Seit zwei Jahren laufen die Arbeiten für das Hochwasserschutzprojekt Emmebach Götzis. Das Gemeindeblatt hat mit der Projektverantwortlichen Ramona Burtscher darüber gesprochen, was bisher umgesetzt wurde und welche Schritte als Nächstes anstehen.
Im Herbst 2023 startete die Wildbach- und Lawinenverbauung damit, einen Wildholzrechen im bestehenden Rückhaltebereich des Emmebachs zu errichten. Seitdem wird an einem neuen Rückhaltebecken gebaut, dass bis zu 47.000 Kubikmeter Wasser fassen und damit die Wassermengen eines 100-jährigen Hochwassers aufnehmen und reguliert wieder ablassen kann.
Was wurde seit Kurzem umgesetzt?
Ramona Burtscher: Vor Kurzem wurde das Durchlassbauwerk für den neuen Rückhaltedamm fertiggestellt. Es sorgt künftig dafür, dass das Wasser kontrolliert abfließen kann. Dafür musste ein Tunnel (Durchlassbauwerk) durch den Damm errichtet werden. Außerdem wurde die Quelle Inmakulata abgedichtet und umgeleitet, und auch der Rohbau des Technikgebäudes ist inzwischen abgeschlossen. Dort wird dann die Steuerung des Schiebers im Durchlassbauwerk installiert und somit der Wasserstand bzw. die Durchlassmenge erfasst und gesteuert.
Mit welchen Herausforderungen hattet ihr zu tun?
Ramona Burtscher: Derzeit schütten wir den Damm bis zur Oberkante des Durchlassbauwerks auf. Die Schüttung wird in Schichten eingebaut. Diese Schichten werden laufend vom Geotechniker durch Lastplattenversuche geprüft. Um die Dichtheit des Dammes gewährleisten zu können, darf das Material einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad nicht überschreiten – eine besondere Herausforderung, da der Bereich in der Örfla ständig im Schatten liegt und kaum Sonne scheint.
Zusätzlich hatten wir mit Schäden an der Bulittastraße zu kämpfen, die unter anderem durch die Schremmarbeiten entstanden waren. Hier konnten wir inzwischen eine gute Lösung finden.
Welche Schritte stehen als Nächstes an, und wie sieht der Zeitplan bis zur Fertigstellung aus?
Ramona Burtscher: Anfang 2026 wird der Dichtkern im Damm betoniert/injiziert, der für die Stabilität und Dichtheit der gesamten Anlage entscheidend ist. Im Frühjahr sollen die Hauptarbeiten abgeschlossen sein.
Wenn alles nach Plan läuft, können die Götzner Ende des Jahres 2026 die vollständige Örfa-Runde wieder nutzen und genießen.











