In Götzis schreiten die Arbeiten am Hochwasserschutzprojekt am Emmebach weiter voran. Wie die Marktgemeinde mitteilt, ist mit der Fertigstellung der Dammschüttung für das neue Rückhaltebecken im Retentionsraum Örfla ein wesentlicher Meilenstein erreicht worden. Damit sei die Grundlage für die letzten baulichen Maßnahmen geschaffen.
Aktuell werden die abschließenden Dichtarbeiten am Dammbauwerk durchgeführt. Dabei kommen sogenannte DSV-Säulen im Düsenstrahlverfahren zum Einsatz, die in den Damm injiziert werden. Dieses Verfahren soll die dauerhafte Stabilität und Wasserdichtheit des Bauwerks sicherstellen. Parallel dazu werden im Bereich der Inmakulata-Quelle neue Wasserleitungen verlegt, die bis zum Damm weitergeführt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die Quelle neu eingeschüttet und fachgerecht eingefasst werden.
Auch das Umfeld des neuen Damms wird weiter gestaltet. Am Dammüberlauf werden noch Flusssteine verbaut, außerdem entstehen Wege vom Schwimmbad kommend. Zusätzlich ist auf dem Damm ein Plateau vorgesehen, auf dem künftig eine neue Andachtsstelle errichtet werden soll. Am Eingang der Örfla soll damit ein Ort zum Innehalten geschaffen werden.

An der geplanten Fertigstellung der Hauptarbeiten am Dammbauwerk Ende April hält die Gemeinde fest. Bürgermeister Manfred Böhmwalder betont die Bedeutung des Projekts für die Sicherheit der Bevölkerung. Die Wanderwege im Bereich der Baustelle bleiben allerdings bis zur endgültigen Fertigstellung im Herbst gesperrt.
Der Retentionsraum Örfla ist ein zentraler Bestandteil des Hochwasserschutzprojekts am Emmebach, das gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und der Wildbach- und Lawinenverbauung umgesetzt wird. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Gemeinde auf rund 10,7 Millionen Euro. Das neue Rückhaltebecken kann rund 50.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Im Fall eines hundertjährlichen Hochwassers sollen so große Wassermengen zwischengespeichert und kontrolliert abgegeben werden, um das Überflutungsrisiko im Ortsgebiet deutlich zu senken.













