Mit großem Besucherandrang und starker Resonanz aus der regionalen wie internationalen Kunstszene wurde die Ausstellung „Charaktermenschen“ eröffnet. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Kulturschaffende aus Vorarlberg sowie Besucher aus den angrenzenden Nachbarländern.
Bürgermeister Gerd Hölzl eröffnete den Abend mit Begrüßungsworten, bevor Edeltraud Kräutler-Nagler in die Ausstellung einführte und die beteiligten Künstler sowie deren Werke vorstellte.
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Ebenen und ermöglicht einen vielschichtigen Zugang zu unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Anaglyphenbilder des japanischen Künstlers Arata Nakamura, der als Vertreter einer neuen japanischen Avantgarde gilt. Ebenso beeindruckten die Triangulum-Porträts des Komponisten Marcus Nigsch, in denen musikalisches Denken in visuelle Ausdrucksformen übersetzt wird.

Großes Interesse weckten auch die in Wachs konservierten zwischenmenschlichen Szenen von Hilda Keemink, deren Arbeiten eine stille, intensive Wirkung entfalten. Viele Besucher verweilten zudem vor den großformatigen Kohlezeichnungen des griechischen Künstlers John Fenerov sowie den detailreichen Bleistiftarbeiten von David Müller aus Koblach.
Intensive Gespräche entstanden rund um die Installation des Feldkircher Künstlers Daniel Nachbaur, der sich in seiner Arbeit mit den Themen Meinungsfreiheit und Menschenrechte auseinandersetzt.
Auch die installativen Werke von Karl Pont stießen auf großes Interesse: Sie verbinden Traum und Wirklichkeit und beziehen die Betrachter unmittelbar in das Geschehen ein.
Eine literarische Ergänzung bot die Koblacher Schriftstellerin Kriemhilde Tschallener, die mit ihrer Lesung eine zusätzliche sprachliche Perspektive auf Mensch und Gesellschaft eröffnete.
Der Abend war von einer offenen, lebendigen Atmosphäre geprägt. Weitere Ausstellungen mit regionalen und internationalen Künstlern sind bereits geplant.