10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start Liechtenstein

aha-Podiumsdiskussion zur Fristenlösung: Hohe Zustimmung bei Live-Umfrage

von VITI
17. September 2026
in Liechtenstein
A A
Lisa von Reden, Karin Frick, Carolin Brändle, Michael Schädler, Carolin Blume, Tuana Türkyilmaz und Muriel Specht. (Bild: zvg, aha)

Lisa von Reden, Karin Frick, Carolin Brändle, Michael Schädler, Carolin Blume, Tuana Türkyilmaz und Muriel Specht. (Bild: zvg, aha)

Share on FacebookShare on Twitter

Das aha veranstaltete anlässlich des Tages der Demokratie am 15. September im SAL eine Podiumsdiskussion zur Initiative «Fristenlösung für Liechtenstein».

Die Diskussion war ursprünglich im Hinblick auf eine mögliche Volksabstimmung geplant. Abstimmen durften die Jugendlichen mit ihrem Smartphone am Ende. 76 Prozent der rund 250 anwesenden Schülerinnen und Schüler sprachen sich für die Initiative aus.  Auch wenn es sich um keine repräsentative Umfrage handelt, positioniert sich damit zumindest diese Gruppe junger Menschen deutlich in der Debatte. Das Jugendinformationszentrum lud nach Schaan ein, um über die medizinischen, rechtlichen und ethischen Facetten des Themas zu diskutieren.

Der Wahlpflichtkurs Politik des Liechtensteinischen Gymnasiums fasste den geschichtlichen Hintergrund des politischen Themas in einem Kurzvideo zusammen. Dort wurde unter anderem erwähnt, dass der Schwangerschaftsabbruch für Liechtensteinerinnen im benachbarten Ausland seit 2015 straffrei ist. Ein Weg, den jährlich schätzungsweise 40 Frauen gehen.

WERBUNG

Tuana Türkyilmaz vom Initiativkomitee betonte, es mache einen elementaren Unterschied, ob man aufgrund von Versorgungsstrukturen oder wegen der Strafbarkeit ins Ausland reisen müsse. Die aktuelle Gesetzeslage und das Informationsverbot im Strafgesetzbuch würden Frauen massiv stigmatisieren. Sie forderte eine tragfähige Inlandslösung inklusive Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Dem hielt Carolin Brändle, Seelsorgerin der Kirche Werdenberg, den unantastbaren Wert des ungeborenen Lebens entgegen. Anstatt den Lebensschutz aufzuweichen, brauche es verlässliche Hilfe für Frauen in Notlagen und das Aufzeigen von Alternativen wie der Adoption. Brändle warnte zudem vor den psychischen Folgen eines Abbruchs und kritisierte die geplante solidarische Finanzierung über die Krankenkassen.

Fundiertes Hintergrundwissen lieferten drei Expertinnen: Chefärztin Carolin Blume (Kantonsspital Graubünden) skizzierte die medizinische Realität und erklärte, wie eine Abtreibung aus medizinischer Sicht von der Beratung bis zum Eingriff funktioniert. Da Liechtensteinerinnen in der Schweiz Selbstzahlerinnen sind, kostet ein medikamentöser Abbruch 600 bis 800 Franken, ein operativer rund 1.200 Franken.

Lisa von Reden vom Verein für Menschenrechte wies im Gespräch mit Co-Moderatorin Muriel Specht darauf hin, dass Liechtensteins Hürden (mangelnde Informationen und fehlende finanzielle Unterstützung) nicht internationalen Standards entsprächen.

Eine politische Einordnung folgte von Dr. Karin Frick vom Liechtenstein-Institut. Sie nannte das aktuelle Verfahren einen «Drahtseilakt» zwischen den zwei Souveränen Volk und Fürst. Die Initiative hatte im Vorfeld 4’970 Unterschriften gesammelt. Dass der Landtag der Vorlage kürzlich zwar zustimmte, eine Volksabstimmung mit 13 zu 12 Stimmen aber knapp ablehnte, sei laut Frick ein Versuch gewesen, einen direkten Konflikt der Souveräne zu vermeiden. Frick fügte ausserdem hinzu, dass die gesetzliche Situation von Nachbarländern mit Verwunderung aufgenommen wird.

Dr. Karin Frick vom Liechtenstein-Institut ordnete im Gespräch mit Moderatorin Muriel Specht die politische Lage ein. (Bild: zvg, aha)

Reflektierte Stimmen aus dem Publikum

Dass dieses Format bei der Zielgruppe ankam, zeigte sich insbesondere in den Fragerunden. Die Jugendlichen erwiesen sich als überaus reflektiert und hinterfragten die vorgebrachten Argumente kritisch. So konterte ein Schüler das Contra-Argument des Lebensschutzes mit pragmatischer Logik: «Der Schutz des ungeborenen Lebens wird ja nicht gerettet, weil die Abtreibung im Ausland durchgeführt werden kann.»  

Auch die Verflechtung von Kirche und Staat im Fürstentum blieb nicht unkommentiert. Eine junge Frau forderte, dass „Religion und Politik nichts miteinander zu tun haben sollten.“ Brändle konterte diesen Vorwurf sofort. Sie betonte, dass sie kein einziges religiöses Argument verwendet habe, sondern aus vernunftbegabter und ethischer Sicht argumentiere.

Eine weitere Schülerin brachte das Thema psychische Gesundheit und Armut auf den Tisch: «Wenn ich zum Beispiel Depressionen habe, wie soll ich dann ein Kind gut erziehen, ohne dass es meine mentale Gesundheit abkriegt?» Brändle forderte deshalb, dass die Politik soziale und finanzielle Netze spannen muss, damit Frauen überhaupt angstfrei «Ja» zum Kind sagen können. Sie kritisierte, dass Mutterschaft heute oft negativ behaftet ist.

Zu Beginn der Veranstaltung lag die Zustimmung für die Fristenlösung im Saal noch bei 68 Prozent. Am Ende wuchs sie auf über 76 Prozent an, während der Anteil der Unentschlossenen schmolz (Nein: 16 %, Nicht sicher: 8 %). Für die Organisatoren des aha zeigte der Anlass, dass die sachliche Auseinandersetzung mit Fakten und unterschiedlichen Standpunkten wichtig ist. Ziel war es nicht, eine Meinung vorzugeben, sondern unterschiedliche Argumente sichtbar zu machen. «Demokratie lebt dort, wo unterschiedliche Positionen respektvoll miteinander diskutiert werden», fasste Moderator Michael Schädler den Talk zusammen.

Tipp: Auf aha.li kann die Podiumsdiskussion nachgehört werden.

Tags: ahaDötgsiJugendlicheLiechtensteinPolitikSchaanVaduz
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Stadt Feldkirch als Vorbild für Rad- und Fußverkehr ausgezeichnet

nächster Artikel

Leider nur alle zwei Jahre: Kinderstadt KleinFeldkirch auch heuer ein Erfolg

weitere interessante Artikel

Der Infoabend «Ab ins Ausland» wurde vom aha – Tipps & Infos für junge Leute im Rahmen von Eurodesk Liechtenstein organisiert. Fotos: Aha/JR
gsi.reisen

«Ab ins Ausland»: Wenn aus Fernweh konkrete Pläne werden

8. Oktober 2026
Waldberufe
gsi.job

Am 12. November ist Zukunftstag – Schulkinder erleben neue Berufswelten

5. Oktober 2026
Space Dialogue 2026 - Empfang bei S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, am 28.09.2026 auf Schloss Vaduz. Foto: Julian Konrad 2026
Liechtenstein

Vaduz Space Dialogue: Eine Plattform zur Förderung europäischer Zusammenarbeit

4. Oktober 2026
Regierungschefin Brigitte Haas im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern der zwei vierte Klassen der Realschule Triesen. Foto: IKR/Yannick Zurflüh
Liechtenstein

Erster Termin der Regierungschefin mit Jugendlichen der Realschule Triesen nach Rekonvaleszenz

3. Oktober 2026
nächster Artikel
Kinderstadt KleinFeldkirch 2026 © Stadt Feldkirch

Leider nur alle zwei Jahre: Kinderstadt KleinFeldkirch auch heuer ein Erfolg

Heute beliebt

  • Stadttunnel Feldkirch - Tag der offenen Baustelle. Fotos: Bandi Koeck

    Tag der offenen Baustelle: Tausende Einblicke in den Stadttunnel Feldkirch

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Buchrezension: Der andere Krieg – Wie das Völkerrecht gegen Israel missbraucht wird

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Alberts Notion: Bedrohungen der Zivilisation

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Der 7. Oktober 2023 – Drei Jahre nach dem Massaker: Erinnern heißt, nicht zu schweigen

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Himmlisch schön: Hirschbrunft im Nenzinger Himmel

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Bedrohungen der Zivilisation

von ALWI
4. Oktober 2026
0

Textbezogenes Symbolbild von ChatGPT generiert.

Susi reloaded # 215: KI for President

von SUSI
27. September 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Die Falle „Entbürokratisierung“ schnappt zu

von ALWI
23. September 2026
0

Gerd Ender in Altach. Foto: Privat

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach –  Rückblick auf die ersten sechs Runden

von BK
14. September 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist