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Lecher Bergbahnen investieren nachhaltig bei Talstation Schlegelkopf

von Red
10. November 2025
in Vorarlberg, Wirtschaft und Recht
Lesezeit: 3 mins read
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Beim Salober-Jet wurde ein großflächiger Windschutz an der Bergstation errichtet. ©Schilifte Strolz GmbH

Beim Salober-Jet wurde ein großflächiger Windschutz an der Bergstation errichtet. ©Schilifte Strolz GmbH

Wenn im Herbst die Temperaturen fallen, laufen hinter den Kulissen viele Räder zusammen. Rund um die Talstation Schlegelkopf wurde in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet: Die Erneuerung der Wasserentnahme aus dem Lech sowie ein erster Schritt der Modernisierung des Leitungsnetzes und des Pumpenhauses sind abgeschlossen.

Dank dieser Maßnahmen konnte die Effizienz der Beschneiung fast verdoppelt werden, womit nicht nur schneller, sondern auch energiesparender Schnee erzeugt werden kann. Die Wasserentnahme aus dem Lech wurde um ca. 40 Prozent auf 400 Liter pro Sekunde ausgebaut – mit der neuen Pumpstation erhöht sich die Leistungsfähigkeit um insgesamt 100 Prozent. „Die Entnahme beschränkt sich auf einen Zeitraum von drei bis vier Wochen. Mit der Schneeschmelze gelangt das Wasser wieder in den Wasserkreislauf zurück“, erklärt Helmut Gritsch, Leiter Beschneiung der Lech Bergbahnen AG, und ergänzt: „Gleichzeitig werden Teile des Leitungsnetzes modernisiert und frostsicher verlegt. Das hat den Vorteil, dass die Leitungen nach dem Beschneien nicht mehr entleert werden müssen.“ Zudem sind 48 neue Schneeerzeuger im goldenen Lech-Design von den Firmen SuperSnow und DemacLenko geliefert worden und einsatzbereit. Diese moderne Generation arbeitet mit rund 30 Prozent weniger Energie. Bereits im nächsten Sommer werden weitere Abschnitte erneuert und damit wird die Leistungsfähigkeit erhöht.

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Parallel dazu wird gemeinsam mit den Oberlecher Gesellschaften an einem großen Zukunftsprojekt gearbeitet: Ein neuer Beschneiungssee soll künftig die Versorgung des gesamten Leitungsnetzes sicherstellen. Erste Begehungen mit den Behörden fanden bereits statt, derzeit laufen geologische Untersuchungen des Untergrunds. Das Ziel: Schneesicherheit langfristig gewährleisten – mit Rücksicht auf Natur und Ressourcen.

Schneeerzeuger im goldenen Lech-Design. ©Lech Bergbahnen AG

Für eine noch bessere Pistenpräparierung wurde die Schneehöhenmessung flächendeckend auf alle Pistenmaschinen der Lech Bergbahnen AG ausgeweitet. Damit stehen den Mitarbeitenden neben modernen Pistengeräten auch neueste Hilfsmittel für die Präparierung zur Verfügung.

Informationen in Echtzeit
Auch in der digitalen Welt bewegt sich viel. Mit neuen digitalen Panoramatafeln am Rüfikopf und Zugerberg sowie digitalen Informationsflächen wird die Kommunikation mit den Gästen künftig noch aktueller und flexibler. Beim Auenfeldjet werden für diesen Winter die letzten fehlenden digitalen Überkopfportale installiert. Die Digitalisierung betrifft aber nicht nur die Gästeinformation: Mit der Einführung der neuen HRM-Software „rexx“ wird auch die interne Organisation auf das nächste Level gehoben: Recruiting, Mitarbeitendeentwicklung, Kommunikation, Akten – alles digital und effizient mit einem passenden Employer Branding.

Vertrauen in jeder Situation
Sicherheit hat beim größten Lecher Seilbahnunternehmen oberste Priorität. Nach der erfolgreichen Modernisierung von 10 Lawinenwächtern im Sommer 2024 wurden heuer 15 weitere Steuerungssysteme erneuert. Diese sorgen für schnellere Reaktionszeiten und höhere Zuverlässigkeit bei allen Witterungsbedingungen. Für 2026 ist die Modernisierung der letzten 14 Anlagen sowie die Errichtung zusätzlicher Sprengpunkte geplant – ein langfristiges Bekenntnis zu höchstmöglicher Sicherheit auf und abseits der Pisten. Die Eigenverantwortung bleibt dabei immer das wichtigste Sicherheitsmoment.

Bei den Seilbahnen wurde ebenfalls in die Sicherheit und den Komfort investiert. Die Steinmähderbahn erhielt ein neues Seil, das für mehr Laufruhe sorgt. Bei der Rüfikopfbahn 1 wurden die Laufwerke und Gehänge einer Generalrevision unterzogen.

Gemeinsam stark
Bei der Skilifte Schröcken Strolz GmbH, an der die Lech Bergbahnen AG zu fast 90 Prozent beteiligt ist, zeigt sich ebenfalls Bewegung: Beim Salober-Jet wurde ein großflächiger Windschutz an der Bergstation errichtet. Diese Investition sorgt für stabileren Betrieb bei Süd- und Westwind und verhindert wetterbedingte Abschaltungen. In der S1 Ski Lounge wurde das Küchenkonzept modernisiert – angepasst an den aktuellen Trend zu leichteren Gerichten, Suppen und Mehlspeisen. Zudem wurden die letzten Monate genutzt, um die elektrische Steuerung bei der Kuchlbahn zu erneuern. Darüber hinaus sind die Beschneiung auf den Skipisten 251 und 252 ausgebaut und 12 neue Propellermaschinen von Supersnow angeschafft worden. Zum Saisonstart 2025/26 wird die erweiterte digitale Schneehöhenmessung einsatzbereit sein.

Mit Verantwortung in die Zukunft
Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft, den Skiliften Schröcken, investierten die Lech Bergbahnen AG im Sommer 2025 rund 15 Millionen Euro. Ob bei Beschneiung, Digitalisierung oder Sicherheit – alle Investitionen folgen einem klaren Ziel: Lech und seine Beteiligungen zukunftsfit zu machen, ohne seine Wurzeln zu verlieren. „Unsere Projekte sind ein klares Bekenntnis zu Qualität, Komfort und Sicherheit – und gleichzeitig zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, sagt Klaus Nußbaumer, Vorstand der Lech Bergbahnen AG. Mit diesen Maßnahmen schafft das Unternehmen die Grundlage dafür, dass das Skierlebnis in Lech auch künftig unvergleichlich bleibt – innovativ, nachhaltig und voller Begeisterung.

Tags: ArlbergInfrastrukturSkifahrenTourismusWirtschaft
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