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Wie Wohnen familienfreundlicher werden kann

von Red
16. Juni 2022
in gsi.wohnen, Gsiberg
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Eva Lingg-Grabher lieferte den Beteiligten des Landesprogramms familieplus Impulse zum Thema Wohnen.

Eva Lingg-Grabher lieferte den Beteiligten des Landesprogramms familieplus Impulse zum Thema Wohnen.

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familieplus-Gemeinden diskutierten Ansätze für Verbesserungen

Das Landesprogramm familieplus lud die Expertin Eva Lingg-Grabher in die Villa Falkenhorst nach Thüringen ein, um sich Impulse rund ums Thema Wohnen zu holen. Die Diskussion zeigte, dass Gemeinden gut beraten sind, wenn sie flexiblere Wohnformen ermöglichen und Familien nahgelegene Infrastruktur bieten.

Wohnen wandelt sich: Die Bevölkerung wächst, es gibt mehr und kleinere Haushalte, gemeinnütziger Wohnraum ist Mangelware. „Wir bauen immer noch so wie in den 1950er Jahren, was aber nicht mehr unserer Lebensrealität entspricht“, konstatiert Eva Lingg-Grabher in ihrem Vortrag. Die Dozentin der Ostschweizer Fachhochschule zeigte auf, dass Lebensentwürfe vielfältiger werden, die Gesellschaft altert und die Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten verschwimmen. Wohnen müsse jedenfalls über die Wohnung oder das Haus hinausgedacht werden.

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Jammern löst keine Probleme
Im Anschluss an den Vortrag lud Moderatorin Sabine Jochum-Müller die Teilnehmenden zum Austausch mittels Speakdating ein. Der Tenor war, dass Wohnen meist im Zusammenhang mit Problemen thematisiert wird: zu teuer, zu klein, zu laut. Alle waren sich einig, dass positive Beispiele vor den Vorhang geholt werden müssen.

Beim Speakdating tauschten die Teilnehmende Erfahrungen zum Thema Wohnen und Familie aus ihren Gemeinden aus.

Ein solches ist etwa die Südtirolersiedlung in Bludenz, wo versucht wird, leistbaren Wohnraum zu erhalten und aufzuwerten. In Thüringen ist es gelungen, gemeinnützige Wohnungen über einem Supermarkt zu errichten. Das Institut für Sozialdienste wiederum bietet mit der Kompetenzstelle Siedlungsarbeit professionelle Unterstützung für ein gutes Zusammenleben im Quartier. Auch Quartiersentwicklungskonzepte können helfen, ein lebenswertes Umfeld zu schaffen. „Der enge Austausch mit der Raumplanung ist jedenfalls wichtig, um Familienfreundlichkeit zu ermöglichen“, hielt Heike Mennel-Kopf vom Fachbereich Jugend und Familie, fest.

Weg zum lebenswerten Umfeld
Als erfolgreiche Strategien für Gemeinden empfahl Lingg-Grabher Wohnbedürfnisse festzustellen, Planungsinstrumente zu nutzen, Leistbarkeit zu sichern, Innovationen zu fördern, generationsübergreifendes Wohnen zu ermöglichen, Benachteiligte (etwa Alleinerziehende) zu unterstützen und Wege zu minimieren.

Über familieplus
familieplus – das Landesprogramm für kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinden – fasst den Begriff „Familie“ breit und meint alle Menschen von der Geburt bis zum Seniorenalter. Es stellt neun Handlungsfelder in den Mittelpunkt, in denen Gemeinden die Lebensqualität für Familien beeinflussen können: von der Kinderbetreuung über Bildung, Nahversorgung, Mobilität und Integration bis zum Wohnraum. Aktuell sind 18 Gemeinden und die Region Bregenzerwald mit 24 Einzelgemeinden im Programm aktiv. Zwei Drittel der Vorarlberger Bevölkerung leben somit in einer familienfreundlichen Gemeinde. Mindestens alle vier Jahre muss sich jede Gemeinde zertifizieren lassen. Infos: www.familieplus.at 
Tags: FamilienFamilienfreundlichThüringenWalgauWohnen
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