Das Poolbar-Festival beweist jedes Jahr sein unerschütterliches Interesse an Underground-Musik. Während es uns 2025 die pulsierende Energie des psychedelischen Jazz mit der indischen Band Peter Cat Recording Co. präsentierte, legte es 2026 noch einmal nach – mit zwei aufeinanderfolgenden Nächten, die ganz im Zeichen elektronischer, minimalistischer und unkonventioneller Klänge standen.
Text und Bilder: Jasmin Torres Hämmerle
Nach dem Auftritt des Deutschen Apparat lag der Abschluss dieses musikalischen Zweiteilers in den Händen des Wiener Duos HVOB, das mit einem grandiosen Sould out das Publikum begeisterte und in ihren Bann riss.
HVOB eröffnete ihren Auftritt mit „What They Gave Me“, einem provokativen und direkten Stück. Unterstützt von einem imposanten visuellen Design aus LED-Streifen und -Barrieren brachte die Band das Publikum dank eines unvergleichlichen Spiels mit Hintergrundbeleuchtung zum Beben. Zwischen den Songs gab es keine Pause, was auch gar nicht nötig war, da die Euphorie so groß war, dass uns die Dunkelheit und die zeitweise Stille des Schlagzeugs noch mehr erschütterten.

Die Bühnenpräsenz erreichte ihren Höhepunkt mit Klassikern wie „Clap Eyes“, gefolgt von einer Setlist, die es ermöglichte, die melodiöse und melancholische Stimme von Anna Müller bei Stücken wie „Dogs“ und „Window“ in vollen Zügen zu genießen.
Während der fast zwei Stunden, die das Konzert dauerte, befanden wir uns in einer kollektiven und absoluten Katharsis und ließen uns von der Kraft der Atmosphäre mitreißen, in die uns die Band von Anfang bis Ende entführte.
Zweifellos gelang es ihrer „The Silver Cage“-Tour, ein Publikum zu beflügeln, das sich von der ersten Minute an ganz dem Gefühl hingegeben hatte.












