10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start Gsiberger

Alexander Wieser: Vom „international Gesuchten“ zum Mutmacher auf der Bühne

von BAKI
17. Januar 2026
in Gsiberger
A A
Alexander Wieser. Fotos: Bandi R. Koeck

Alexander Wieser. Fotos: Bandi R. Koeck

Share on FacebookShare on Twitter

Alexander Wieser – ein Leben zwischen Gitterbox und Glück

Zehn Monate Auslandseinsatz. So nennt Alexander Wieser heute eine Zeit, die ihn fast alles gekostet hätte: Freiheit, Familie, Selbstachtung – und beinahe auch die Zukunft. Was nach einem Business-Trip klingt, war in Wahrheit ein Interpol-Haftbefehl, vier Länder, eine Spezialeinheit und die harte Realität der Einzelhaft. Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein – gesucht, gefunden, eingesperrt.

Den Podcast von Bandi Koeck auf Spotify anhören!

Er nennt es „Gitterbox“. Ein Wort, das klingt wie ein Parkplatz für Menschen, wie eine Endstation ohne Rückfahrkarte. Für Wieser war sie genau das – und zugleich der brutalste Wendepunkt seines Lebens.

WERBUNG

Falsche Menschen, falsche Wege

Geboren 1977 in Hard am Bodensee, aufgewachsen zwischen Autos, Motorengeräuschen und PS-Träumen, hatte Alex früh gelernt, wie man schraubt, repariert, schneller ist als andere. Doch irgendwann war Geschwindigkeit nicht mehr nur ein Hobby – sondern ein Lebensstil. Drei, vier Jobs reichten nicht mehr aus, um die selbstgebauten Probleme zu regulieren. Der „einfachste Weg“ wurde der falsche.

Kleindelikte, Einbrüche, Raub, Juwelierüberfälle – „die komplette Palette“, wie er heute sagt. Und das auch noch schlecht organisiert. Einmal stand er im falschen Gebäude, im falschen Raum, während der Plan längst anders lautete. Verbrechen mit Slapstick-Charakter – bis es nicht mehr lustig war.

Wenn die Tür ins Schloss fällt

Irgendwann redete jemand. In der Schweiz holte ihn die Spezialeinheit. Einzelhaft. Big Brother – live, ohne Bezahlung. „Es ist eine andere Welt“, sagt er. Eine Welt, in die er nie wieder zurück will – für kein Geld dieser Welt.

Zehn Monate saß er – mit einem kurzen, bitteren Zwischenstopp draußen, ausgelöst durch einen Verfahrensfehler. Freiheit auf Zeit, nur um dann freiwillig zurückzugehen und die restlichen vier Monate abzusitzen. Für ihn schlimmer als die erste Inhaftierung.

Seine Kinder sah er nicht. Aus Scham. Einmal durfte er seinen Sohn Levin auf dem Parkplatz beobachten, während seine damalige Frau mit ihm spielte. Mehr Nähe erlaubte er sich nicht. Und als er zurückkam, war da plötzlich etwas, das vorher nie da war: Verlustangst. „Papa, du kommst heute Abend wieder heim, oder?“ – ein Satz, der tiefer schneidet als jede Gefängnistür.

Zitat aus dem Buch: „Als ich mich während des Erwachsenwerdens Schritt für Schritt in die falsche Richtung bewegte, war mein einziges Lebensziel, keine Schwäche zu zeigen und niemandem einen Blick hinter meine Fassaden zu gewähren, wo sich mit den Jahren aus all den Wunden Narben gebildet hatten. Während ich ständig gegen den Strom schwamm, versuchte ich mir selbst zu beweisen, dass ich stärker als die Strömung war und mir nichts und niemand etwas antun konnte. Doch dann kam der Tag, welcher mein gesamtes Leben verändern sollte. Im Leben kann man hinfallen, wichtig ist nur, einmal mehr aufzustehen.“

Zweite Chance verpasst – und neu erfunden

Wieser schrieb darüber ein Buch: „Zweite Chance verpasst“. Keine Heldenstory, sondern Aufarbeitung. Für ihn selbst. Zwei, drei Exemplare liegen bis heute in seiner Wohnung. Mahnmale. Koordinaten, damit er nie wieder die falsche Ausfahrt nimmt.

99 Prozent der Reaktionen waren positiv. Aber es gab auch Abwendung, Freundschaftsbrüche, Unverständnis – sogar aus der eigenen Familie. Trotzdem: Das Buch war notwendig. Nicht als Imagepolitur, sondern als seelischer Frühjahrsputz. Ein neues Buch liegt bereits in der Schublade und muss nur noch veröffentlicht werden.

Zurück ins Leben – ohne Abkürzungen

20, 25 Bewerbungen. Ehrlich geschrieben: „Ich komme aus dem Gefängnis, brauche eine zweite Chance.“ Die Antworten? Meist keine. Der krumme Weg wäre leichter gewesen – alte Kontakte, alte Muster. Doch Wieser brach radikal mit seiner Vergangenheit.

Heute ist er Familienmensch, Unternehmer, Autofanatiker mit Herz und Speaker mit Haltung. Der gelernte KFZ-Mechaniker führt Mastercars Lackzentrum im Aargau: Lackiererei, Spenglerei, Verkauf und Vermietung – vom Polo bis zum Lamborghini, vom Smart bis zum G63. Sein Lieblingsauto? Ausgerechnet der Smart. Wegen des Wendekreises. Und weil Statussymbole für ihn längst ihren Glanz verloren haben.

Motivator statt Manipulator

Als Mentaltrainer steht Wieser heute auf Bühnen, vor Jugendlichen, mehreren Schulklassen oder einer ganzen Schule, vor sogenannten „schwierigen Zielgruppen“. Er zieht die Hosen runter – im übertragenen Sinn – und erzählt von Unterführungen, von Nächten im Auto, von Momenten, in denen selbst das Auto weg war. Perspektivenwechsel statt Phrasen.

Seine Botschaft ist unbequem ehrlich:
Fehler darf man machen – aber manche lassen sich nicht mehr reparieren. Respekt ist keine Floskel, sondern Überlebensstrategie. Und Positivität bedeutet nicht, dass alles rosarot ist – sondern dass man selbst an grauen Tagen das Beste daraus macht.

Er nennt es provokant „positive Manipulation“. Andere sagen Motivator. Er selbst sieht sich als jemanden, der Menschen daran erinnert, dass jede rote Ampel auch eine Einladung zur Geduld ist.


Factbox – Alexander Wieser

Geboren 1977 in Hard am Bodensee
Wohnhaft heute im Aargau (CH)
Familienvater, Unternehmer, Speaker & Mentaltrainer
Zehn Monate Haft in der Schweiz – international gesucht in AT, DE, CH, FL
Autor des Buches „Zweite Chance verpasst“

Instagram: https://www.instagram.com/thealexwieser/
Inhaber von Mastercars Lackzentrum (Lackiererei, Spenglerei, Fahrzeugverkauf und -vermietung)
Lieblingsauto: Smart – Traumautos: G63, Lamborghini, Ford Mustang V8
Hobbys: Fitness, Spieleabende, Musicals, Zeit mit engem Freundeskreis
Ziel: Menschen „zu ihrem Glück manipulieren“ – durch ehrliche Motivation und Perspektivenwechsel

Tags: GeschichteGsibergerHardLiechtensteinPodcastPortraitZürich
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Lawinenunfall mit 70-jähriger Frau in Tschagguns

nächster Artikel

Kindergarten Hämmerlestraße schließt mit Ende des Betreuungsjahres 2025/26

weitere interessante Artikel

Wenzel Michalski diese Woche bei seiner Präsentation auf dem Campus von Yad Vashem in Jerusalem. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Der entschlossene Mahner: Wenzel Michalski und der Kampf gegen Antisemitismus

23. Oktober 2026
Julia Marte-Schwald unterwegs mit ihren Liebsten: Kindern und Tieren. Fotos: Privat
gsi.podcast

Podcast-Folge 100: Die Eselversteherin – Julia Marte-Schwald

13. Oktober 2026
Hannes Steinhauser-Teufel in seiner Wohnung in Feldkirch an der Ill. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Der kritische Freigeist Hannes Steinhauser-Teufel spricht tacheles

5. Oktober 2026
Der Südtiroler Aufgussmeister Norbert Perger. Foto: Bandi Koeck
gsi.podcast

Der Mann, der 500-mal im Jahr die Hitze bändigt: Norbert Perger mag es gerne heiß

30. September 2026
nächster Artikel
Kindergarten Hämmerlestraße © Lisa Mathis

Kindergarten Hämmerlestraße schließt mit Ende des Betreuungsjahres 2025/26

Heute beliebt

  • Kristl Moosbrugger vom Hotel Post in Lech. Foto: Bandi Koeck

    Kristl Moosbrugger – Pioniergeist, Haltung und gelebte Gastfreundschaft

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • GOLD Award für Frastner in Frankfurt: Wolfgang Frick für „60 Shades of Führung“ ausgezeichnet

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Memoett: Wenn die ganze Tierfamilie gesucht wird

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Ein fürstlicher Hochzeitstag in Vaduz: Prinzessin Marie Caroline ehelicht Leopoldo Maduro Vollmer

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Oliver Sprenger: Ein Mann, der zuhört – und Räume für Gespräche schafft

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Schlange auf Marmor. Ölbild von Amrei Wittwer

Alberts Notion: Wenn das Internet ausfällt – Die fünfte Kränkung

von ALWI
23. Oktober 2026
0

Holda Moos in Au, Bregenzwerald. Bild: Albert Wittwer

Alberts Notion: Das Moor hat seine Schuldigkeit getan, das Moor kann gehen

von ALWI
14. Oktober 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Bedrohungen der Zivilisation

von ALWI
4. Oktober 2026
0

Textbezogenes Symbolbild von ChatGPT generiert.

Susi reloaded # 215: KI for President

von SUSI
27. September 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist