Fußach beschließt: Erster Teilbereich der Zentrumsentwicklung mit neuem Gemeindeamt und Gemeinschaftssaal.
Die Gemeinde Fußach bringt den ersten wichtigen Baustein ihres Zentrumsentwicklungskonzepts auf den Weg: Gemeinschaftssaal, Gemeindeamt und der Freiraum dazwischen werden realisiert. Für dieses Gesamtprojekt beschloss die Gemeindevertretung am 16. September 2026 einen Kostenrahmen von 27,5 Millionen Euro, rund zwanzig Prozent davon wird vom Land gefördert.
Mit diesem Generalbeschluss beginnt die detaillierte Planung der Ortskerngestaltung. Zum Vorhaben gehören ein neuer Gemeinschaftssaal am bestehenden Standort, die Verlegung und Neugestaltung des Gemeindeamtes auf dem Krone-Areal sowie der verbindende öffentliche Freiraum. Der Dorfplatz wird damit künftig von der Kirche, dem neuen Gemeinschaftssaal, dem künftigen Gemeindeamt in der ehemaligen Krone mit barrierefreiem Zubau, der revitalisierten Fussach und dem Burghügel umrahmt.

Zentrumsentwicklungsplan
Gemeindeamt und Gemeinschaftssaal als neue Mitte
Für Bürgermeister Thomas Fitz und das Planungsteam steht die langfristige Entwicklung der Gemeinde im Vordergrund. Verwaltung, Schule, Vereinsleben und Kultur sollen im Zentrum zeitgemäße Bedingungen finden. Der Freiraum zwischen den Gebäuden verbindet diese Nutzungen und soll als Dorfplatz für Begegnungen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Der Gemeinschaftssaal und sein Eingangsbereich werden in die Gestaltung einbezogen.
Die räumliche Neuordnung sieht vor, dass die bestehende Mehrzweckhalle aus dem Jahr 1971 und das rund 60 Jahre alte Gemeindeamt weichen. Die Platzierung der künftigen Gebäude wurde mit Fachleuten auf ihre Wirkung für den gesamten Ortskern geprüft. Sie soll weitere Entwicklungsschritte auch auf lange Sicht ermöglichen.
Bürgerfreundliche Verwaltung auf dem Krone-Areal
Auf dem nahe gelegenen Krone-Areal soll das künftige Gemeindeamt entstehen. Vorgesehen sind die Sanierung bestehender Gebäude und die Ergänzung durch einen Zwischenbau. Damit errichtet die Gemeinde zeitgemäße Bürger- und Verwaltungsräume mit der Weiterentwicklung vorhandener Bausubstanz.
Auch die Alte Stickerei wird einbezogen. Ihr vertrauter Charakter soll bewahrt, der Nutzungskomfort durch thermische und sanitäre Modernisierung verbessert werden. Ein weiteres Angebot ist Bürgermeister Thomas Fitz besonders wichtig: „Wir schaffen im Gemeindeamt schöne Räumlichkeiten für besondere Anlässe wie z.B. standesamtliche Hochzeiten.“
Gemeinschaftssaal für Schule, Sport und Kultur
Der neue Gemeinschaftssaal bündelt mehrere Nutzungen: Die unmittelbar benachbarte Volksschule kann ihn vormittags für den Schulsport nutzen, nachmittags und abends steht er den Sport- und Kulturvereinen zur Verfügung. Das Konzept berücksichtigt auch Nutzungsänderungen von Räumlichkeiten in der Volksschule, so dass bei Bedarf mehr Räumlichkeiten im bestehenden Gebäude für die Volksschule zur Verfügung stehen. Alle Neubauten von Gebäuden werden auf Flächen errichtet, die bereits versiegelt sind.
Der Standortentscheidung ging eine Prüfung verschiedener Varianten durch den Raumplanungsausschuss und die Fachplaner voraus. Bewertet wurden Nutzungsmöglichkeiten, Kosten und Auswirkungen auf das Dorfzentrum. Externe Fachleute, Architekten und Raumplaner brachten ihre Expertise ein.
„Wichtig war uns, eine Infrastruktur zu schaffen, die den Bedürfnissen der Vereine bestmöglich entspricht“, betont Fitz. Durch die zugleich gemeinsame Nutzung verschiedener Räumlichkeiten entstehen Synergien, sodass der finanzielle Spielraum für weitere Aufgaben in der Gemeinde bewahrt werden kann.
Vom Gesamtkonzept in die konkrete Planung
Als nächster Schritt wird das erarbeitete Nutzungskonzept vom Gemeinschaftssaal und Gemeindeamt in die Ausschreibung des Architekturwettbewerb verschriftlicht, ehe dieser dann ausgeschrieben wird.
Gemeindeamt, Gemeinschaftssaal und Dorfplatz bleiben eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe: Zusammen bilden sie den ersten Baustein einer Zentrumsentwicklung, die öffentliche Einrichtungen und das Gemeindeleben räumlich miteinander verbinden. „Wenn alles nach Plan läuft, wird 2028 mit den Baumaßnahmen begonnen, mit der Fertigstellung ist 2031 zu rechnen“, so Bgm. Fitz.