universe“ im Mittelpunkt. Die gemeinsame Arbeit verbindet Kunst, Wissenschaft, Mathematik, Natur und Philosophie. Die Ausstellung ist zugleich eine Hommage an Nikolay Skryl, der 2023 verstorben ist.

Den Abschluss des Herbstprogramms bildet im Dezember Atar Monnickendams „Department of Tourism“. Die israelische Künstlerin, Grafikdesignerin und Fotografin verbindet Fotografien von Gebäuden und architektonischen Räumen in Israel und Berlin mit einer farbintensiven visuellen Sprache. Aus bekannten urbanen Strukturen entstehen dabei neue Perspektiven zwischen Fotografie, Grafik, Erinnerung und Imagination.

Die Gallery 18 18 18 versteht sich damit als mehr als einen klassischen Ausstellungsraum. Mit Kunst, Musik, Literatur, Performance, Workshops und persönlichen Gesprächen möchte sie einen offenen Kulturort schaffen, der unterschiedliche Szenen miteinander verbindet und Raum für Begegnung und neue Perspektiven bietet.

Tags: AusstellungBerlinDeutschlandEventsIsraelKulturKunstTel AvivTipps
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