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Alberts Notion: Stufen

von ANDA
28. Juli 2024
in Gedenken, gsi.kolumne
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Dr. Albert Wittwer

Dr. Albert Wittwer

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Ein Hochbetagter stirbt nach schwerer Krankheit und fortgeschrittener Demenz im Pflegeheim. Er wog zum Zeitpunkt seines Todes, noch schnell ins Krankenhaus eingeliefert, nur noch neunundvierzig Kilo. Gegen das Pflegeheim werden schwere Vorwürfe erhoben: Der Tod wäre durch Ernährung zu verzögern gewesen. Die Empörung nimmt seit fast zwei Wochen nicht ab. Mir ist die Empörung – bei meinem Wissensstand – unklar.

Von Dr. Albert Wittwer

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Meine viel jüngere, geliebte Frau starb nach schwerer Krankheit, lange bei klarem Bewusstsein und Verstand – nur noch über Infusionen mit Flüssigkeit versorgt, aber nicht mehr ernährt – im Verlaufe von etwa zweieinhalb Monaten. In dieser Zeit war immer, Tag und Nacht, jemand bei ihr, in der Versorgungseinrichtung. Zumeist ein Angehöriger, manchmal eine Betreuerin von der Hospizbewegung der Vorarlberger Caritas. Ihr Leben hätte bei künstlicher Ernährung noch einige Monate länger gedauert, mit allem Leiden. Ohne künstliche Hydrierung wäre sie in drei Tagen gestorben, was unserer Tochter retrospektiv wünschenswerter erscheint.

Wie wäre ein gutes Hinübergehen?

Das Sterben ist eine ungeheure Zumutung, sowohl für die liebenden Angehörigen als für den Sterbenden. Also wünscht man sich wenigstens ein Sterben in Würde. Was bedeutet Sterben in Würde: ohne Schmerz, gut gewaschen, ohne zwanghafte lebensverlängernde Massnahmen, im Kreise der Lieben? Manche sterben genau in den drei Minuten, wenn die Begleiter auf die Toilette gehen.

Kann man die Zuwendung an einen Sterbenden arbeitsrechtlich organisieren? Rein zeitlich, ohne emotionale Komponente, benötigt die rund um die Uhr, 7 x 24-h-Anwesenheit und Pflege auf das Jahr gerechnet fünf Angestellte für eine Person. Bekäme man die Pfleger, wollte das trotzdem niemand bezahlen. Wir sind in der sogenannten „Care-Arbeit“ gestrandet. Für die hat unsere kapitalistische Wirtschaftsordnung, der auch die Pflegeheime unterliegen, kein Angebot. Die Sterbenden landen, wenn betreut, zumeist bei den Töchtern, selten den Söhnen.

Im Sterben verlieren wir den Rest an Autonomie, Selbstbestimmung. Bis dahin steht es uns frei, zu viel oder zu wenig oder gar nichts mehr zu essen. Es ist mündigen Personen rechtlich erlaubt, die künstliche Ernährung, wie jeden medizinischen Eingriff, zu verweigern. Ob der hochbetagte Herr aus Hard noch essen wollte?

Hoffentlich hatte er zuvor ein erfülltes Leben und sah den herannahenden Tod in lichten Momenten gelassen oder sogar mit Zuversicht.

Herman Hesse: „Stufen…
…Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“


Tags: Albert WittwerGedenkenKolumneKommentarTod
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