Der Stadttunnel Feldkirch nimmt zunehmend Gestalt an. Beim Tag der offenen Baustelle am 3. Oktober nutzten mehr als 5.000 Besucher:innen die Gelegenheit, sich ein Bild vom Baufortschritt zu machen. Mit der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2030 soll der Stadttunnel das bestehende Straßennetz deutlich entlasten. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten, den öffentlichen Raum aufzuwerten und den Fuß- und Radverkehr zu stärken.
Die erwartete Verkehrsreduktion ist beträchtlich: An der Bärenkreuzung wird beispielsweise mit rund 25 Prozent weniger Verkehr gerechnet, beim Schwerverkehr sogar mit einem Rückgang um 60 Prozent. Für Feldkirch bietet diese Entlastung die Chance, Straßenräume neu zu gestalten und die Aufenthaltsqualität in den Stadtteilen langfristig zu verbessern.
Entlastung gezielt nutzen
Damit die Entlastung dauerhaft wirksam bleibt, sind umfassende Begleitmaßnahmen vorgesehen. Dazu zählen Lkw-Durchfahrtsverbote, Geschwindigkeitsreduktionen und eine gezielte Verkehrslenkung durch Ampelanlagen. Gleichzeitig eröffnen sich Möglichkeiten, die Ortszentren von Tosters und Tisis neu zu gestalten und mehr Raum für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und den öffentlichen Verkehr zu schaffen.
Neue Perspektiven für den Radverkehr
Bereits heute wurden wichtige Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt. Dazu zählt die neue Radverbindung zwischen Feldkirch und Frastanz mit einer eigenen Brücke über den Blödlebach und einer Unterführung im Bereich der L190. Auch eine Radwegunterführung im Kapfweg beim künftigen Tunnelportal Tosters ist in Planung. Nach der Inbetriebnahme des Stadttunnels sollen zudem auf den entlasteten Hauptverkehrsstraßen zusätzliche Flächen für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung stehen. Die langfristige Bedeutung des Projekts reicht damit über die reine Verkehrsreduktion hinaus. Der Stadttunnel soll auch neue Spielräume für die Nutzung und Gestaltung der Straßen schaffen. Entscheidend wird sein, diese Möglichkeiten durch gezielte Begleitmaßnahmen zu nutzen und die verschiedenen Verkehrsarten aufeinander abzustimmen. Bürgermeister Manfred Rädler verdeutlicht: „Mit dem Stadttunnel schaffen wir die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entlastung unserer Stadt. Entscheidend ist, dass wir diese Chance auch nutzen – mit sicheren Rad- und Fußwegen, einem attraktiven öffentlichen Verkehr und mehr Aufenthaltsqualität in unseren Stadtteilen. So wird aus einem großen Verkehrsprojekt ein wichtiger Impuls für die gesamte Entwicklung von Feldkirch.“












