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Start Kultur

Funkenfeuer – gelebtes Brauchtum mit Verantwortung

von Red
20. Februar 2026
in Kultur, Liechtenstein
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Symbolbild: Bandi Koeck

Symbolbild: Bandi Koeck

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In Vaduz und im ganzen Land werden am kommenden Wochenende wieder die traditionellen Funken abgebrannt. Damit dieses Brauchtum ungetrübt gepflegt werden kann, ist es entscheidend, dass ausschliesslich naturbelassenes Holz verwendet wird.

Früher wurde auf Funkenfeuern teilweise auch sogenanntes Abfallholz verbrannt. Diese Praxis ist seit einigen Jahren untersagt, da sie Risiken für Umwelt und Gesundheit birgt. Holz aus Abbrüchen, von Baustellen oder ausgediente Gegenstände wie Möbel, Paletten oder behandelte Zaunpfähle gelten als Abfall. Sie können Schwermetalle und andere Schadstoffe enthalten, die beim Verbrennen in die Luft gelangen. Besonders problematisch ist beschichtetes oder verleimtes Holz, da dabei unter freiem Himmel giftige Stoffe wie Dioxine entstehen können. Untersuchungen zeigen zudem, dass selbst vermeintlich unbehandelte Hölzer häufig belastet sind.

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Zum Schutz von Mensch und Umwelt gilt daher – sowohl beim Funken als auch beim Heizen im privaten Bereich – die klare Empfehlung, nur trockenes, naturbelassenes Holz zu verbrennen und auf eine möglichst raucharme Verbrennung zu achten.

Historische Chronologie des alemannischen Funkenbrauchs

(Ostschweiz · Liechtenstein · Vorarlberg)

Vorchristliche Zeit (bis ca. 8. Jh.)

  • Vermutlich heidnische Frühlings- und Fruchtbarkeitsrituale mit Feuer als Symbol der Reinigung und des Neubeginns.
  • Feuer sollte Winter, Krankheit und böse Geister vertreiben.

Mittelalter (ca. 9. – 15. Jh.)

  • Christianisierung des Brauchs und Verbindung mit der Fastenzeit.
  • Erste schriftliche Hinweise auf Frühlingsfeuer im alemannischen Raum.

Frühe Neuzeit (16. – 18. Jh.)

  • Funkenfeuer verbreiten sich als Dorffeste mit klaren lokalen Regeln.
  • Teilweise Kritik kirchlicher und weltlicher Obrigkeiten wegen Brandgefahr.

19. Jahrhundert

  • Stärkere Vereinsorganisation und Herausbildung regionaler Varianten.
  • Funken werden identitätsstiftender Bestandteil der Dorfgemeinschaft.

20. Jahrhundert (bes. nach 1945)

  • Wiederbelebung und bewusste Pflege als Kulturerbe.
  • Zunehmende Standardisierung von Sicherheits- und Umweltvorschriften.

Seit ca. 1990er-Jahren

Tags: BrauchtumEventsFreizeitFunkenLiechtensteinOstschweizVereinVorarlberg
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