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Feldkirch macht die Innenstadt klimafit

von TAY
6. Dezember 2025
in Politik, Vorarlberg
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Baumpflanzungen in der Innenstadt verbessern das Mikroklima. (Foto: Stadt Feldkirch)

Baumpflanzungen in der Innenstadt verbessern das Mikroklima. (Foto: Stadt Feldkirch)

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Die Stadt Feldkirch setzt einen deutlichen Schritt in Richtung zukunftsorientierter Stadtentwicklung. Mit dem Projekt „Klimafitte Innenstadt“ wird die Altstadt in den kommenden Jahren umfassend an die Anforderungen des Klimawandels angepasst.

Steigende Temperaturen, enge Gassen und ein hoher Versiegelungsgrad führen zunehmend zu Hitzeinseln. Gleichzeitig belasten Starkregenereignisse das Kanalsystem, was zuletzt sogar eine laufende Kanalsanierung zum Erliegen brachte. Das Projekt reagiert auf diese Herausforderungen mit einem integrierten Maßnahmenpaket, das sowohl ökologischen Nutzen als auch städtische Lebensqualität stärkt.

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Kern des Vorhabens ist die Umsetzung des Schwammstadtprinzips. „Ziel ist eine Innenstadt, in der Regenwasser nicht unkontrolliert im Kanalsystem landet, sondern vor Ort gespeichert, versickert und verdunstet wird“, erklärt Baustadträtin Andrea Kerbleder. „Dazu zählen Baumrigolen mit speicherfähigen Substraten, Retentionsflächen, neue standortgerechte und hitzeresistente Bäume, sowie Pflanzenbeete, die das Mikroklima der engen Altstadtgassen verbessern.“ Ergänzend kommen smarte Bewässerungssysteme zum Einsatz, die mithilfe von Sensorik ermitteln, wann Pflanzen Wasser benötigen. Die Kombination dieser Maßnahmen bewirkt Abkühlung, unterstützt die Vegetation in Trockenperioden und schützt gleichzeitig vor Überflutungen.

Die klimatische Aufwertung geht mit einer deutlichen Steigerung der Aufenthaltsqualität einher. Neue beschattete Bereiche, Wasserelemente, Verdunstungsflächen und einladende Sitzmöglichkeiten schaffen Orte, an denen Menschen auch an heißen Sommertagen Erholung finden. „Durch diese Aufwertung der Altstadt entstehen kleine klimatische Entlastungsräume, die den Alltag für Bewohner, Besucher und Gewerbetreibende angenehmer gestalten“, freut sich Umweltstadtrat Clemens Rauch. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der aktiven Einbindung der lokalen Bevölkerung. Anrainer und Betriebe werden durch Workshops und Beratungsangebote über die kommenden Schritte informiert und können eigene Anliegen einbringen.

Zusätzlich ermöglicht das Projekt eine Modernisierung der städtischen Infrastruktur. Die Stadtwerke erweitern im Zuge der Bauarbeiten die Leitungen für die Nahwärme. Dadurch wird der Ausbau eines klimafreundlichen Heizsystems vorangetrieben, was langfristig sowohl zu einer Reduktion fossiler Energieträger als auch zu einer stabileren und effizienteren Wärmeversorgung beiträgt. Klimawandelanpassung und Klimaschutz greifen somit unmittelbar ineinander.

Bürgermeister Manfred Rädler unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Die Altstadt ist ein historisch wertvoller Raum, der gleichzeitig besonders sensibel auf klimatische Veränderungen reagiert. Dieses Projekt verbindet Schutzmaßnahmen, technische Innovation und gestalterische Aufwertung. Damit entsteht eine Innenstadt, die den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte gewachsen ist und den Menschen in Feldkirch spürbare Verbesserungen bringt.“

Für das Projekt verantwortlich ist Abteilung Tiefbau in Zusammenarbeit mit den Abteilungen Stadtplanung und Umwelt/Energie/Klima, den Stadtwerken Feldkirch, dem Bundesdenkmalamt, dem Stadtmarketing und der KLAR! Vorderland–Feldkirch. Die Vielzahl an bestehenden Leitungen, von Kanälen über Wasser- und Stromleitungen bis zu Glasfaser, erfordert dabei eine besonders sorgfältige Abstimmung aller Beteiligten.

Mit der „klimafitten Innenstadt“ zeigt Feldkirch, wie Städte den Herausforderungen des Klimawandels aktiv begegnen können. „Begrünung, Beschattung und Regenwassermanagement sorgen für Abkühlung, schützen vor Starkregen und machen die Altstadt noch attraktiver“, betont der Bürgermeister. „Feldkirch zeigt damit einmal mehr: Wir gestalten die Zukunft klimaangepasst, lebenswert und gemeinsam.“

Tags: FeldkirchInfrastrukturKlimaPolitikWirtschaft
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